Germany's next TOPMODEL

Klickt auf eins der Fotos - und schon könnt ihr nach jeder Sendung meine Notizen lesen.
Bis eine Sendung abgedreht ist, passiert eine ganze Menge.
Die Mädchen lösen verschiedene Aufgaben, die für den Alltag eines Models typisch sind. Sie müssen sich auf immer neue Situationen einstellen. Sie lernen, mit Lob und Misserfolg umzugehen. Und die Jury macht sich zu all dem ihre Gedanken, bis am Ende eine Siegerin feststeht.
Ich habe beschlossen, einiges von dem, was mir durch den Kopf geht, hier zu notieren.
Ihr könnt mir auch gerne schreiben, was ihr darüber denkt. Ich freue mich über Eure Einträge!
Eine Sache muss ich jetzt direkt schon loswerden: Alle Erlebnisse, alle Erfolge und vor allem alle Sendungen von Germany's Next Topmodel by Heidi Klum entstehen nur durch die tolle Zusammenarbeit vieler Menschen. Dazu gehören die Leute vom Sender Pro7 und der Filmproduktionsfirma Tresor, die Sponsoren, Juroren, Fotografen und natürlich die Stylisten, die sich um Haare, Make up und Styling kümmern. Dann gibt's da noch diejenigen, die das Catering machen, und viele andere, die hinter den Kulissen unverzichtbar sind. Vor allem auch ohne euch Fans läuft nichts!
Ganz lieben Dank Euch allen!
Ich habe beschlossen, einiges von dem, was mir durch den Kopf geht, hier zu notieren.
Ihr könnt mir auch gerne schreiben, was ihr darüber denkt. Ich freue mich über Eure Einträge!
Eine Sache muss ich jetzt direkt schon loswerden: Alle Erlebnisse, alle Erfolge und vor allem alle Sendungen von Germany's Next Topmodel by Heidi Klum entstehen nur durch die tolle Zusammenarbeit vieler Menschen. Dazu gehören die Leute vom Sender Pro7 und der Filmproduktionsfirma Tresor, die Sponsoren, Juroren, Fotografen und natürlich die Stylisten, die sich um Haare, Make up und Styling kümmern. Dann gibt's da noch diejenigen, die das Catering machen, und viele andere, die hinter den Kulissen unverzichtbar sind. Vor allem auch ohne euch Fans läuft nichts!
Ganz lieben Dank Euch allen!
Sendung 1
120 Mädchen am Start
Jetzt ist es endlich soweit. Die Spannung, war bei manchen ja riesengroß. Alle wollten wissen: Wer sind diese Mädchen, die bei der dritten Staffel von „Germany’s Next Topmodel by Heidi Klum“ mitmachen? Ich muss sagen: Sie sind wunderschön. So wunderschön, dass wir uns nicht wie im letzten Jahr auf 100 Mädchen in der ersten Sendung beschränken wollten. Es waren ja auch etwa 2000 Bewerbungen mehr als im Vorjahr: 18 217! Aus ihnen haben wir 120 Kandidatinnen für den Start ausgewählt, anhand der Bewerbungsunterlagen und Videos. Alle Mädchen sind ganz unterschiedlich. Es sind blonde, braune und rothaarige dabei, solche mit Locken und Extensions oder Kurzhaarfrisuren, hell- und dunkelhäutige. Fast alle kommen aus Deutschland, aber es sind auch Mädchen aus der Schweiz und Österreich dabei.
Mit Sack und Pack
Es war ein riesiges Gewusel in den MMC-Studios in Köln-Ossendorf, als die Mädchen mit Sack und Pack ankamen. Die meisten hatten die Eltern oder ihren Freund dabei, eine brachte sogar ihren Hund im Körbchen mit. Es war eine aufgeregte und erwartungsvolle Stimmung, bevor der Countdown losging. Manche Mädchen waren sehr nervös. Es war ja nicht nur ein Ankunftstag, es war auch ein Entscheidungstag. Niemand wusste in dem Moment, wer weiterkommt und wer am selben Tag wieder nach Hause fährt. Wir hatten uns vorgenommen, von den 120 Mädchen nur 50 in die nächste Runde mitzunehmen. Viele von ihnen ahnen vielleicht noch gar nicht, was es bedeutet, monatelang von ihren Familien getrennt zu sein und um die Welt zu ziehen.
Schön finde ich, dass auch eine Kandidatin aus meiner Heimat unter den 120 Mädchen war. Isabel wohnt in Kürten und macht in Odenthal eine Ausbildung als Köchin. Das grenzt direkt an Bergisch Gladbach, wo ich aufgewachsen bin. Da schlüpfe ich auch während der Dreharbeiten in Deutschland immer wieder unter.
Meine Siegermädchen
Mir ist es wichtig, dass jedes Mädchen, das dabei ist, sein Bestes gibt. Um die Motivation etwas anzustacheln, gab es eine kleine Modenschau: mit Teilnehmerinnen der letzten beiden Staffeln. Natürlich waren auch Lena Gercke, das Siegermädchen von 2006, und Barbara Meier, die Gewinnerin von 2007, dabei. Auf die beiden bin ich richtig stolz. Sie haben schon tolle Jobs gemacht und sind viel unterwegs. Barbara, die vor Topmodel nur einmal geflogen war, fliegt jetzt drei- oder viermal die Woche durch die Weltgeschichte. Sie war mit einer Mode-Kampagne erfolgreich und hat kürzlich zum zweiten Mal das Cover der Cosmopolitan bekommen. Bei einer Modenschau in München lief sie nach Naomi Campbell über den Laufsteg und sie ist das aktuelle Gesicht von Pantene. Nebenher studiert sie weiter Mathematik und wurde jetzt zur Botschafterin für das „Jahr der Mathematik“ ernannt. Lena ist ebenfalls gut im Geschäft. Sie ist das neue Gesicht von Microsoft und hat tolle Fotos für die zwölf Blätter des Microsoft-Kalenders 2008 geshootet. Sie machte eine Qui Set-Kampagne und Foto-Shootings für Zeitschriften und Audi. Jetzt ist sie ganz frisch meine Nachfolgerin als Testimonial bei Katjes, dafür hat sie schon zwei TV-Spots abgedreht. Nebenbei hat sie ihr Abitur gemacht, was ich toll finde.
Die Jury – witzig und sachkundig
Wer wird Germany’s Next Topmodel 2008? Das ist keine leichte Aufgabe und deshalb habe ich mir zwei erfahrene Leute an die Seite geholt: Peyman Amin und Rolf Scheider. Peyman kennt Ihr ja schon alle aus den letzten zwei Staffeln. Er ist Agent der internationalen Modelagentur IMG und wird die Mädchen mit seinen Kommentaren dazu anstacheln, immer besser zu werden.
Rolf Scheider ist neu in unserer Runde, aber es kommt mir vor, als sei er schon lange dabei. Er hat vorher noch nie vor einer TV-Kamera gestanden und macht das wie ein alter Hase. Er lebt seit etwa 30 Jahren in Paris und führt dort als Direktor seine eigene Casting-Firma – mit Büros auch in London und New York. Er hat unzählige Models und Schauspieler vor allem für Werbespots internationaler Firmen gecastet. Deshalb weiß er, worauf es bei den Mädchen ankommt und was die Kunden wollen.
An den Entscheidungstagen holen wir uns in die Jury immer noch einen fachkundigen Gast-Juror. Das wird einmal Petra Gessulat sein, die Chefredakteurin der deutschen Cosmopolitan, ein anderes Mal Dita von Teese. Aber es werden auch andere Topmodels oder Starfotografen mit entscheiden. Lasst Euch überraschen!
Die ersten Prüfungen: Laufsteg und Shooting
In dieser Staffel führen wir die Mädchen noch schneller als früher an die Sachen heran, die sie im Job erwarten. Deshalb habe ich sie direkt mit den zwei wichtigsten Dingen konfrontiert: Laufsteg und Shooting. Die eine Hälfte der Kandidatinnen sollte sich der Jury auf dem Catwalk im Lieblings-Outfit aus ihrem eigenen Koffer präsentieren. Die andere Hälfte sollte im Badedress laufen. Es war erstaunlich, was da alles zu Tage kam. Deshalb wünschte ich mir von manchen Mädchen noch einen zweiten Lauf. Sie sollen alle ihre Chance haben und wir möchten sie so gut wie möglich beurteilen. Das ist auch der Grund, warum sie kleine Aufgaben bekamen. Sie sollten tanzen oder schimpfen, ein Shampoo verkaufen oder singen. Sehr witzig fand ich die Idee, ein Kloputzmittel anzupreisen. Egal was sie machten, ich wollte sehen, dass sie aus sich herausgehen und in eine Rolle schlüpfen können.
Das war auch bei dem Shooting nötig. Drei Emotionen sollten die Mädchen darstellen: Wut, Trauer und Freude. Es ist sehr wichtig, dass ein Model in ganz kurzer Zeit seinen Ausdruck ändern kann. Manche haben das auch schon ganz gut gemacht. So standen am Ende des ersten Tages 50 Mädchen fest, die aus der Menge herausstachen. Ihnen stand gleich die erste Reise bevor. Denn Reisen gehört zum Geschäft.
Mit 50 Mädchen nach Barcelona
In dieser Staffel zeige ich den Mädchen ein großes Stück von der Welt. Je früher sie die schönen, aber auch die anstrengenden Seiten des Reisens kennen lernen, umso besser, denke ich. Das Ziel war geheim, als es frühmorgens am Flughafen Köln/Bonn losging. Denn solch ein Wettbewerb muss auch ein bisschen spannend für die Mädchen sein. Dass Barcelona das Ziel war, fanden sie cool. Aber viel bekamen sie von der Stadt nicht zu sehen. So ist das nun einmal. Sie waren voll damit beschäftigt, sich auf den Abend vorzubereiten: Designer Philipp Plein hatte alle 50 komplett für eine Modenschau seiner Kollektion gebucht.
Alles echt: die erste Modenschau
Es war für die Teilnehmerinnen eine tolle Chance: So kurz nach dem Start eine echte Modenschau! Manche hatten bis dahin noch keine Laufsteg-Erfahrung. Am meisten machten die hohen Absätze zu schaffen, Bianca kämpfte auch mit einer schweren Tasche. Und dann immer cool bleiben, keine Miene verziehen, einfach weiterlaufen. Das war schon ein Härtetest. Manche haben sich erstaunlich gut geschlagen. Andere kamen an ihre Grenzen. Schließlich stand fest, dass am Ende der ersten Sendung 20 gehen müssen.
Aber 30 sind weiter...
Jetzt ist es endlich soweit. Die Spannung, war bei manchen ja riesengroß. Alle wollten wissen: Wer sind diese Mädchen, die bei der dritten Staffel von „Germany’s Next Topmodel by Heidi Klum“ mitmachen? Ich muss sagen: Sie sind wunderschön. So wunderschön, dass wir uns nicht wie im letzten Jahr auf 100 Mädchen in der ersten Sendung beschränken wollten. Es waren ja auch etwa 2000 Bewerbungen mehr als im Vorjahr: 18 217! Aus ihnen haben wir 120 Kandidatinnen für den Start ausgewählt, anhand der Bewerbungsunterlagen und Videos. Alle Mädchen sind ganz unterschiedlich. Es sind blonde, braune und rothaarige dabei, solche mit Locken und Extensions oder Kurzhaarfrisuren, hell- und dunkelhäutige. Fast alle kommen aus Deutschland, aber es sind auch Mädchen aus der Schweiz und Österreich dabei.
Mit Sack und Pack
Es war ein riesiges Gewusel in den MMC-Studios in Köln-Ossendorf, als die Mädchen mit Sack und Pack ankamen. Die meisten hatten die Eltern oder ihren Freund dabei, eine brachte sogar ihren Hund im Körbchen mit. Es war eine aufgeregte und erwartungsvolle Stimmung, bevor der Countdown losging. Manche Mädchen waren sehr nervös. Es war ja nicht nur ein Ankunftstag, es war auch ein Entscheidungstag. Niemand wusste in dem Moment, wer weiterkommt und wer am selben Tag wieder nach Hause fährt. Wir hatten uns vorgenommen, von den 120 Mädchen nur 50 in die nächste Runde mitzunehmen. Viele von ihnen ahnen vielleicht noch gar nicht, was es bedeutet, monatelang von ihren Familien getrennt zu sein und um die Welt zu ziehen.
Schön finde ich, dass auch eine Kandidatin aus meiner Heimat unter den 120 Mädchen war. Isabel wohnt in Kürten und macht in Odenthal eine Ausbildung als Köchin. Das grenzt direkt an Bergisch Gladbach, wo ich aufgewachsen bin. Da schlüpfe ich auch während der Dreharbeiten in Deutschland immer wieder unter.
Meine Siegermädchen
Mir ist es wichtig, dass jedes Mädchen, das dabei ist, sein Bestes gibt. Um die Motivation etwas anzustacheln, gab es eine kleine Modenschau: mit Teilnehmerinnen der letzten beiden Staffeln. Natürlich waren auch Lena Gercke, das Siegermädchen von 2006, und Barbara Meier, die Gewinnerin von 2007, dabei. Auf die beiden bin ich richtig stolz. Sie haben schon tolle Jobs gemacht und sind viel unterwegs. Barbara, die vor Topmodel nur einmal geflogen war, fliegt jetzt drei- oder viermal die Woche durch die Weltgeschichte. Sie war mit einer Mode-Kampagne erfolgreich und hat kürzlich zum zweiten Mal das Cover der Cosmopolitan bekommen. Bei einer Modenschau in München lief sie nach Naomi Campbell über den Laufsteg und sie ist das aktuelle Gesicht von Pantene. Nebenher studiert sie weiter Mathematik und wurde jetzt zur Botschafterin für das „Jahr der Mathematik“ ernannt. Lena ist ebenfalls gut im Geschäft. Sie ist das neue Gesicht von Microsoft und hat tolle Fotos für die zwölf Blätter des Microsoft-Kalenders 2008 geshootet. Sie machte eine Qui Set-Kampagne und Foto-Shootings für Zeitschriften und Audi. Jetzt ist sie ganz frisch meine Nachfolgerin als Testimonial bei Katjes, dafür hat sie schon zwei TV-Spots abgedreht. Nebenbei hat sie ihr Abitur gemacht, was ich toll finde.
Die Jury – witzig und sachkundig
Wer wird Germany’s Next Topmodel 2008? Das ist keine leichte Aufgabe und deshalb habe ich mir zwei erfahrene Leute an die Seite geholt: Peyman Amin und Rolf Scheider. Peyman kennt Ihr ja schon alle aus den letzten zwei Staffeln. Er ist Agent der internationalen Modelagentur IMG und wird die Mädchen mit seinen Kommentaren dazu anstacheln, immer besser zu werden.
Rolf Scheider ist neu in unserer Runde, aber es kommt mir vor, als sei er schon lange dabei. Er hat vorher noch nie vor einer TV-Kamera gestanden und macht das wie ein alter Hase. Er lebt seit etwa 30 Jahren in Paris und führt dort als Direktor seine eigene Casting-Firma – mit Büros auch in London und New York. Er hat unzählige Models und Schauspieler vor allem für Werbespots internationaler Firmen gecastet. Deshalb weiß er, worauf es bei den Mädchen ankommt und was die Kunden wollen.
An den Entscheidungstagen holen wir uns in die Jury immer noch einen fachkundigen Gast-Juror. Das wird einmal Petra Gessulat sein, die Chefredakteurin der deutschen Cosmopolitan, ein anderes Mal Dita von Teese. Aber es werden auch andere Topmodels oder Starfotografen mit entscheiden. Lasst Euch überraschen!
Die ersten Prüfungen: Laufsteg und Shooting
In dieser Staffel führen wir die Mädchen noch schneller als früher an die Sachen heran, die sie im Job erwarten. Deshalb habe ich sie direkt mit den zwei wichtigsten Dingen konfrontiert: Laufsteg und Shooting. Die eine Hälfte der Kandidatinnen sollte sich der Jury auf dem Catwalk im Lieblings-Outfit aus ihrem eigenen Koffer präsentieren. Die andere Hälfte sollte im Badedress laufen. Es war erstaunlich, was da alles zu Tage kam. Deshalb wünschte ich mir von manchen Mädchen noch einen zweiten Lauf. Sie sollen alle ihre Chance haben und wir möchten sie so gut wie möglich beurteilen. Das ist auch der Grund, warum sie kleine Aufgaben bekamen. Sie sollten tanzen oder schimpfen, ein Shampoo verkaufen oder singen. Sehr witzig fand ich die Idee, ein Kloputzmittel anzupreisen. Egal was sie machten, ich wollte sehen, dass sie aus sich herausgehen und in eine Rolle schlüpfen können.
Das war auch bei dem Shooting nötig. Drei Emotionen sollten die Mädchen darstellen: Wut, Trauer und Freude. Es ist sehr wichtig, dass ein Model in ganz kurzer Zeit seinen Ausdruck ändern kann. Manche haben das auch schon ganz gut gemacht. So standen am Ende des ersten Tages 50 Mädchen fest, die aus der Menge herausstachen. Ihnen stand gleich die erste Reise bevor. Denn Reisen gehört zum Geschäft.
Mit 50 Mädchen nach Barcelona
In dieser Staffel zeige ich den Mädchen ein großes Stück von der Welt. Je früher sie die schönen, aber auch die anstrengenden Seiten des Reisens kennen lernen, umso besser, denke ich. Das Ziel war geheim, als es frühmorgens am Flughafen Köln/Bonn losging. Denn solch ein Wettbewerb muss auch ein bisschen spannend für die Mädchen sein. Dass Barcelona das Ziel war, fanden sie cool. Aber viel bekamen sie von der Stadt nicht zu sehen. So ist das nun einmal. Sie waren voll damit beschäftigt, sich auf den Abend vorzubereiten: Designer Philipp Plein hatte alle 50 komplett für eine Modenschau seiner Kollektion gebucht.
Alles echt: die erste Modenschau
Es war für die Teilnehmerinnen eine tolle Chance: So kurz nach dem Start eine echte Modenschau! Manche hatten bis dahin noch keine Laufsteg-Erfahrung. Am meisten machten die hohen Absätze zu schaffen, Bianca kämpfte auch mit einer schweren Tasche. Und dann immer cool bleiben, keine Miene verziehen, einfach weiterlaufen. Das war schon ein Härtetest. Manche haben sich erstaunlich gut geschlagen. Andere kamen an ihre Grenzen. Schließlich stand fest, dass am Ende der ersten Sendung 20 gehen müssen.
Aber 30 sind weiter...

Sendung 2
Chance am Hahnentor
Mit 120 Mädchen haben wir in der ersten Sendung angefangen und ich finde es toll, daß so viele von euch zuhause am Fernsehschirm zugesehen haben. Es waren sogar viel mehr als vor einem Jahr. Ihr habt sicher gemerkt: Es war ein hartes Stück Arbeit für die Mädchen und für uns, in so kurzer Zeit, die Schokoladenseite zu zeigen und zu entdecken. Nach der ersten Entscheidung ging’s mit 50 nach Barcelona zur Modenschau und von dort aus für 20 leider gleich wieder nach Hause. Aber 30 haben eine neue Chance bekommen – gleich am nächsten Tag am Kölner Hahnentor.
Im Bikini bei Winterwetter
Kennt Ihr das Hahnentor? Es ist ein mittelalterliches Stadttor am Rudolfplatz, es liegt mitten drin in der Kölner City, gleich an der Einkaufsmeile. Da ist immer unheimlich viel los. Für uns war es genau der richtige Rahmen für die nächste Aufgabe: Die Mädchen sollten sich in der Öffentlichkeit auf dem Laufsteg beweisen. Unser Laufsteg war ein roter Teppich und wir hatten ihn geradewegs ins Hahnentor gelegt. Eine tolle Kulisse! Um die Mädchen noch ein bißchen mehr zu fordern, wollten wir sie im Bikini sehen. Vor so vielen fremden Augen keine leichte Aufgabe. Für das I-Tüpfelchen sorgte das Wetter: Es war lausig kalt. Die Leute liefen in Wintermänteln und Mützen herum, ich habe auch Handschuhe gesehen. Mich erinnerte das an meine Shootings im Badedress in den Bergen. Ich war an dem Tag wirklich froh, daß ich meinen Mantel anbehalten konnte.
In Schlangenlinien
Die Mädchen bibberten nicht nur vor der Aufgabe, sondern auch vor Kälte. Aber manche bekamen das sehr gut in den Griff, denen merkte man die Temperatur gar nicht an. Die kamen, liefen, machten ihre Pose am Ende des Teppichs und gingen wieder. Es war wichtig, eine gute Pose zu zeigen, weil der Kölner Fotograf Oliver Schulze am Teppich-Ende wartete. Seine Fotos vorm Hahnentor sollten am Entscheidungstag für die Bewertung zählen. Mich hat gewundert, daß manche Mädchen den Ernst der Sache aber offenbar gar nicht richtig erkannt hatten. Die liefen in Schlangenlinien über den Teppich oder gingen auf dem Rückweg gar nicht bis ans Ende, die drehten vorher ab und stöckelten über das Pflaster.
Den kleinen Moment nutzen
Ich habe den Mädchen Tipps gegeben: Schultern nach hinten, geh ins Hohlkreuz oder zeig mal einen anderen Ausdruck. Aber nicht jede konnte das umsetzen. Manche staksten so lustlos daher, daß ich dachte, die verwechseln das hier. Das ist ein Wettbewerb! Da hat jedes Mädchen nur eine ganz kurze Zeit, in der es zeigen kann, was in ihm steckt. Es ist ein so kleiner Moment und der ist so schnell vorbei. Das ist hier eine Sache aus dem richtigen Leben, da gibt kein zweites Mal. Roter Teppich – einmal hin – Pose – einmal her – fertig. Da muß jede hundert Prozent geben.
Außerdem hatten die Mädchen noch Glück mit dem netten Kölner Publikum. Die Kölner gehen mit, die feuern an und machen lustige Sprüche. Das kann in einer anderen Stadt ganz anders sein. Die Leute in meiner Heimat sind gut drauf, deshalb drehe ich da auch so gerne.
Fotos für die erste Sedcard
In dieser Staffel bringe ich die Mädchen ganz schnell mit dem echten Modelbusiness in Kontakt. Die Modenschau für Philippe Plein in Barcelona war der Anfang. Es wird viele richtige Castings für Werbefilme, Modenschauen oder Werbefotos geben. Dafür ist eine Sedcard total wichtig. Sie ist die Visitenkarte eines Models. Mit diesem Buch stellt es sich vor, in ihm blättern die Kunden, es gibt einen ersten Eindruck von dem Mädchen, das vor ihnen steht. Für mich war es klar, daß ganz schnell ein professionelles Foto-Shooting mit den Mädchen gemacht werden mußte, damit sie solch eine Visitenkarte in der Hand haben, wenn sie sich bei einem Casting vorstellen. Der Fotograf war ein alter Hase im Geschäft: Stephan Pick aus Köln. Er hat schon viele Prominente fotografiert.
Spontan und wandelbar
Stephan Pick ist locker, als Rheinländer hat er viele flotte Kommentare auf der Lippe. Aber das hat nicht alle Mädchen gelöst. Manche blieben steif, kamen nicht aus sich heraus, die wußten irgendwie gar nichts mit sich anzufangen. Andere haben es sehr gut gemacht, zeigten verschiedene Gesichter und Posen. Bei Raquel merkte ich sofort: Die hat sich schon Zeitschriften angeschaut und verschiedene Posen vor dem Spiegel ausprobiert. Ich fand es auch toll, wie Wanda sich verwandeln ließ. Die Lockenfrisur und das puffige Kleidchen – das war nichts. Da gefiel mir die Version mit der fremden Männerhose, dem Jackett des Fotografen und dem BH, der darunter hervorblitzte, um Klassen besser. Daß sie das so mitgemacht hat – das war schon gut. Sie gehörte zu den Mädchen, die wirklich Spaß bei der Sache hatten. Denn darum geht’s: Die Kandidatinnen müssen uns Ehrgeiz und Freude an der Aufgabe zeigen. Ich erwarte gar nicht, daß sie alle schon perfekt sind. Aber sie müssen sich anstrengen, verschiedene Gesichter zeigen. Ich muß ihr Potential erkennen können.
Fünf hinkten in der Gruppe hinterher, sie mußten am Ende des Entscheidungstages gehen. Außerdem verabschiedete sich Steffi aus freien Stücken, weil es ihrer Mutter sehr schlecht ging. Das verstehe ich gut, ich hätte genauso gehandelt.
Mit 24 zum Casting
So stiegen am nächsten Tag noch 24 Mädchen um kurz nach 8 Uhr in den Bus. Es ging zum ersten Casting! Ein Casting für einen Werbefilm. Was die Mädchen nicht ahnten: Es war kein echtes Casting. Es war ein Wettbewerb. Während sie vor den drei Castern standen, saßen in einem Nebenraum Rolf, Peyman und Petra Gessulat, die Chefredakteurin der deutschen Cosmopolitan. Sie konnten über einen Monitor beobachten, wie sich die Mädchen bei dieser Aufgabe anstellten. Petra Gessulat hatte sie bis dahin noch nicht kennengelernt, sie konnte sich so gleich einen guten Überblick verschaffen. Ihr Interesse an den Kandidatinnen ist natürlich hoch: Die Siegerin kommt auf das Cover der Cosmopolitan!
Kaugummi und Kettensäge
Die Aufgaben hätten mir auch Spaß gemacht. Für Haarspray werbe ich ja tatsächlich, Kaugummi und Kettensäge – warum nicht? Die Mädchen konnten so richtig zeigen, ob Power in ihnen steckt. Vor allem die Szene mit der Kettensäge war etwas richtig zum Loslegen. Bei manchen hatte ich tatsächlich das Gefühl: Denen würde ich nach einem Streit nicht gern so ein Gerät in die Hand geben. Die schlüpften total in die Rolle. Andere sahen aus, als wollten sie die Rasenkante damit schneiden. Auch die Szenen mit Kaugummi und Haarspray verlangten schauspielerisches Talent. Das ist bei Werbeaufträgen oft gefragt, aber nicht alle Kandidatinnen haben es uns gezeigt. Manche stellten sich sogar so schluffig vor, daß sie sofort wieder gehen konnten. Das Casting war zwar getürkt, aber es hätte echt sein können. Alles war ganz realistisch.
„Zack, die Bohne!“
Vor der Entscheidung gab es noch einmal eine kleine Aufgabe vor der Jury, zu der dieses Mal auch Petra Gessulat gehörte. Wir teilten die Mädchen in drei Gruppen ein, jede Gruppe sollte uns eine Kollektion vorführen – aus den eigenen Koffern. Es ging um „sportlich“, „Abendgarderobe“ und „casual“. Jedes Mädchen sollte seinen Stil behalten und doch sollte jede Gruppe einheitlich wirken. Ich muß sagen, das machten sie eigentlich alle ganz gut. Die kleine Choreografie der Gruppe, die uns Abendkleidung zeigte, gefiel mir besonders. Die Entscheidung, welche fünf Mädchen an diesem Tag gehen sollten, fiel nicht leicht. Langsam kommen die wahren Gesichter zum Vorschein, sogar Gina-Lisa läßt mit weniger Schminke ahnen, was in ihr steckt. Ihr Lieblingsspruch „Zack, die Bohne!“ hat schon andere angesteckt. Sie gehört zu denen, die weiter sind.
Das sind 19!
Mit 120 Mädchen haben wir in der ersten Sendung angefangen und ich finde es toll, daß so viele von euch zuhause am Fernsehschirm zugesehen haben. Es waren sogar viel mehr als vor einem Jahr. Ihr habt sicher gemerkt: Es war ein hartes Stück Arbeit für die Mädchen und für uns, in so kurzer Zeit, die Schokoladenseite zu zeigen und zu entdecken. Nach der ersten Entscheidung ging’s mit 50 nach Barcelona zur Modenschau und von dort aus für 20 leider gleich wieder nach Hause. Aber 30 haben eine neue Chance bekommen – gleich am nächsten Tag am Kölner Hahnentor.
Im Bikini bei Winterwetter
Kennt Ihr das Hahnentor? Es ist ein mittelalterliches Stadttor am Rudolfplatz, es liegt mitten drin in der Kölner City, gleich an der Einkaufsmeile. Da ist immer unheimlich viel los. Für uns war es genau der richtige Rahmen für die nächste Aufgabe: Die Mädchen sollten sich in der Öffentlichkeit auf dem Laufsteg beweisen. Unser Laufsteg war ein roter Teppich und wir hatten ihn geradewegs ins Hahnentor gelegt. Eine tolle Kulisse! Um die Mädchen noch ein bißchen mehr zu fordern, wollten wir sie im Bikini sehen. Vor so vielen fremden Augen keine leichte Aufgabe. Für das I-Tüpfelchen sorgte das Wetter: Es war lausig kalt. Die Leute liefen in Wintermänteln und Mützen herum, ich habe auch Handschuhe gesehen. Mich erinnerte das an meine Shootings im Badedress in den Bergen. Ich war an dem Tag wirklich froh, daß ich meinen Mantel anbehalten konnte.
In Schlangenlinien
Die Mädchen bibberten nicht nur vor der Aufgabe, sondern auch vor Kälte. Aber manche bekamen das sehr gut in den Griff, denen merkte man die Temperatur gar nicht an. Die kamen, liefen, machten ihre Pose am Ende des Teppichs und gingen wieder. Es war wichtig, eine gute Pose zu zeigen, weil der Kölner Fotograf Oliver Schulze am Teppich-Ende wartete. Seine Fotos vorm Hahnentor sollten am Entscheidungstag für die Bewertung zählen. Mich hat gewundert, daß manche Mädchen den Ernst der Sache aber offenbar gar nicht richtig erkannt hatten. Die liefen in Schlangenlinien über den Teppich oder gingen auf dem Rückweg gar nicht bis ans Ende, die drehten vorher ab und stöckelten über das Pflaster.
Den kleinen Moment nutzen
Ich habe den Mädchen Tipps gegeben: Schultern nach hinten, geh ins Hohlkreuz oder zeig mal einen anderen Ausdruck. Aber nicht jede konnte das umsetzen. Manche staksten so lustlos daher, daß ich dachte, die verwechseln das hier. Das ist ein Wettbewerb! Da hat jedes Mädchen nur eine ganz kurze Zeit, in der es zeigen kann, was in ihm steckt. Es ist ein so kleiner Moment und der ist so schnell vorbei. Das ist hier eine Sache aus dem richtigen Leben, da gibt kein zweites Mal. Roter Teppich – einmal hin – Pose – einmal her – fertig. Da muß jede hundert Prozent geben.
Außerdem hatten die Mädchen noch Glück mit dem netten Kölner Publikum. Die Kölner gehen mit, die feuern an und machen lustige Sprüche. Das kann in einer anderen Stadt ganz anders sein. Die Leute in meiner Heimat sind gut drauf, deshalb drehe ich da auch so gerne.
Fotos für die erste Sedcard
In dieser Staffel bringe ich die Mädchen ganz schnell mit dem echten Modelbusiness in Kontakt. Die Modenschau für Philippe Plein in Barcelona war der Anfang. Es wird viele richtige Castings für Werbefilme, Modenschauen oder Werbefotos geben. Dafür ist eine Sedcard total wichtig. Sie ist die Visitenkarte eines Models. Mit diesem Buch stellt es sich vor, in ihm blättern die Kunden, es gibt einen ersten Eindruck von dem Mädchen, das vor ihnen steht. Für mich war es klar, daß ganz schnell ein professionelles Foto-Shooting mit den Mädchen gemacht werden mußte, damit sie solch eine Visitenkarte in der Hand haben, wenn sie sich bei einem Casting vorstellen. Der Fotograf war ein alter Hase im Geschäft: Stephan Pick aus Köln. Er hat schon viele Prominente fotografiert.
Spontan und wandelbar
Stephan Pick ist locker, als Rheinländer hat er viele flotte Kommentare auf der Lippe. Aber das hat nicht alle Mädchen gelöst. Manche blieben steif, kamen nicht aus sich heraus, die wußten irgendwie gar nichts mit sich anzufangen. Andere haben es sehr gut gemacht, zeigten verschiedene Gesichter und Posen. Bei Raquel merkte ich sofort: Die hat sich schon Zeitschriften angeschaut und verschiedene Posen vor dem Spiegel ausprobiert. Ich fand es auch toll, wie Wanda sich verwandeln ließ. Die Lockenfrisur und das puffige Kleidchen – das war nichts. Da gefiel mir die Version mit der fremden Männerhose, dem Jackett des Fotografen und dem BH, der darunter hervorblitzte, um Klassen besser. Daß sie das so mitgemacht hat – das war schon gut. Sie gehörte zu den Mädchen, die wirklich Spaß bei der Sache hatten. Denn darum geht’s: Die Kandidatinnen müssen uns Ehrgeiz und Freude an der Aufgabe zeigen. Ich erwarte gar nicht, daß sie alle schon perfekt sind. Aber sie müssen sich anstrengen, verschiedene Gesichter zeigen. Ich muß ihr Potential erkennen können.
Fünf hinkten in der Gruppe hinterher, sie mußten am Ende des Entscheidungstages gehen. Außerdem verabschiedete sich Steffi aus freien Stücken, weil es ihrer Mutter sehr schlecht ging. Das verstehe ich gut, ich hätte genauso gehandelt.
Mit 24 zum Casting
So stiegen am nächsten Tag noch 24 Mädchen um kurz nach 8 Uhr in den Bus. Es ging zum ersten Casting! Ein Casting für einen Werbefilm. Was die Mädchen nicht ahnten: Es war kein echtes Casting. Es war ein Wettbewerb. Während sie vor den drei Castern standen, saßen in einem Nebenraum Rolf, Peyman und Petra Gessulat, die Chefredakteurin der deutschen Cosmopolitan. Sie konnten über einen Monitor beobachten, wie sich die Mädchen bei dieser Aufgabe anstellten. Petra Gessulat hatte sie bis dahin noch nicht kennengelernt, sie konnte sich so gleich einen guten Überblick verschaffen. Ihr Interesse an den Kandidatinnen ist natürlich hoch: Die Siegerin kommt auf das Cover der Cosmopolitan!
Kaugummi und Kettensäge
Die Aufgaben hätten mir auch Spaß gemacht. Für Haarspray werbe ich ja tatsächlich, Kaugummi und Kettensäge – warum nicht? Die Mädchen konnten so richtig zeigen, ob Power in ihnen steckt. Vor allem die Szene mit der Kettensäge war etwas richtig zum Loslegen. Bei manchen hatte ich tatsächlich das Gefühl: Denen würde ich nach einem Streit nicht gern so ein Gerät in die Hand geben. Die schlüpften total in die Rolle. Andere sahen aus, als wollten sie die Rasenkante damit schneiden. Auch die Szenen mit Kaugummi und Haarspray verlangten schauspielerisches Talent. Das ist bei Werbeaufträgen oft gefragt, aber nicht alle Kandidatinnen haben es uns gezeigt. Manche stellten sich sogar so schluffig vor, daß sie sofort wieder gehen konnten. Das Casting war zwar getürkt, aber es hätte echt sein können. Alles war ganz realistisch.
„Zack, die Bohne!“
Vor der Entscheidung gab es noch einmal eine kleine Aufgabe vor der Jury, zu der dieses Mal auch Petra Gessulat gehörte. Wir teilten die Mädchen in drei Gruppen ein, jede Gruppe sollte uns eine Kollektion vorführen – aus den eigenen Koffern. Es ging um „sportlich“, „Abendgarderobe“ und „casual“. Jedes Mädchen sollte seinen Stil behalten und doch sollte jede Gruppe einheitlich wirken. Ich muß sagen, das machten sie eigentlich alle ganz gut. Die kleine Choreografie der Gruppe, die uns Abendkleidung zeigte, gefiel mir besonders. Die Entscheidung, welche fünf Mädchen an diesem Tag gehen sollten, fiel nicht leicht. Langsam kommen die wahren Gesichter zum Vorschein, sogar Gina-Lisa läßt mit weniger Schminke ahnen, was in ihr steckt. Ihr Lieblingsspruch „Zack, die Bohne!“ hat schon andere angesteckt. Sie gehört zu denen, die weiter sind.
Das sind 19!

Sendung 3
Shooting am Salzburger Flughafen
Schritt für Schritt gehen wir weiter. Die Mädchen hatten ein kleines Emotions-Shooting am Anfang der Staffel gemacht, sie haben am Kölner Hahnentor im Bikini vor der Kamera etwas gepost und sie haben im Studio Fotos für ihre Sedcard gemacht. Jetzt sind wir weitergegangen: Das erste große Shooting stand auf dem Plan. Dafür sind wir mit den 19 Kandidatinnen nach Österreich zu einer tollen Location geflogen: zum Hangar 7 auf dem Flugplatz in Salzburg. Das ist ein futuristisch wirkendes Glasgebäude, sieht etwas aus wie ein Ei. Im Inneren sind viele alte Flugzeuge zu sehen, es gibt dort ein Restaurants und einen gläsernen Raum, der unter der Decke zu schweben scheint. Im Hintergrund sind die Berge zu sehen, wirklich eine tolle Szenerie.
Verwöhnen inklusive
Stilvoll flogen die Mädchen im Privatjet in Köln/Bonn ab. Es war schön zu sehen, wie der Luxus sie begeisterte. Breite Gänge, Ledersitze, Sofa, Fernsehen, Holz und edle Materialien – das war schon etwas Besonderes. Die Mädchen hatten anstrengende Tage hinter sich und wir wollten sie mal etwas verwöhnen. Deshalb durften sie in einem richtigen Wellness-Hotel einchecken. Es liegt direkt am Wolfgangsee mit traumhaftem Blick auf See und Berge. Es gibt einen Pool, Fitnessraum und natürlich den tollen Service, der zu solch einem Hotel gehört. Vom Türaufhalten bis zum Auffüllen der Minibar. Das war natürlich etwas ganz anderes als die Jugendherberge Köln-Riehl, in der die Mädchen bisher geschlafen hatten.
Stargast Cobra und Agenten-Flair
Ich kam mit meinem flotten Tiguan zum Set, Fotograf Kristian Schuller ebenfalls mit dem Auto, aber der wahre Star kam aus der Luft: ein Cobra Kampfhubschrauber. Das ist ein Riesenteil und macht einen höllischen Lärm. Nur Spezialisten dürfen ihn fliegen. Für uns mußten sie ihn knapp über dem Erdboden in der Luft halten, weil der Helikopter fürs Shooting der Action-Hintergrund war. Wir wollten Agenten-Atmosphäre haben. Dazu paßten die tollen Outfits der Modelmädchen: lange Handschuhe, kurze Röckchen, breitkrempige Hüte und coole Mäntel, von denen einer allein durchaus ein paar Tausend Euro kostet.
Kalt, laut, windig
Die Mädchen wurden voll gefordert. Mit dem fliegenden Kampfhubschrauber im Nacken hätten wohl sogar erfahrenere Models ein komisches Gefühl gehabt. Es war nicht mal leicht, sich auf den Beinen zu halten. Die Rotorblätter machten extremen Wind. Außerdem war es sehr kalt. Der Fotograf hatte nicht umsonst eine Fellmütze auf. Die Mädchen aber standen vor ihm im Miniröckchen oder mit nackten Armen. Kristian Schuller ist ein Fotograf, der schon Geschichten für Vogue, Tatler und Marie Claire geshootet hat. Er hat große Kampagnen zum Beispiel für Joop, Nike, Douglas und New Yorker gemacht und in der zweiten Topmodel-Staffel fotografierte er das „Windshooting“. Er gibt klare Anweisungen, aber die Mädchen konnten ihn manchmal gar nicht verstehen, weil die fliegende Cobra ordentlich Lärm machte.
Es war eine große Herausforderung für die Mädchen. Trotz der schwierigen Umstände sollten sie locker vor dem Hubschrauber posen, mit verschiedenen Ausdrücken. Mal sexy, mal ängstlich oder kämpferisch. Sie mußten in ihrem Kopf einen kleinen Film abspulen und sich in verschiedene Rollen hineindenken. Ich war richtig zufrieden, dass wir kurz vor Sonnenuntergang alle Bilder im Kasten hatten. Sehr viele sehr gute waren dabei. Ich fand, das hatten die meisten Mädchen an diesem Tag richtig gut gemacht.
Verzögerter Einzug ins Modelhaus
Was mir allerdings gar nicht gefiel, das war, wie sich einige unserer Kandidatinnen im Hotel aufgeführt hatten: geplünderte Minibar, Zigarettenqualm im Nichtraucherzimmer, Kippe in der Salsa-Soße. Katastrophe! Zum einen hinterlassen Alkohol und Nikotin Spuren im Gesicht, das kann sich ein Topmodel nicht leisten. Zum anderen steht ein Topmodel immer in der Öffentlichkeit. Wer sich daneben benimmt, liest das am nächsten Tag womöglich in der Zeitung. Das kann dem Image schaden und Kunden verschrecken.
Die Jury war so betroffen, daß wir beschlossen, den Mädchen einen kleinen Denkzettel mit auf den Weg zu geben, damit sie die Geschichte im Kopf behalten. Sie durften deshalb nach der Rückkehr nach Köln ihr neues Modelhaus nur betrachten – schlafen mußten sie noch mal in der Jugendherberge. Erst am nächsten Tag konnten sie in ihr neues Domizil einziehen und ihre Geschenke auspacken: die neueste CD von Seal, Schmuck aus meiner Kollektion, eine Lederjacke und andere tolle Sachen. Ich glaube, die Mädchen haben begriffen, was wir ihnen vermitteln wollten, und wissen das Modelhaus nun doppelt zu schätzen. Es ist auch wirklich schön! Das alte Kölner Herrenhaus hat gemütliche Möbel, fröhliche Farben, einen Kamin, einen eigenen Laufsteg und eine Art Hollywoodschaukel im Wohnzimmer. Das ist natürlich keine Garantie für gute Stimmung. Daß es zwischen den Mädchen ab und zu Zoff und dicke Luft gibt, ist normal. Es sind 19 verschiedene Charaktere. Jetzt hatten Katharina, Taina und Gisele Probleme, das nächste Mal sind vielleicht andere betroffen.
Das erste echte Casting: im Bergisch Gladbacher Schloß für Bree
In dieser Sendung ging es für die Kandidatinnen das erste Mal richtig um die Wurst: beim ersten richtigen Casting. Niemand hielt die Mädchen an der Hand, niemand sagte hinterher, es sei nur eine Übung gewesen. Alles hundert Prozent echt. Der Taschenhersteller Bree suchte ein Gesicht für seine neue Werbe-Kampagne. Das Casting fand an einem Ort statt, der mir besonders gefiel, weil er in meiner Heimatstadt Bergisch Gladbach liegt: Schloß Bensberg. Ein eindrucksvolles Gebäude! Wie ein kleines Versailles thront es auf dem Hügel und man kann bis zum Kölner Dom gucken.
Allerdings konnten das nur 15 von unseren 19 Mädchen genießen. Raquel, Sarah, Janina und Gisele mußten zuhause bleiben, weil sie bei unserem Vorstell-Wettbewerb schlecht abgeschnitten hatten. Die anderen zeigten in 15 Zentimeter hohen Schuhen, was sie schon gelernt hatten. Am Ende gefiel Vanessa dem Kunden am besten. Ihre etwas elegante Art überzeugte. Hinterher, als die Fotos in den Zimmern des Schloßhotels gemacht worden waren, waren die Bree-Vertreter sogar geradezu begeistert von dem Ergebnis. Diese Bilder werden im ersten Halbjahr 2008 in internationalen Magazinen zu sehen sein. Super gemacht, Vanessa!
Mein Laufsteg-Training
In dieser Sendung kam noch etwas Neues zum Vorschein: Das Laufsteg-Training übernehme ich in dieser Staffel selbst. Das macht mir viel Spaß. Wenn’s losgeht, dann immer ganz unkompliziert und bequem – nur in Strumpfhose und T-Shirt. Keine Schminke, kein Schmuck. Nur High Heels gehören natürlich dazu. Ich möchte die Körper und die Bewegungen pur sehen. Es ist für mich sehr interessant, die Kandidatinnen von Anfang an in diesem Bereich zu begleiten und ihnen zu helfen, sich zu entwickeln. Manche, wie Sarah, haben auf dem Catwalk gar keine Erfahrungen, andere haben schon ein paar gesammelt, Bianca zum Beispiel. Man denkt, es ist einfach: Füße voreinander, Kopf hoch, Schultern nach hinten – und los. Aber das ist natürlich leichter gesagt als getan. Einige bleiben nicht mal im Takt. Selbst so tolle Beine wie die von Jennifer sind kein Selbstläufer, da gibt es einiges zu tun.
Die Show muß weitergehen
Wie wichtig es beim Laufen ist, daß der Oberkörper gerade bleibt und sich nur die Hüfte bewegt, konntet Ihr beim Eierlauf sehen. Das habe ich früher schon bei Kindergeburtstagen gespielt. Allerdings war es jetzt für unsere Mädchen weniger lustig, weil das Ergebnis für die Entscheidung zählte. Es ging nicht nur darum, ob das Ei auf dem Löffel bleibt, sondern wie das Mädchen die Aufgabe als Ganzes löst. Es kann ja auch bei einem Auftritt für einen Kunden etwas Unvorhergesehenes passieren. Vielleicht fliegt ein Hut weg oder ein Knopf springt ab, mir ist bei laufender Kamera mal der BH gerissen. Aber dann muß die Show einfach weitergehen.
Für welche der 19 Mädchen meine Show weitergeht? Die Jury hat mit Gastjuror Kristian Schuller diskutiert. Das Ergebnis unserer Entscheidung seht Ihr nächste Woche!
Schritt für Schritt gehen wir weiter. Die Mädchen hatten ein kleines Emotions-Shooting am Anfang der Staffel gemacht, sie haben am Kölner Hahnentor im Bikini vor der Kamera etwas gepost und sie haben im Studio Fotos für ihre Sedcard gemacht. Jetzt sind wir weitergegangen: Das erste große Shooting stand auf dem Plan. Dafür sind wir mit den 19 Kandidatinnen nach Österreich zu einer tollen Location geflogen: zum Hangar 7 auf dem Flugplatz in Salzburg. Das ist ein futuristisch wirkendes Glasgebäude, sieht etwas aus wie ein Ei. Im Inneren sind viele alte Flugzeuge zu sehen, es gibt dort ein Restaurants und einen gläsernen Raum, der unter der Decke zu schweben scheint. Im Hintergrund sind die Berge zu sehen, wirklich eine tolle Szenerie.
Verwöhnen inklusive
Stilvoll flogen die Mädchen im Privatjet in Köln/Bonn ab. Es war schön zu sehen, wie der Luxus sie begeisterte. Breite Gänge, Ledersitze, Sofa, Fernsehen, Holz und edle Materialien – das war schon etwas Besonderes. Die Mädchen hatten anstrengende Tage hinter sich und wir wollten sie mal etwas verwöhnen. Deshalb durften sie in einem richtigen Wellness-Hotel einchecken. Es liegt direkt am Wolfgangsee mit traumhaftem Blick auf See und Berge. Es gibt einen Pool, Fitnessraum und natürlich den tollen Service, der zu solch einem Hotel gehört. Vom Türaufhalten bis zum Auffüllen der Minibar. Das war natürlich etwas ganz anderes als die Jugendherberge Köln-Riehl, in der die Mädchen bisher geschlafen hatten.
Stargast Cobra und Agenten-Flair
Ich kam mit meinem flotten Tiguan zum Set, Fotograf Kristian Schuller ebenfalls mit dem Auto, aber der wahre Star kam aus der Luft: ein Cobra Kampfhubschrauber. Das ist ein Riesenteil und macht einen höllischen Lärm. Nur Spezialisten dürfen ihn fliegen. Für uns mußten sie ihn knapp über dem Erdboden in der Luft halten, weil der Helikopter fürs Shooting der Action-Hintergrund war. Wir wollten Agenten-Atmosphäre haben. Dazu paßten die tollen Outfits der Modelmädchen: lange Handschuhe, kurze Röckchen, breitkrempige Hüte und coole Mäntel, von denen einer allein durchaus ein paar Tausend Euro kostet.
Kalt, laut, windig
Die Mädchen wurden voll gefordert. Mit dem fliegenden Kampfhubschrauber im Nacken hätten wohl sogar erfahrenere Models ein komisches Gefühl gehabt. Es war nicht mal leicht, sich auf den Beinen zu halten. Die Rotorblätter machten extremen Wind. Außerdem war es sehr kalt. Der Fotograf hatte nicht umsonst eine Fellmütze auf. Die Mädchen aber standen vor ihm im Miniröckchen oder mit nackten Armen. Kristian Schuller ist ein Fotograf, der schon Geschichten für Vogue, Tatler und Marie Claire geshootet hat. Er hat große Kampagnen zum Beispiel für Joop, Nike, Douglas und New Yorker gemacht und in der zweiten Topmodel-Staffel fotografierte er das „Windshooting“. Er gibt klare Anweisungen, aber die Mädchen konnten ihn manchmal gar nicht verstehen, weil die fliegende Cobra ordentlich Lärm machte.
Es war eine große Herausforderung für die Mädchen. Trotz der schwierigen Umstände sollten sie locker vor dem Hubschrauber posen, mit verschiedenen Ausdrücken. Mal sexy, mal ängstlich oder kämpferisch. Sie mußten in ihrem Kopf einen kleinen Film abspulen und sich in verschiedene Rollen hineindenken. Ich war richtig zufrieden, dass wir kurz vor Sonnenuntergang alle Bilder im Kasten hatten. Sehr viele sehr gute waren dabei. Ich fand, das hatten die meisten Mädchen an diesem Tag richtig gut gemacht.
Verzögerter Einzug ins Modelhaus
Was mir allerdings gar nicht gefiel, das war, wie sich einige unserer Kandidatinnen im Hotel aufgeführt hatten: geplünderte Minibar, Zigarettenqualm im Nichtraucherzimmer, Kippe in der Salsa-Soße. Katastrophe! Zum einen hinterlassen Alkohol und Nikotin Spuren im Gesicht, das kann sich ein Topmodel nicht leisten. Zum anderen steht ein Topmodel immer in der Öffentlichkeit. Wer sich daneben benimmt, liest das am nächsten Tag womöglich in der Zeitung. Das kann dem Image schaden und Kunden verschrecken.
Die Jury war so betroffen, daß wir beschlossen, den Mädchen einen kleinen Denkzettel mit auf den Weg zu geben, damit sie die Geschichte im Kopf behalten. Sie durften deshalb nach der Rückkehr nach Köln ihr neues Modelhaus nur betrachten – schlafen mußten sie noch mal in der Jugendherberge. Erst am nächsten Tag konnten sie in ihr neues Domizil einziehen und ihre Geschenke auspacken: die neueste CD von Seal, Schmuck aus meiner Kollektion, eine Lederjacke und andere tolle Sachen. Ich glaube, die Mädchen haben begriffen, was wir ihnen vermitteln wollten, und wissen das Modelhaus nun doppelt zu schätzen. Es ist auch wirklich schön! Das alte Kölner Herrenhaus hat gemütliche Möbel, fröhliche Farben, einen Kamin, einen eigenen Laufsteg und eine Art Hollywoodschaukel im Wohnzimmer. Das ist natürlich keine Garantie für gute Stimmung. Daß es zwischen den Mädchen ab und zu Zoff und dicke Luft gibt, ist normal. Es sind 19 verschiedene Charaktere. Jetzt hatten Katharina, Taina und Gisele Probleme, das nächste Mal sind vielleicht andere betroffen.
Das erste echte Casting: im Bergisch Gladbacher Schloß für Bree
In dieser Sendung ging es für die Kandidatinnen das erste Mal richtig um die Wurst: beim ersten richtigen Casting. Niemand hielt die Mädchen an der Hand, niemand sagte hinterher, es sei nur eine Übung gewesen. Alles hundert Prozent echt. Der Taschenhersteller Bree suchte ein Gesicht für seine neue Werbe-Kampagne. Das Casting fand an einem Ort statt, der mir besonders gefiel, weil er in meiner Heimatstadt Bergisch Gladbach liegt: Schloß Bensberg. Ein eindrucksvolles Gebäude! Wie ein kleines Versailles thront es auf dem Hügel und man kann bis zum Kölner Dom gucken.
Allerdings konnten das nur 15 von unseren 19 Mädchen genießen. Raquel, Sarah, Janina und Gisele mußten zuhause bleiben, weil sie bei unserem Vorstell-Wettbewerb schlecht abgeschnitten hatten. Die anderen zeigten in 15 Zentimeter hohen Schuhen, was sie schon gelernt hatten. Am Ende gefiel Vanessa dem Kunden am besten. Ihre etwas elegante Art überzeugte. Hinterher, als die Fotos in den Zimmern des Schloßhotels gemacht worden waren, waren die Bree-Vertreter sogar geradezu begeistert von dem Ergebnis. Diese Bilder werden im ersten Halbjahr 2008 in internationalen Magazinen zu sehen sein. Super gemacht, Vanessa!
Mein Laufsteg-Training
In dieser Sendung kam noch etwas Neues zum Vorschein: Das Laufsteg-Training übernehme ich in dieser Staffel selbst. Das macht mir viel Spaß. Wenn’s losgeht, dann immer ganz unkompliziert und bequem – nur in Strumpfhose und T-Shirt. Keine Schminke, kein Schmuck. Nur High Heels gehören natürlich dazu. Ich möchte die Körper und die Bewegungen pur sehen. Es ist für mich sehr interessant, die Kandidatinnen von Anfang an in diesem Bereich zu begleiten und ihnen zu helfen, sich zu entwickeln. Manche, wie Sarah, haben auf dem Catwalk gar keine Erfahrungen, andere haben schon ein paar gesammelt, Bianca zum Beispiel. Man denkt, es ist einfach: Füße voreinander, Kopf hoch, Schultern nach hinten – und los. Aber das ist natürlich leichter gesagt als getan. Einige bleiben nicht mal im Takt. Selbst so tolle Beine wie die von Jennifer sind kein Selbstläufer, da gibt es einiges zu tun.
Die Show muß weitergehen
Wie wichtig es beim Laufen ist, daß der Oberkörper gerade bleibt und sich nur die Hüfte bewegt, konntet Ihr beim Eierlauf sehen. Das habe ich früher schon bei Kindergeburtstagen gespielt. Allerdings war es jetzt für unsere Mädchen weniger lustig, weil das Ergebnis für die Entscheidung zählte. Es ging nicht nur darum, ob das Ei auf dem Löffel bleibt, sondern wie das Mädchen die Aufgabe als Ganzes löst. Es kann ja auch bei einem Auftritt für einen Kunden etwas Unvorhergesehenes passieren. Vielleicht fliegt ein Hut weg oder ein Knopf springt ab, mir ist bei laufender Kamera mal der BH gerissen. Aber dann muß die Show einfach weitergehen.
Für welche der 19 Mädchen meine Show weitergeht? Die Jury hat mit Gastjuror Kristian Schuller diskutiert. Das Ergebnis unserer Entscheidung seht Ihr nächste Woche!

Sendung 4
Eine Entscheidung gleich zu Anfang
Wir haben Euch ein bißchen zappeln lassen, als wir am Ende der letzten Sendung nicht verrieten, wer ausscheiden muß. Ein bißchen Abwechslung tut auch einer Casting-Show gut und Ihr hattet so einmal ausgiebig Gelegenheit, Euch selbst ein Urteil zu bilden. Wer scheidet aus? Wir haben in der Jury, zu der dieses Mal Fotograf Kristian Schuller als Gast gehörte, die Aufgaben und die Entwicklung der Mädchen Revue passieren lassen. Wie hatten sie das Helikopter-Shooting bewältigt? Am Ende waren wir uns einig, daß von den 19 Kandidatinnen Rubina, Sandra und Aisha gehen müssen. Es sind schöne Mädchen, aber ihre Persönlichkeiten und Potentiale sind zu versteckt, um sie in der kurzen Zeit hervorzulocken.
16 Mädchen zum Umstyling
Für die 16 Mädchen, die eine Runde weiter kamen, wurde es besonders spannend: Sie fuhren zum Umstyling nach Düsseldorf! Im Frisörsalon von Carin Bartholomé hatten wir alle Spiegel mit Rollos verhangen, denn dieses Mal sollte kein Mädchen die Verwandlung beobachten können. Wir wollten alle überraschen – mit einer neuen Frisur, einer neuen Farbe, einem neuen Look. Für die Mädchen war das allerdings nicht nur ein Grund zur Freude. Manche hatten Muffensausen. Schließlich hatten sie keine Ahnung, was auf sie zukommt. Haare fielen zu Boden, es wurden Farben aufgetragen und Strähnchen gemacht. Bei Gina Lisa kullerten direkt die Tränen, weil sie kommen sah, was kommen musste: Der Abschied von ihren Extensions! Mit ihnen könnte sie sich auf keiner internationalen Bühne profilieren, aber sie hing an ihnen, weil sie bisher zu ihr gehört hatten. Sie waren Teil des Bildes, das sie von sich selbst hatte.
Eine Frisur, die zur Person passt
Wir hatten allerdings eine etwas andere Gina Lisa unter den vielen Haaren entdeckt. Auch bei den anderen Mädchen sahen wir Potentiale und Besonderheiten, die wir mit einer anderen Frisur besser hervorheben wollten. Es geht uns ja nicht darum, Haare abzuschneiden oder zu färben. Es geht darum, daß der Haarschnitt den Typ unterstreicht. Denn für ein Topmodel ist es sehr wichtig, daß es seinen eigenen Style findet und ihn pflegt. Er ist etwas Unverwechselbares.
Es war der Jury klar, daß bei einigen Mädchen das Umstyling ziemlich krass ausfallen würde. Aber ich wußte: Bei Helena Faccenda waren sie in besten Händen. Sie kümmert sich seit Jahren um meine Haare und hat mir jetzt meinen eigenen Pony-Schnitt beschert. Sie hat schon Bon Jovi und Naomi Campbell das Haar geschnitten und die Mädchen konnten stolz darauf sein, daß sie das Umstyling übernahm. Sie hat ein tolles Gespür dafür, welche Frisur zu wem paßt. Sie sieht nicht nur das Gesicht, sondern die ganze Person.
Mehr Profil
Manche Mädchen waren ganz offensichtlich erleichtert, daß ihre langen Haare blieben. Bei Bianca oder Kristina gab’s nicht soviel zu tun und auch bei einigen anderen fiel der neue Look nicht sehr krass aus. Ganz anders erging es dafür Gina Lisa, die ihre Mähne gegen einen Kurzhaarschnitt eintauschte, und Jennifer, deren braunes Haar sich zu einem modernen Blondschopf verkürzte. Auch Wanda wirkt mit dem kinnlangen Schnitt wesentlich attraktiver. Es ist ein toller aktueller Look, den sie sicher zu schätzen weiß, wenn die erste Tränen-Trauer über die verlorenen Haarzentimeter vorbei ist. Insgesamt haben die 16 Mädchen alle an Profil gewonnen und brauchen sich auf internationalen Bühnen nicht mehr zu verstecken.
Den eigenen Style finden und einsetzen
Die neue Frisur hat den Look der Mädchen verändert und wir wollten wissen, ob sie sich trotzdem stilsicher kleiden können. Bei einem Wettbewerb in einer Mode-Agentur ging es darum, das zu zeigen. Mich hat sehr gefreut, daß mit Sarah und Gisele zwei der schüchternen Kandidatinnen gewonnen haben. Sie hatten tolle Outfits zusammengestellt und durften als Lohn einmal kräftig shoppen!
Wer seinen Style finden will, muß vor allem eins wissen: Wer bin ich eigentlich? Denn nur wenn ich weiß, wer ich wirklich bin, kann ich mich authentisch und natürlich präsentieren und andere von mir überzeugen. Ein Personal-Coach ermunterte die Mädchen, sich der Vergangenheit zu stellen und ehrlich zu sich selbst zu sein, um daraus Kraft für die Zukunft zu schöpfen.
Ob das Janina motiviert hat? Jedenfalls hinterließ sie beim Casting eines Bekleidungsherstellers einen tollen Eindruck und durfte gleich einen Schuh-Werbefilm drehen. Den Spot zuvor hatte Vorjahrs-Siegerin Barbara Meier gemacht. Es war eine große Ehre für die Mädchen, daß ihnen schon während der Staffel solch ein Job angeboten wurde.
Shooting der Gegensätze
Allein ein Shooting zu bewältigen, ist schon nicht einfach. Aber zu zweit vor der Kamera zu posieren, ist noch einmal etwas ganz Anderes. Genau das mussten die Mädchen dieses Mal im Fotostudio tun: Als Pärchen verkörperten sie Gegensätze wie „Armut/Schönheit“, „Gefangen/Frei“, „Engel/Teufel“ oder „Schöne/Biest“. Fotograf Matt McCabe ist international erfolgreich und hat schon viele sehr schöne Bilder von mir gemacht. In der zweiten Topmodel-Staffel übernahm er das Eisshooting. Jetzt waren die Arbeitsbedingungen wesentlich angenehmer – mit Licht, Windmaschine und Matt McCabes klugen Anmerkungen.
Die Kostüme waren fantasievoll und animierten zu spielerischen Szenen. Manche Mädchen pushten sich gegenseitig, sie hatten Spaß und fanden gemeinsam zu immer neuen Bildern. Zu ihnen gehörten Vanessa und Jennifer, die „Klassik“ und „Rock“ darstellten. Auch Katharina und Carolin überzeugten als „Reichtum“ und „Armut“. Andere konnten sich nur schwer in die Rollen einfinden oder harmonierten nicht im Duo. Zu ihnen gehörten Taina als „Leben“ und Aline als „Pechmarie“.
Auf dem Sprung nach New York
Schon vor dem Shooting hatte ich verraten, wohin die nächste große Reise geht: nach New York! Ich wollte die Mädchen mit dieser Nachricht etwas anpieksen, damit sie sich richtig anstrengen. Nach dem kleinen Live-Walk am Entscheidungstag stand der Entschluss der Jury fest, zu der dieses Mal als Gast Hair-Stylistin Helena Faccenda gehörte: Aline und Taina müssen hier bleiben, weil ihr Potential im Gesamtpaket von dem der anderen Mädchen übertroffen wird. Die anderen fliegen. Carolin und Jennifer wegen der guten Shooting-Leistung sogar in der Business Class!
14 sind in New York dabei...
Wir haben Euch ein bißchen zappeln lassen, als wir am Ende der letzten Sendung nicht verrieten, wer ausscheiden muß. Ein bißchen Abwechslung tut auch einer Casting-Show gut und Ihr hattet so einmal ausgiebig Gelegenheit, Euch selbst ein Urteil zu bilden. Wer scheidet aus? Wir haben in der Jury, zu der dieses Mal Fotograf Kristian Schuller als Gast gehörte, die Aufgaben und die Entwicklung der Mädchen Revue passieren lassen. Wie hatten sie das Helikopter-Shooting bewältigt? Am Ende waren wir uns einig, daß von den 19 Kandidatinnen Rubina, Sandra und Aisha gehen müssen. Es sind schöne Mädchen, aber ihre Persönlichkeiten und Potentiale sind zu versteckt, um sie in der kurzen Zeit hervorzulocken.
16 Mädchen zum Umstyling
Für die 16 Mädchen, die eine Runde weiter kamen, wurde es besonders spannend: Sie fuhren zum Umstyling nach Düsseldorf! Im Frisörsalon von Carin Bartholomé hatten wir alle Spiegel mit Rollos verhangen, denn dieses Mal sollte kein Mädchen die Verwandlung beobachten können. Wir wollten alle überraschen – mit einer neuen Frisur, einer neuen Farbe, einem neuen Look. Für die Mädchen war das allerdings nicht nur ein Grund zur Freude. Manche hatten Muffensausen. Schließlich hatten sie keine Ahnung, was auf sie zukommt. Haare fielen zu Boden, es wurden Farben aufgetragen und Strähnchen gemacht. Bei Gina Lisa kullerten direkt die Tränen, weil sie kommen sah, was kommen musste: Der Abschied von ihren Extensions! Mit ihnen könnte sie sich auf keiner internationalen Bühne profilieren, aber sie hing an ihnen, weil sie bisher zu ihr gehört hatten. Sie waren Teil des Bildes, das sie von sich selbst hatte.
Eine Frisur, die zur Person passt
Wir hatten allerdings eine etwas andere Gina Lisa unter den vielen Haaren entdeckt. Auch bei den anderen Mädchen sahen wir Potentiale und Besonderheiten, die wir mit einer anderen Frisur besser hervorheben wollten. Es geht uns ja nicht darum, Haare abzuschneiden oder zu färben. Es geht darum, daß der Haarschnitt den Typ unterstreicht. Denn für ein Topmodel ist es sehr wichtig, daß es seinen eigenen Style findet und ihn pflegt. Er ist etwas Unverwechselbares.
Es war der Jury klar, daß bei einigen Mädchen das Umstyling ziemlich krass ausfallen würde. Aber ich wußte: Bei Helena Faccenda waren sie in besten Händen. Sie kümmert sich seit Jahren um meine Haare und hat mir jetzt meinen eigenen Pony-Schnitt beschert. Sie hat schon Bon Jovi und Naomi Campbell das Haar geschnitten und die Mädchen konnten stolz darauf sein, daß sie das Umstyling übernahm. Sie hat ein tolles Gespür dafür, welche Frisur zu wem paßt. Sie sieht nicht nur das Gesicht, sondern die ganze Person.
Mehr Profil
Manche Mädchen waren ganz offensichtlich erleichtert, daß ihre langen Haare blieben. Bei Bianca oder Kristina gab’s nicht soviel zu tun und auch bei einigen anderen fiel der neue Look nicht sehr krass aus. Ganz anders erging es dafür Gina Lisa, die ihre Mähne gegen einen Kurzhaarschnitt eintauschte, und Jennifer, deren braunes Haar sich zu einem modernen Blondschopf verkürzte. Auch Wanda wirkt mit dem kinnlangen Schnitt wesentlich attraktiver. Es ist ein toller aktueller Look, den sie sicher zu schätzen weiß, wenn die erste Tränen-Trauer über die verlorenen Haarzentimeter vorbei ist. Insgesamt haben die 16 Mädchen alle an Profil gewonnen und brauchen sich auf internationalen Bühnen nicht mehr zu verstecken.
Den eigenen Style finden und einsetzen
Die neue Frisur hat den Look der Mädchen verändert und wir wollten wissen, ob sie sich trotzdem stilsicher kleiden können. Bei einem Wettbewerb in einer Mode-Agentur ging es darum, das zu zeigen. Mich hat sehr gefreut, daß mit Sarah und Gisele zwei der schüchternen Kandidatinnen gewonnen haben. Sie hatten tolle Outfits zusammengestellt und durften als Lohn einmal kräftig shoppen!
Wer seinen Style finden will, muß vor allem eins wissen: Wer bin ich eigentlich? Denn nur wenn ich weiß, wer ich wirklich bin, kann ich mich authentisch und natürlich präsentieren und andere von mir überzeugen. Ein Personal-Coach ermunterte die Mädchen, sich der Vergangenheit zu stellen und ehrlich zu sich selbst zu sein, um daraus Kraft für die Zukunft zu schöpfen.
Ob das Janina motiviert hat? Jedenfalls hinterließ sie beim Casting eines Bekleidungsherstellers einen tollen Eindruck und durfte gleich einen Schuh-Werbefilm drehen. Den Spot zuvor hatte Vorjahrs-Siegerin Barbara Meier gemacht. Es war eine große Ehre für die Mädchen, daß ihnen schon während der Staffel solch ein Job angeboten wurde.
Shooting der Gegensätze
Allein ein Shooting zu bewältigen, ist schon nicht einfach. Aber zu zweit vor der Kamera zu posieren, ist noch einmal etwas ganz Anderes. Genau das mussten die Mädchen dieses Mal im Fotostudio tun: Als Pärchen verkörperten sie Gegensätze wie „Armut/Schönheit“, „Gefangen/Frei“, „Engel/Teufel“ oder „Schöne/Biest“. Fotograf Matt McCabe ist international erfolgreich und hat schon viele sehr schöne Bilder von mir gemacht. In der zweiten Topmodel-Staffel übernahm er das Eisshooting. Jetzt waren die Arbeitsbedingungen wesentlich angenehmer – mit Licht, Windmaschine und Matt McCabes klugen Anmerkungen.
Die Kostüme waren fantasievoll und animierten zu spielerischen Szenen. Manche Mädchen pushten sich gegenseitig, sie hatten Spaß und fanden gemeinsam zu immer neuen Bildern. Zu ihnen gehörten Vanessa und Jennifer, die „Klassik“ und „Rock“ darstellten. Auch Katharina und Carolin überzeugten als „Reichtum“ und „Armut“. Andere konnten sich nur schwer in die Rollen einfinden oder harmonierten nicht im Duo. Zu ihnen gehörten Taina als „Leben“ und Aline als „Pechmarie“.
Auf dem Sprung nach New York
Schon vor dem Shooting hatte ich verraten, wohin die nächste große Reise geht: nach New York! Ich wollte die Mädchen mit dieser Nachricht etwas anpieksen, damit sie sich richtig anstrengen. Nach dem kleinen Live-Walk am Entscheidungstag stand der Entschluss der Jury fest, zu der dieses Mal als Gast Hair-Stylistin Helena Faccenda gehörte: Aline und Taina müssen hier bleiben, weil ihr Potential im Gesamtpaket von dem der anderen Mädchen übertroffen wird. Die anderen fliegen. Carolin und Jennifer wegen der guten Shooting-Leistung sogar in der Business Class!
14 sind in New York dabei...

Sendung 5
New York, New York – mit Seal!
Es ist immer toll, wenn man in New York ankommt: das Häusermeer, die Wolkenkratzer, die Menschen aus vielen Ländern, das beeindruckt auch mich jedes Mal neu. Als die 14 Mädchen von Germany’s Next Topmodel by Heidi Klum dort ankamen, war es Abend und die Stadt ein einziges Lichtermeer. Sie konnten gar nicht glauben, wie lange die Geschäfte geöffnet haben und daß sie mittendrin wohnten – gleich gegenüber vom Madison Square Garden an der Fashion Avenue. Das Hotel hat 1700 Zimmer! Und das Empire State Building liegt fast um die Ecke.
Es war ein toller Zufall, daß mein Mann Seal genau an diesem Abend ein Konzert gab. Dazu lud er die Mädchen ein und so konnten sie sofort ins New Yorker Nightlife eintauchen. Es war ein toller Start in der Stadt und ich muß sagen, die Mädchen waren richtig gut drauf, auch wenn sie nach dem langen Flug und der Zeitverschiebung etwas müde waren.
Ich bin gespannt, wie sie hier ihre Chance ergreifen. New York ist eine Stadt der unbegrenzten Möglichkeiten, hier gehen viele Träume in Erfüllung. Auch meiner war dabei und ist wahr geworden. Es war harte Arbeit, aber ich hatte auch viel Spaß. Ich hoffe, daß die Mädchen ihr Bestes geben und vielleicht ihre ersten Schritte in der internationalen Modewelt machen. Hier sitzen alle Magazine, die besten Fotografen und viele Labels. Außerdem kamen wir rechtzeitig zur New York Fashion Week und ich fand, die Mädchen sollten bei Castings ihre Chance bekommen.
Laufsteg-Training in Strumpfhosen
Wer zum Casting geht, muß laufen können. Das Laufsteg-Training habe ich mit den Mädchen schon in Köln begonnen, ganz einfach in Strumpfhose und Top, damit ich ihre Körperbewegungen gut sehe. Aber in New York war die Kulisse natürlich eine völlig andere: Im 18. Stock des Hotels hatten wir den Catwalk aufgebaut, der Raum war an drei Seiten verglast und die Stadt lag uns praktisch zu Füßen. Insofern war es eine super Atmosphäre, um loszulegen.
Es ist wichtig, daß die Mädchen lernen, basic zu laufen: locker, flockig, gerade, cool. Ganz einfach, nichts Besonderes. Es soll ganz easy wirken, als würden sie auf der Straße gehen. Am Schluß stehen bleiben, eine einfache Pose – und zurück. Hüftschwünge, Grinsen oder sexy Posen sind zuviel. Beim Casting geht es meistens darum, einfach gerade und cool zu laufen. Es sei denn, der Kunde wünscht ausdrücklich etwas anderes. Wichtig ist auch, daß der Kunde Selbstbewußtsein sieht. Der Lauf ist eigentlich Nebensache, das meiste spielt sich im Gesicht ab. Der Körper ist relaxed, der Kopf denkt nicht nach, aber die Augen zeigen „Ich bin zuhause“, ich bin engagiert – und cool.
Bei manchen Mädchen habe ich große Fortschritte festgestellt. Jennifer entwickelt sich Tuckerchen für Tuckerchen weiter, Raquel macht ihre Sache schon prima, Gisele hat eine gute Attitude und Janina ebenfalls. Auch Sahra, die im Unterschied zum Beispiel zu Bianca noch keinerlei Laufsteg-Erfahrung hat, übt so fleißig, das ich inzwischen Verbesserungen sehe.
Beim Casting einfach und cool
Der Kunde hat bei einem Casting nur einen ganz kurzen Eindruck von einem Model, vielleicht blättert er noch ein bißchen im Buch. Deshalb ist es wichtig, diesen kurzen Moment zu nutzen. Beim Guten-Tag-Sagen kann ein Mädchen noch ganz es selbst sein, aber wenn es läuft – einfach und cool.
Die Kleidung ist beim Casting genauso: schlicht und figurbetont, damit der Designer sich sofort ein Bild machen kann, ob das Mädchen zu seinen Kleidern paßt. Eine enge Jeans und ein Top sind gut, alles nicht zu trendy. Kein Schmuck, wenig Schminke, aber die höchsten Hacken. Der Kunde soll das Mädchen sehen, wie es ist, und er soll sehen, wie sicher es auf hohen Schuhen unterwegs ist.
Topmodel Hana als Gast
Ich fand es toll, daß Hana Soukupová bei unserem Laufsteg-Training vorbei geschaut hat, obwohl sie an dem Tag zu vielen Castings für die Fashion Week ging. Ich glaube, es hat den Mädchen imponiert, sie zu sehen. Mit 14 Jahren hat sie in der Tschechischen Republik als Model angefangen, seit sechs Jahren lebt sie in New York. Jetzt ist sie 22 und gehört sie zu den Victoria’s Secret-Models, wir sind dieses Jahr in derselben Show gelaufen.
Sie hat etwas bestätigt, was ich den Mädchen auch immer wieder sage: Wenn ihr zu einem Casting geht und nicht genommen werdet, laßt euch nicht unterkriegen. Das darf man nicht persönlich nehmen, denn meistens wird ein bestimmter Typ gesucht. Deshalb am nächsten Tag einfach wieder aufstehen, Kopf hoch und weitermachen. Ich bin früher zu zehn Castings am Tag gegangen und habe immer wieder angeklopft.
Drei Castings auf einen Streich
Es war New York Fashion Week und die Stadt war voller Models. Da haben wir die Gelegenheit beim Schopf gefaßt und die Mädchen zu drei Castings geschickt: zu Sony Ericsson, die ein Gesicht für eine Handy-Werbung suchten, zu Miss Sixty, die eins unserer Mädchen für ihre Modenschau haben wollten, und zum Mode-Label Rock & Republic, die Models für ihre Modenschau casteten. Das war eine tolle Chance für alle. Sie haben es auch wirklich gut gemacht. Am Ende durfte Jennifer für das Handy Reklame machen und zum Shooting mit Fotograf Kristian Schuller. Sie hat von ihm für ihr professionelles Verhalten ein großes Lob bekommen. Mit ihren 16 Jahren ist sie auf dem gläsernen Laufsteg zwischen den Wolkenkratzern herumgelaufen wie ein alter Hase. Sie hat sich nicht mal die Kälte anmerken lassen. Während der Fotograf bei der eisigen Morgenstimmung die Fellkappe trug, die wir schon vom Helikopter-Shooting in Salzburg kannten, posierte Jennifer in einem hauchdünnen pinkfarbenen Kleidchen.
Bei den beiden anderen Castings räumte Janina ab. Vielleicht war der Sieg bei Rock & Republic sogar der schönste, denn dort traten die Kandidatinnen nicht nur gegeneinander an, sondern auch gegen Models, die längst im Business sind. Es war ein offenes Casting und an der Wand hingen schon Fotos von Julia Stegner und Isabell Fontana. Daß der Creative Director am Ende meinte, Janina sei das beste Model, das er an diesem Tag gesehen habe, das war schon ein tolles Kompliment. Für Janina bedeutete es bereits den dritten Job in dieser Staffel! Schade, daß sie auf dem Catwalk stolperte, als es darauf ankam. Aber so etwas passiert und ich hoffe, sie nimmt diesen Fehler als Ansporn.
Treppenlauf durchs Hotel
Wir hatten dieses Mal eine sehr lustige, aber auch sehr anstrengende Challenge in der Sendung: den Treppenlauf durchs Hotel. Die Mädchen mußten in Zweier-Teams vom 7. zum 18. Stockwerk im Treppenhaus hoch laufen und sich dabei entweder sportlich oder elegant oder casual stylen. Im 10. Stock warteten die Kleider an der Stange, im 13. die Schminkköfferchen und im 16. Stockwerk Accessoires wie Ohrringe, Ketten und Gürtel. Rolf Scheider gab das Startsignal und ich wartete mit Walkie-Talkie und Stoppuhr, bis die Teams schnaufend bei mir oben ankamen, wo sie dann noch einen relaxten Walk hinbekommen sollten. Es war witzig, was sich die Mädchen alles einfallen ließen. Gina-Lisa ließ das Schminken aus, Raquel hatte die Schuhe bis zum 18. Stock in der Hand und Sophia kam barfuß an. Am Ende siegten Wanda und Christina, die sich wirklich super gestylt hatten und nach dem Lauf noch recht gut bei Atem waren. Ihr Preis war etwas Besonderes: Sie durften mit zum Finale von „Project Runway“, meiner Designer-Casting-Show im US-Fernsehen. Die vierte Staffel ging gerade zu Ende, als wir in New York waren, und so mußte ich manchmal von den einen Dreharbeiten zu den anderen hüpfen und konnte die Challenge-Siegerinnen zur Abschluß-Modenschau mitnehmen.
Löwenbaby & Co.
In dieser Sendung war das Foto-Shooting besonders anspruchsvoll. Denn zum einen fand es in der Öffentlichkeit statt, mitten im New Yorker Trubel. Wir hatten die Orchard Street gesperrt, Lampen aufgebaut und zudem noch einige tierische Gäste eingeladen: Löwenbaby Goliath, Dogge Pheonix, Schimpanse Miky und Falke Saker. Sie waren alle mit ihren Tiertrainern gekommen und arbeiteten mit den Mädchen im Wechsel, um immer wieder lange Pausen zu haben. Manche dieser Tiere haben eine total enge Bindung an ihre Bezugsmenschen. Der kleine Löwe schlief zum Beispiel die Nacht, die er in New York verbrachte, mit seinem Trainer Terry unter einer Decke. Er war erst 16 Wochen alt und ich fand es so nett, mit ihm zu schmusen und ihm die Milchflasche zu geben. Auch Miky, der Schimpanse, war ein freundlicher Zeitgenosse. Dem machte das Shooting großen Spaß und er wollte mir unbedingt auch mal die Hand geben. Das war ein ganz drolliges Gefühl. Rau und etwas ledern fühlte sich Mikys Hand an.
Foto-Shooting mit Tieren
Die Mädchen mußten also nicht nur alleine vor der Kamera posieren, sondern ein Tier einbeziehen. Fotograf war Oliver Gast, der eigentlich aus Bochum kommt, aber schon seit zehn Jahren international unterwegs ist und Kampagnen für verschiedene große Firmen fotografiert hat. Manche Mädchen machten ihre Sache super, Christina zum Beispiel, die den Falken auf dem Arm hielt, als würde sie das jeden Tag machen. Andere bezwangen ihre Angst, wie Carolin, die zitterte, aber die Arbeit mit dem Raubvogel professionell durchzog. Andere waren weniger gut wie Elena, die sich eigentlich so auf ein Tier-Shooting gefreut hatte, aber Mühe hatte, mit der Dogge ein wirklich gutes Foto hinzubekommen. Gisele verweigerte sich total, brach in Tränen aus und wir alle konnten nicht verstehen, wo ihr Problem lag. Affe Miky hatte solchen Spaß und hätte gern mit ihr ein schönes Foto gemacht, aber sie weigerte sich und wollte auch nicht alleine über den Zebrastreifen laufen. So etwas geht natürlich gar nicht. Viele Kunden würden sie nicht noch einmal buchen.
Ein Mädchen fliegt zurück nach Deutschland
Am Ende eines langen Tages hatten wir viele sehr schöne Fotos, obwohl es superkalt gewesen war. Die Sonne, die New Yorker Kulisse und die fantasievollen Kleider von Anette Petermann haben dazu beigetragen. Die Berliner Designerin war übrigens extra zu den Dreharbeiten angereist, weil sie miterleben wollte, wie ihre Kreationen beim Shooting zum Einsatz kamen.
Welches Mädchen sollte dieses Mal gehen? Die Jury entschied sich für Elena, die Studentin aus Österreich, die schon einmal Miss Salzburg war. Sie hatte zwar mit dem kurzen Kleidchen und der Lockenfrisur sehr ansprechend ausgesehen und mit der Dogge ein sehr erfahrenes Tier-Model an die Seite bekommen, aber sie konnte vom Ausdruck nicht mit den anderen Mädchen mithalten. Die anderen haben größere Fortschritte gemacht. So mußte Elena am nächsten Tag zurück nach Deutschland fliegen – natürlich mit einer Begleitperson.
13 dürfen in New York bleiben...
Es ist immer toll, wenn man in New York ankommt: das Häusermeer, die Wolkenkratzer, die Menschen aus vielen Ländern, das beeindruckt auch mich jedes Mal neu. Als die 14 Mädchen von Germany’s Next Topmodel by Heidi Klum dort ankamen, war es Abend und die Stadt ein einziges Lichtermeer. Sie konnten gar nicht glauben, wie lange die Geschäfte geöffnet haben und daß sie mittendrin wohnten – gleich gegenüber vom Madison Square Garden an der Fashion Avenue. Das Hotel hat 1700 Zimmer! Und das Empire State Building liegt fast um die Ecke.
Es war ein toller Zufall, daß mein Mann Seal genau an diesem Abend ein Konzert gab. Dazu lud er die Mädchen ein und so konnten sie sofort ins New Yorker Nightlife eintauchen. Es war ein toller Start in der Stadt und ich muß sagen, die Mädchen waren richtig gut drauf, auch wenn sie nach dem langen Flug und der Zeitverschiebung etwas müde waren.
Ich bin gespannt, wie sie hier ihre Chance ergreifen. New York ist eine Stadt der unbegrenzten Möglichkeiten, hier gehen viele Träume in Erfüllung. Auch meiner war dabei und ist wahr geworden. Es war harte Arbeit, aber ich hatte auch viel Spaß. Ich hoffe, daß die Mädchen ihr Bestes geben und vielleicht ihre ersten Schritte in der internationalen Modewelt machen. Hier sitzen alle Magazine, die besten Fotografen und viele Labels. Außerdem kamen wir rechtzeitig zur New York Fashion Week und ich fand, die Mädchen sollten bei Castings ihre Chance bekommen.
Laufsteg-Training in Strumpfhosen
Wer zum Casting geht, muß laufen können. Das Laufsteg-Training habe ich mit den Mädchen schon in Köln begonnen, ganz einfach in Strumpfhose und Top, damit ich ihre Körperbewegungen gut sehe. Aber in New York war die Kulisse natürlich eine völlig andere: Im 18. Stock des Hotels hatten wir den Catwalk aufgebaut, der Raum war an drei Seiten verglast und die Stadt lag uns praktisch zu Füßen. Insofern war es eine super Atmosphäre, um loszulegen.
Es ist wichtig, daß die Mädchen lernen, basic zu laufen: locker, flockig, gerade, cool. Ganz einfach, nichts Besonderes. Es soll ganz easy wirken, als würden sie auf der Straße gehen. Am Schluß stehen bleiben, eine einfache Pose – und zurück. Hüftschwünge, Grinsen oder sexy Posen sind zuviel. Beim Casting geht es meistens darum, einfach gerade und cool zu laufen. Es sei denn, der Kunde wünscht ausdrücklich etwas anderes. Wichtig ist auch, daß der Kunde Selbstbewußtsein sieht. Der Lauf ist eigentlich Nebensache, das meiste spielt sich im Gesicht ab. Der Körper ist relaxed, der Kopf denkt nicht nach, aber die Augen zeigen „Ich bin zuhause“, ich bin engagiert – und cool.
Bei manchen Mädchen habe ich große Fortschritte festgestellt. Jennifer entwickelt sich Tuckerchen für Tuckerchen weiter, Raquel macht ihre Sache schon prima, Gisele hat eine gute Attitude und Janina ebenfalls. Auch Sahra, die im Unterschied zum Beispiel zu Bianca noch keinerlei Laufsteg-Erfahrung hat, übt so fleißig, das ich inzwischen Verbesserungen sehe.
Beim Casting einfach und cool
Der Kunde hat bei einem Casting nur einen ganz kurzen Eindruck von einem Model, vielleicht blättert er noch ein bißchen im Buch. Deshalb ist es wichtig, diesen kurzen Moment zu nutzen. Beim Guten-Tag-Sagen kann ein Mädchen noch ganz es selbst sein, aber wenn es läuft – einfach und cool.
Die Kleidung ist beim Casting genauso: schlicht und figurbetont, damit der Designer sich sofort ein Bild machen kann, ob das Mädchen zu seinen Kleidern paßt. Eine enge Jeans und ein Top sind gut, alles nicht zu trendy. Kein Schmuck, wenig Schminke, aber die höchsten Hacken. Der Kunde soll das Mädchen sehen, wie es ist, und er soll sehen, wie sicher es auf hohen Schuhen unterwegs ist.
Topmodel Hana als Gast
Ich fand es toll, daß Hana Soukupová bei unserem Laufsteg-Training vorbei geschaut hat, obwohl sie an dem Tag zu vielen Castings für die Fashion Week ging. Ich glaube, es hat den Mädchen imponiert, sie zu sehen. Mit 14 Jahren hat sie in der Tschechischen Republik als Model angefangen, seit sechs Jahren lebt sie in New York. Jetzt ist sie 22 und gehört sie zu den Victoria’s Secret-Models, wir sind dieses Jahr in derselben Show gelaufen.
Sie hat etwas bestätigt, was ich den Mädchen auch immer wieder sage: Wenn ihr zu einem Casting geht und nicht genommen werdet, laßt euch nicht unterkriegen. Das darf man nicht persönlich nehmen, denn meistens wird ein bestimmter Typ gesucht. Deshalb am nächsten Tag einfach wieder aufstehen, Kopf hoch und weitermachen. Ich bin früher zu zehn Castings am Tag gegangen und habe immer wieder angeklopft.
Drei Castings auf einen Streich
Es war New York Fashion Week und die Stadt war voller Models. Da haben wir die Gelegenheit beim Schopf gefaßt und die Mädchen zu drei Castings geschickt: zu Sony Ericsson, die ein Gesicht für eine Handy-Werbung suchten, zu Miss Sixty, die eins unserer Mädchen für ihre Modenschau haben wollten, und zum Mode-Label Rock & Republic, die Models für ihre Modenschau casteten. Das war eine tolle Chance für alle. Sie haben es auch wirklich gut gemacht. Am Ende durfte Jennifer für das Handy Reklame machen und zum Shooting mit Fotograf Kristian Schuller. Sie hat von ihm für ihr professionelles Verhalten ein großes Lob bekommen. Mit ihren 16 Jahren ist sie auf dem gläsernen Laufsteg zwischen den Wolkenkratzern herumgelaufen wie ein alter Hase. Sie hat sich nicht mal die Kälte anmerken lassen. Während der Fotograf bei der eisigen Morgenstimmung die Fellkappe trug, die wir schon vom Helikopter-Shooting in Salzburg kannten, posierte Jennifer in einem hauchdünnen pinkfarbenen Kleidchen.
Bei den beiden anderen Castings räumte Janina ab. Vielleicht war der Sieg bei Rock & Republic sogar der schönste, denn dort traten die Kandidatinnen nicht nur gegeneinander an, sondern auch gegen Models, die längst im Business sind. Es war ein offenes Casting und an der Wand hingen schon Fotos von Julia Stegner und Isabell Fontana. Daß der Creative Director am Ende meinte, Janina sei das beste Model, das er an diesem Tag gesehen habe, das war schon ein tolles Kompliment. Für Janina bedeutete es bereits den dritten Job in dieser Staffel! Schade, daß sie auf dem Catwalk stolperte, als es darauf ankam. Aber so etwas passiert und ich hoffe, sie nimmt diesen Fehler als Ansporn.
Treppenlauf durchs Hotel
Wir hatten dieses Mal eine sehr lustige, aber auch sehr anstrengende Challenge in der Sendung: den Treppenlauf durchs Hotel. Die Mädchen mußten in Zweier-Teams vom 7. zum 18. Stockwerk im Treppenhaus hoch laufen und sich dabei entweder sportlich oder elegant oder casual stylen. Im 10. Stock warteten die Kleider an der Stange, im 13. die Schminkköfferchen und im 16. Stockwerk Accessoires wie Ohrringe, Ketten und Gürtel. Rolf Scheider gab das Startsignal und ich wartete mit Walkie-Talkie und Stoppuhr, bis die Teams schnaufend bei mir oben ankamen, wo sie dann noch einen relaxten Walk hinbekommen sollten. Es war witzig, was sich die Mädchen alles einfallen ließen. Gina-Lisa ließ das Schminken aus, Raquel hatte die Schuhe bis zum 18. Stock in der Hand und Sophia kam barfuß an. Am Ende siegten Wanda und Christina, die sich wirklich super gestylt hatten und nach dem Lauf noch recht gut bei Atem waren. Ihr Preis war etwas Besonderes: Sie durften mit zum Finale von „Project Runway“, meiner Designer-Casting-Show im US-Fernsehen. Die vierte Staffel ging gerade zu Ende, als wir in New York waren, und so mußte ich manchmal von den einen Dreharbeiten zu den anderen hüpfen und konnte die Challenge-Siegerinnen zur Abschluß-Modenschau mitnehmen.
Löwenbaby & Co.
In dieser Sendung war das Foto-Shooting besonders anspruchsvoll. Denn zum einen fand es in der Öffentlichkeit statt, mitten im New Yorker Trubel. Wir hatten die Orchard Street gesperrt, Lampen aufgebaut und zudem noch einige tierische Gäste eingeladen: Löwenbaby Goliath, Dogge Pheonix, Schimpanse Miky und Falke Saker. Sie waren alle mit ihren Tiertrainern gekommen und arbeiteten mit den Mädchen im Wechsel, um immer wieder lange Pausen zu haben. Manche dieser Tiere haben eine total enge Bindung an ihre Bezugsmenschen. Der kleine Löwe schlief zum Beispiel die Nacht, die er in New York verbrachte, mit seinem Trainer Terry unter einer Decke. Er war erst 16 Wochen alt und ich fand es so nett, mit ihm zu schmusen und ihm die Milchflasche zu geben. Auch Miky, der Schimpanse, war ein freundlicher Zeitgenosse. Dem machte das Shooting großen Spaß und er wollte mir unbedingt auch mal die Hand geben. Das war ein ganz drolliges Gefühl. Rau und etwas ledern fühlte sich Mikys Hand an.
Foto-Shooting mit Tieren
Die Mädchen mußten also nicht nur alleine vor der Kamera posieren, sondern ein Tier einbeziehen. Fotograf war Oliver Gast, der eigentlich aus Bochum kommt, aber schon seit zehn Jahren international unterwegs ist und Kampagnen für verschiedene große Firmen fotografiert hat. Manche Mädchen machten ihre Sache super, Christina zum Beispiel, die den Falken auf dem Arm hielt, als würde sie das jeden Tag machen. Andere bezwangen ihre Angst, wie Carolin, die zitterte, aber die Arbeit mit dem Raubvogel professionell durchzog. Andere waren weniger gut wie Elena, die sich eigentlich so auf ein Tier-Shooting gefreut hatte, aber Mühe hatte, mit der Dogge ein wirklich gutes Foto hinzubekommen. Gisele verweigerte sich total, brach in Tränen aus und wir alle konnten nicht verstehen, wo ihr Problem lag. Affe Miky hatte solchen Spaß und hätte gern mit ihr ein schönes Foto gemacht, aber sie weigerte sich und wollte auch nicht alleine über den Zebrastreifen laufen. So etwas geht natürlich gar nicht. Viele Kunden würden sie nicht noch einmal buchen.
Ein Mädchen fliegt zurück nach Deutschland
Am Ende eines langen Tages hatten wir viele sehr schöne Fotos, obwohl es superkalt gewesen war. Die Sonne, die New Yorker Kulisse und die fantasievollen Kleider von Anette Petermann haben dazu beigetragen. Die Berliner Designerin war übrigens extra zu den Dreharbeiten angereist, weil sie miterleben wollte, wie ihre Kreationen beim Shooting zum Einsatz kamen.
Welches Mädchen sollte dieses Mal gehen? Die Jury entschied sich für Elena, die Studentin aus Österreich, die schon einmal Miss Salzburg war. Sie hatte zwar mit dem kurzen Kleidchen und der Lockenfrisur sehr ansprechend ausgesehen und mit der Dogge ein sehr erfahrenes Tier-Model an die Seite bekommen, aber sie konnte vom Ausdruck nicht mit den anderen Mädchen mithalten. Die anderen haben größere Fortschritte gemacht. So mußte Elena am nächsten Tag zurück nach Deutschland fliegen – natürlich mit einer Begleitperson.
13 dürfen in New York bleiben...

Sendung 6
On top of the Rock!
Die Stadt lag uns zu Füßen! Auf dem Dach des Rockefeller Centers, mit Blick über ganz New York mussten die Mädchen die nächste Challenge bestehen. Das war wirklich außergewöhnlich und herausragend. Ihr müsst Euch das vorstellen: Auf der Aussichtsterrasse im 70 Stock, 259 Meter hoch über New York. Wir konnten von dort ganz Manhattan sehen. Der Hudson River, das Empire State Building, das Chrysler Building - das alles hat man im Blick. Mich faszinieren an New York immer wieder die Intensität des Lebens und die vielen Facetten: Mode, Kunst, Kultur, Architektur, Restaurants, coole Bars und so weiter. In New York gibt es einfach alles. Und der Big Apple schläft wirklich nie! Die aufregendste Stadt der Welt so zu sehen war für die Mädchen hoffentlich ein Motivationskick. Der Knaller war Rolf. Er würde auch mit dem Fallschirm vom Rockefeller Center springen, wenn es den Mädchen hilft. Um die Mädchen aus der Reserve zu locken, hat er mit Peyman einige Szenen vorgespielt. Die Verführungsszene der beiden ist auf jeden Fall ein ganz heißer Kandidat für den nächsten Golden Globe!
Janina bei Miss Sixty
Da ist Janina ein ganzes Stück weiter. Das merken auch die Kunden, wir ihr Erfolg bei Rock&Republic und Miss Sixty zeigt. Den einen Stolperer auf dem Catwalk hat sie ganz gut aus dem Kopf bekommen, als sie die Miss Sixty-Show gelaufen ist. Die übrigen Mädchen waren richtig stolz auf sie. Zu Recht. Sie hat zwischen den ganzen Mädels echt einen souveränen und professionellen Auftritt hingelegt.
Heiße Jungs am kühlen Strand
Am Jones Beach, direkt vor New York, stand ein Shooting mit dem Starfotograf Russell James an. Das ist eine klasse Location mit der Skyline des Big Apple im Hintergrund. Zehn Kilometer traumhafter Strand, direkt am Atlantik. Nur die Temperaturen waren nicht wirklich sommerlich. Um das Ganze für die Mädchen etwas schwieriger zu machen, mussten sie nicht nur in Unterwäsche posen, sondern auch noch mit einem gutaussehenden männlichen Model.
Die dritte Herausforderung – neben den Temperaturen und den unbekannten Jungs – war Russell James, einer der bekanntesten und berühmtesten Mode- und Starfotografen. Ich habe mit ihm schon Bilder für Victoria’s Secret geschossen. Seine Motive sind auf den Titeln aller großen Modezeitschriften. Berühmte Stars wie Scarlett Johansson lassen sich von Russell porträtieren. So gut er ist, so hoch sind auch seine Ansprüche. Man muss schnell verstehen, was er will. Dann gibt es sensationelle Fotos.
Janina und ein paar andere haben während des Shootings wohl zu sehr an ihre Freunde gedacht. Natürlich ist es erst einmal ein eigenartiges Gefühl, so eine Vertrautheit zu spielen. Dazu gehört halt ein ganz natürliches Berühren des Anderen und seines Körpers. Aber das muss man ganz professionell sehen. Das darf nichts mit persönlichen Vorlieben oder Abneigungen zu tun haben. Diese Regeln gelten halt in der Modelwelt – auch für die Jungs wie Björn.
Die ganze Aufregung hat den Bildern sehr gut getan, fand ich. Einige Mädchen haben super gepost, sehr sexy – denen war offensichtlich nicht kalt. Die haben es richtig genossen, nach so vielen Tagen nur unter Frauen mal wieder Jungs zu sehen. Auch Gisele war von ihrem Shooting-Partner recht angetan und hat ihn direkt abgeknutscht.
Mich hat es sehr gefreut, dass Sarah über ihren Schatten gesprungen ist. Sie wollte ja zunächst im Baby-Doll posen – das geht aber nicht, wenn Bikini-Fotos gefragt sind. Es muss für alle gerecht sein. Ich wollte nicht, dass Sarah aufgibt und habe deshalb noch länger mit ihr gesprochen. Mich hat beeindruckt, wie sie in den letzten Tagen sich selber motiviert, trainiert und immer weiterentwickelt. Sie hat sich am Strand echt ein Herz gefasst und ist doch im Bikini aufgelaufen. Am Ende haben wir beide uns gefreut, dass sie es gemacht hat.
Es gibt nicht nur nette Menschen
Diese Binsenweisheit haben wir bei der nächsten Challenge so richtig ausgelebt. Zwei Models mit Schauspiel-Talent waren die Sparringspartner für die Mädchen. Und die beiden haben alles gegeben: Blöde Anmache, versucht, die Mädchen zu verunsichern, getuschelt und so weiter. Von all diesem Kram darf man sich nicht ablenken lassen. Rolf, Peyman und ich konnten mit einer Minikamera alles genau verfolgen. Sarah hat sich bequatschen lassen, Janina wurde ein bisschen motzig – das alles verändert einen. Souverän und freundlich sein Ding durchziehen – das ist gefragt. Mich hat gewundert, dass die Nummer unserer beiden Lockvögel keinem aufgefallen ist. Das war zum Teil wirklich wie bei „Versteckte Kamera“. Am lockersten haben Sophia, Vanessa und Raquel reagiert.
Belohnung 1: Shooting für die Cosmopolitan
Als Preis gab es für die drei ein Shooting für die Cosmopolitan – mit mir! Das war spaßig, zusammen mit den Mädchen vor der Kamera zu stehen. Wir haben eine kleine Fashion Story geshootet, zusammen auf Harley Davidson. Petra Gessulat war ebenfalls vor Ort und hat die Mädchen noch einmal unter die Lupe genommen. Uns beiden ist aufgefallen, dass die drei sich schon ein ganzes Stück weiter entwickelt haben. Es war aber auch zu sehen, wo es noch hakt. Konzentration und Selbstbewusstsein – das ist einfach das Wichtigste für ein Topmodel. Dann kann man super mit der Kamera „spielen“ und es kommen richtig schöne Fotos dabei raus.
Belohnung 2: Casting bei Custo Barcelona
Vier weitere Mädchen – Janina, Gisele, Bianca und Jennifer – bekamen als Belohnung die Chance, sich beim offiziellen Casting von Custo Barcelona vorzustellen. Custo ist eine hippe Marke aus Barcelona. Sehr farbig, mit ungewöhnlichen Motiven und Grafiken. Richtigen Renner sind die bedruckten T-Shirts von Custo. Beim Casting war Janina dann schon sehr souverän, aber das Rennen machte Gisele. Sie war unglaublich aufgeregt und glücklich. Ich hatte den Eindruck, dass ihr die Wettkampferfahrung von Reitturnieren geholfen hat, mit dem Stress klarzukommen. Und sie hat es echt klasse gemacht. Das Einzige, was uns auffiel: Vor Nervosität hat sie sehr häufig gezwinkert.
Die fünf Mädchen, die nichts gewonnen hatten, blieben im Hotel und nutzten die Zeit für ein Anti-Next-Top-Moppel-Training – sehr lobenswert!
Entscheidung mit Sex-Appeal
Nach den heißen Bikini-Fotos war unser Motto für die Entscheidung: super, super, super sexy. Als Gastjurorin war das Topmodel Alex Wek dabei. Ihre unglaublich tolle Ausstrahlung beeindruckt mich immer wieder neu. Sie hat wirklich eine Menge Erfahrung und den Mädchen gute Tipps gegeben. Ich hoffe, dass die Mädchen bei ihren Kommentaren genau hingehört haben und auf Alex’ treffende Worte hören. Beim ersten Durchgang fehlten uns allen dann die Worte. Das war wirklich trist. Keine Ausstrahlung, von Sex-Appeal ganz zu schweigen. Es gab einen zweiten Durchlauf, ansonsten hätten wir alle eigentlich nach Hause schicken müssen. Nach unseren deutlichen Worten hatten alle Mädels es endlich verstanden. Siehe da: Beim 2. Durchgang knisterte die Luft. Auch unser scheues Rehlein Christina zeigte, dass sie ein scharfer Hase sein kann.
Dennoch: Nicht alle haben sich so entwickelt, wie wir es erhofft und erwartet haben. Deshalb musste uns Katharina verlassen.
Wer als zweite gehen muss? Das könnt ihr erst nächste Woche erfahren. Unsere siamesischen Zwillinge, Gina-Lisa und Sarah, haben sich noch vor der Jury gestritten, ob eine im Rennen bleiben soll oder beide gehen. Es war von Beginn an klar. Nur eine von beiden hat die Chance, Germany’s Next Topmodel zu werden. Der Moment musste kommen.
Stay tuned + alles Liebe
Die Stadt lag uns zu Füßen! Auf dem Dach des Rockefeller Centers, mit Blick über ganz New York mussten die Mädchen die nächste Challenge bestehen. Das war wirklich außergewöhnlich und herausragend. Ihr müsst Euch das vorstellen: Auf der Aussichtsterrasse im 70 Stock, 259 Meter hoch über New York. Wir konnten von dort ganz Manhattan sehen. Der Hudson River, das Empire State Building, das Chrysler Building - das alles hat man im Blick. Mich faszinieren an New York immer wieder die Intensität des Lebens und die vielen Facetten: Mode, Kunst, Kultur, Architektur, Restaurants, coole Bars und so weiter. In New York gibt es einfach alles. Und der Big Apple schläft wirklich nie! Die aufregendste Stadt der Welt so zu sehen war für die Mädchen hoffentlich ein Motivationskick. Der Knaller war Rolf. Er würde auch mit dem Fallschirm vom Rockefeller Center springen, wenn es den Mädchen hilft. Um die Mädchen aus der Reserve zu locken, hat er mit Peyman einige Szenen vorgespielt. Die Verführungsszene der beiden ist auf jeden Fall ein ganz heißer Kandidat für den nächsten Golden Globe!
Janina bei Miss Sixty
Da ist Janina ein ganzes Stück weiter. Das merken auch die Kunden, wir ihr Erfolg bei Rock&Republic und Miss Sixty zeigt. Den einen Stolperer auf dem Catwalk hat sie ganz gut aus dem Kopf bekommen, als sie die Miss Sixty-Show gelaufen ist. Die übrigen Mädchen waren richtig stolz auf sie. Zu Recht. Sie hat zwischen den ganzen Mädels echt einen souveränen und professionellen Auftritt hingelegt.
Heiße Jungs am kühlen Strand
Am Jones Beach, direkt vor New York, stand ein Shooting mit dem Starfotograf Russell James an. Das ist eine klasse Location mit der Skyline des Big Apple im Hintergrund. Zehn Kilometer traumhafter Strand, direkt am Atlantik. Nur die Temperaturen waren nicht wirklich sommerlich. Um das Ganze für die Mädchen etwas schwieriger zu machen, mussten sie nicht nur in Unterwäsche posen, sondern auch noch mit einem gutaussehenden männlichen Model.
Die dritte Herausforderung – neben den Temperaturen und den unbekannten Jungs – war Russell James, einer der bekanntesten und berühmtesten Mode- und Starfotografen. Ich habe mit ihm schon Bilder für Victoria’s Secret geschossen. Seine Motive sind auf den Titeln aller großen Modezeitschriften. Berühmte Stars wie Scarlett Johansson lassen sich von Russell porträtieren. So gut er ist, so hoch sind auch seine Ansprüche. Man muss schnell verstehen, was er will. Dann gibt es sensationelle Fotos.
Janina und ein paar andere haben während des Shootings wohl zu sehr an ihre Freunde gedacht. Natürlich ist es erst einmal ein eigenartiges Gefühl, so eine Vertrautheit zu spielen. Dazu gehört halt ein ganz natürliches Berühren des Anderen und seines Körpers. Aber das muss man ganz professionell sehen. Das darf nichts mit persönlichen Vorlieben oder Abneigungen zu tun haben. Diese Regeln gelten halt in der Modelwelt – auch für die Jungs wie Björn.
Die ganze Aufregung hat den Bildern sehr gut getan, fand ich. Einige Mädchen haben super gepost, sehr sexy – denen war offensichtlich nicht kalt. Die haben es richtig genossen, nach so vielen Tagen nur unter Frauen mal wieder Jungs zu sehen. Auch Gisele war von ihrem Shooting-Partner recht angetan und hat ihn direkt abgeknutscht.
Mich hat es sehr gefreut, dass Sarah über ihren Schatten gesprungen ist. Sie wollte ja zunächst im Baby-Doll posen – das geht aber nicht, wenn Bikini-Fotos gefragt sind. Es muss für alle gerecht sein. Ich wollte nicht, dass Sarah aufgibt und habe deshalb noch länger mit ihr gesprochen. Mich hat beeindruckt, wie sie in den letzten Tagen sich selber motiviert, trainiert und immer weiterentwickelt. Sie hat sich am Strand echt ein Herz gefasst und ist doch im Bikini aufgelaufen. Am Ende haben wir beide uns gefreut, dass sie es gemacht hat.
Es gibt nicht nur nette Menschen
Diese Binsenweisheit haben wir bei der nächsten Challenge so richtig ausgelebt. Zwei Models mit Schauspiel-Talent waren die Sparringspartner für die Mädchen. Und die beiden haben alles gegeben: Blöde Anmache, versucht, die Mädchen zu verunsichern, getuschelt und so weiter. Von all diesem Kram darf man sich nicht ablenken lassen. Rolf, Peyman und ich konnten mit einer Minikamera alles genau verfolgen. Sarah hat sich bequatschen lassen, Janina wurde ein bisschen motzig – das alles verändert einen. Souverän und freundlich sein Ding durchziehen – das ist gefragt. Mich hat gewundert, dass die Nummer unserer beiden Lockvögel keinem aufgefallen ist. Das war zum Teil wirklich wie bei „Versteckte Kamera“. Am lockersten haben Sophia, Vanessa und Raquel reagiert.
Belohnung 1: Shooting für die Cosmopolitan
Als Preis gab es für die drei ein Shooting für die Cosmopolitan – mit mir! Das war spaßig, zusammen mit den Mädchen vor der Kamera zu stehen. Wir haben eine kleine Fashion Story geshootet, zusammen auf Harley Davidson. Petra Gessulat war ebenfalls vor Ort und hat die Mädchen noch einmal unter die Lupe genommen. Uns beiden ist aufgefallen, dass die drei sich schon ein ganzes Stück weiter entwickelt haben. Es war aber auch zu sehen, wo es noch hakt. Konzentration und Selbstbewusstsein – das ist einfach das Wichtigste für ein Topmodel. Dann kann man super mit der Kamera „spielen“ und es kommen richtig schöne Fotos dabei raus.
Belohnung 2: Casting bei Custo Barcelona
Vier weitere Mädchen – Janina, Gisele, Bianca und Jennifer – bekamen als Belohnung die Chance, sich beim offiziellen Casting von Custo Barcelona vorzustellen. Custo ist eine hippe Marke aus Barcelona. Sehr farbig, mit ungewöhnlichen Motiven und Grafiken. Richtigen Renner sind die bedruckten T-Shirts von Custo. Beim Casting war Janina dann schon sehr souverän, aber das Rennen machte Gisele. Sie war unglaublich aufgeregt und glücklich. Ich hatte den Eindruck, dass ihr die Wettkampferfahrung von Reitturnieren geholfen hat, mit dem Stress klarzukommen. Und sie hat es echt klasse gemacht. Das Einzige, was uns auffiel: Vor Nervosität hat sie sehr häufig gezwinkert.
Die fünf Mädchen, die nichts gewonnen hatten, blieben im Hotel und nutzten die Zeit für ein Anti-Next-Top-Moppel-Training – sehr lobenswert!
Entscheidung mit Sex-Appeal
Nach den heißen Bikini-Fotos war unser Motto für die Entscheidung: super, super, super sexy. Als Gastjurorin war das Topmodel Alex Wek dabei. Ihre unglaublich tolle Ausstrahlung beeindruckt mich immer wieder neu. Sie hat wirklich eine Menge Erfahrung und den Mädchen gute Tipps gegeben. Ich hoffe, dass die Mädchen bei ihren Kommentaren genau hingehört haben und auf Alex’ treffende Worte hören. Beim ersten Durchgang fehlten uns allen dann die Worte. Das war wirklich trist. Keine Ausstrahlung, von Sex-Appeal ganz zu schweigen. Es gab einen zweiten Durchlauf, ansonsten hätten wir alle eigentlich nach Hause schicken müssen. Nach unseren deutlichen Worten hatten alle Mädels es endlich verstanden. Siehe da: Beim 2. Durchgang knisterte die Luft. Auch unser scheues Rehlein Christina zeigte, dass sie ein scharfer Hase sein kann.
Dennoch: Nicht alle haben sich so entwickelt, wie wir es erhofft und erwartet haben. Deshalb musste uns Katharina verlassen.
Wer als zweite gehen muss? Das könnt ihr erst nächste Woche erfahren. Unsere siamesischen Zwillinge, Gina-Lisa und Sarah, haben sich noch vor der Jury gestritten, ob eine im Rennen bleiben soll oder beide gehen. Es war von Beginn an klar. Nur eine von beiden hat die Chance, Germany’s Next Topmodel zu werden. Der Moment musste kommen.
Stay tuned + alles Liebe

Sendung 7
Mit elf Mädchen zurück nach Deutschland/Eine von uns beiden muss jetzt gehen…
Am Ende der letzten Sendung war Euch nicht klar, ob Sarah oder Gina-Lisa weiter im Rennen sind. Wir hatten nur für Sarah ein Foto, sie konnte weiterkommen. Gina-Lisa musste lange auf sie einreden, bis sie sich endlich entschied, ihre Chance wahrzunehmen. Aus lauter Solidarität wollte Sarah zunächst aufhören. Oder Angst? Ich habe mich dabei absichtlich zurückgehalten, denn sie muss es selber wollen. Ihr Selbstbewusstsein und der unbedingte Willen – das sind noch die größten Hürden für sie.
Generell hatte Sarah sich in den letzten Tagen mehr entwickelt, während Gina-Lisa bei den Shootings häufig die selben alten Fehler machte. Es tut mir leid, dass Gina-Lisa sich auf den Heimweg machen musste. Es war immer sehr spaßig mit ihr. Man muss sie einfach gerne haben.
Aber es ist halt so, dass der Model-Beruf oft ein Einzelgänger-Dasein bedeutet. Das sollten die Mädchen wissen. Der beste Freund ist der Trolley … na ja, zumindest der Freund, der immer dabei ist.
Danach sagten wir „Good bye“ zu New York. Für uns alle waren es aufregende Tage. Die Castings, Shows, Shootings, die Fashion Week, dazu diese wahnsinnige Stadt – das war pures Adrenalin.
Casting am Flughafen
Mit dem Flieger ging es über den „großen Teich“ zurück nach Köln. Die Mädchen freuten sich schon auf ihr Modelhaus und vor allem auf ihre Betten. So ein Flug schlaucht. Stress gehört aber zu unserem Beruf wie Fotografen und Visagisten. Es kam, wie es kommen musste. Peyman hatte noch am Gepäckband eine „frohe“ Nachricht für die Mädchen: das nächste Casting. So bekommen die Mädels einen echten Eindruck, was als Model auf sie wartet. In der Zeit geht’s richtig rund.
Paris lockt und ruft
Das Design-Label Talbot Runhof sucht für seine Show in Paris noch ein Model. Vielleicht auch zwei oder drei. Bei der Show sollen Abendkleider präsentiert werden. Dafür war schlicht, elegant und klassisch gefragt. Entscheidend sind bei so einer Aufgabe die Gesichter und der Ausdruck. Obwohl die Mädchen echt gerädert waren, haben sich alle ins Zeug gelegt. Johnny Talbot und Adrian Runhof, die beiden Köpfe des Labels, waren von der Professionalität unserer Mädchen sehr angetan. Das hören wir in der Jury natürlich gerne! Sechs kamen in die engere Auswahl. Eine definitive Zusage gab es nach dem zweiten Walk in den Kleidern des Labels für Janina und Christina. Jennifer bekam – erstmal nur – das Flugticket und eine Einladung. Wenn sie ihr Laufen noch verbessert, sollte sie auch auf den Catwalk. Vor allem für Christina hat es mich gefreut – ihr erster Job!
Nach dem Casting ging es dann zurück ins Modelhaus. Das war ein ruhiger Abend – so früh sind die meisten wohl zuletzt in der Grundschule ins Bett gegangen.
It’s a man’s world….
Am nächsten Morgen holten wir die Mädchen zum Shooting ab. Wir wollten eine ganz grundsätzliche Veränderung erreichen. Alles, was sie an Wandlungsfähigkeit und Ausdruck haben, aus ihnen rauskitzeln. Deshalb sollten sie als Männer posen. Koteletten, Bärte, (komische) Perücken – die Visagisten haben sich wirklich viel Mühe gegeben. Als Christina mit Schnäuzer in die Maske marschierte, sind die anderen auf ihren Stühlen zusammengezuckt. Und ich glaube nicht, vor Freude…
Die Shootingpartner sollten den Mädchen noch mal einen Push geben, so richtig in eine andere Rolle zu schlüpfen. Deshalb hatten wir noch drei Drag Queens eingeladen. Die drei machten direkt richtig Party, als sie in das Fotostudio kamen. Als Fotograf war Oliver Schulze aus Köln mit am Set. Mir hat das Shooting super gefallen. Das war schon sehr lustig.
Für jedes Pärchen hatten wir ein anderes Kostüm ausgewählt: Braut & Bräutigam, Flamencotänzer, Geschäftsmann mit Sekretärin, Rocker mit Groupie und so weiter. Dazu gab es dann noch die passende Musik. Die Drag Queens waren richtig cool, die haben alles voll mitgespielt. Und – leider – manchmal auch intensiver als die Mädchen. Es dauert bei einigen immer noch zu lange, bis sie sich in eine Rolle fallen lassen. Oliver und ich mussten sogar vortanzen, um Gisele aus der Reserve zu locken. Ich kann es den Mädchen nur immer wieder sagen: Als erfolgreiches Fotomodel ist man oft Entertainer.
Ihr konntet bestimmt gut sehen, welche Mädchen sich gut in eine andere Person reindenken konnten. Die haben mit Action losgelegt und standen nicht steif und stumm rum. Man muss dann einfach andere Posen einnehmen oder mit dem Gesichtsausdruck rumprobieren.
Richtig gut gefallen haben mir Christina, die sich als Bauarbeiter richtig „rotzig“ aufführte, und Sophie mit ihrem Brusthaartoupet als Sonny-Crockett-Kopie. Auch „Chefarzt Dr. Sarah“ war fast nicht mehr zu bremsen – der Knaller. Wir haben sie natürlich sehr übertreiben lassen und die Cliches durchspielen lassen.
Drei Musketiere in Paris
Für Christina, Janina und Jennifer ging’s dann los nach Paris, zu Talbot Runhof. Das Designerduo ist für seine Abendroben berühmt, viele Promis auch in den USA lieben die Kleider für den großen Auftritt. Jennifer hatte für den Catwalk noch eifrig geübt, aber sie konnte die beiden Designer nicht direkt überzeugen. Eine kleine Chance bekam sie noch, kurzfristig über die „Reserveliste“ in den Kreis der Models zu schlüpfen. Johnny Talbot hat es genau auf den Punkt gebracht: Jedes Detail, die Location, alles ist hundertprozentig perfekt – und so müssen auch die Mädchen passen. Mit genau dieser Sorgfalt suchen die erfolgreichen Labels die passenden Typen.
Zum Trost gingen die drei mit Rolf und Peyman essen. Peyman war etwas angefressen, dass Jennifer nicht richtig von sich überzeugt war. Er hat ihr kräftig ins Gewissen geredet: Mehr Selbstbewusstsein, weniger Zweifel und den Ehrgeiz auch zeigen – dann klappt’s. Und wie bestellt klingelt das Telefon, Johnny mit einer schönen Nachricht für unsere Jüngste. Vor allem ihr Gesicht war der Grund, dass Talbot Runhof sie auf dem Catwalk sehen wollten. Wie es sich für Paris gehört, wurde auf die schöne Nachricht mit einem Glas Champagner angestoßen.
Glamour, die Erste, in Paris
Die Show von Talbot Runhof fand in der Deutschen Botschaft in Paris statt. Sehr edle Räume, kein klassischer Catwalk, sondern die Models mussten zwischen den Stuhlreihen die Abendkleider präsentieren. Unter den Gästen waren Nina Ruge, Petra Gessulat und Gudrun Landgrebe. Die drei haben sich aber glänzend geschlagen. Petra hatte die Mädchen zwei Wochen nicht gesehen und war natürlich gespannt wie ein Flitzebogen. Aber: Ihr sind die drei nicht aufgefallen, denn sie hat keinen Unterschied zu den professionellen Models gesehen. Da seht ihr, wie sehr die Mädchen sich in der Zeit entwickelt haben.
Casting für Castro
Mittlerweile steigt der Druck bei den Mädchen, die noch keinen Job bekommen haben. Sie merken, dass die Erfolge den anderen als Motivationsschub richtig gut tun und so helfen. Die nächste Gelegenheit bekamen sie prompt: Wir hatten ein Casting für das israelische Label Castro organisiert. Castro, die Nr. 1 in Israel für Casual und Young Fashion, suchte für seine Show in Tel Aviv noch Models. Da durften sie dann vorlaufen, nur Bianca und Janina fehlten mit einer heftigen Erkältung.
Ihr merkt bestimmt bei der Sendung, wie schnell sich unsere Gäste, die Designer und Castingdirektoren ein Urteil über die Models bilden können.
Vanessa und Wanda machten mit einem selbstsicheren Auftritt ihren ersten Job klar. Auch Jennifer durfte sich auf Tel Aviv freuen – die „Kleine“ nimmt Fahrt auf…
Glamour, die Zweite, in Wiesbaden
Statt gemütlichem Chillen im Modelhaus hatte ich die Mädchen mit Petras Hilfe auf die Gästeliste für einen Riesen-Event gesetzt: der Prix de Beauté der Cosmopolitan. Die Zeit war zwar knapp, um sich in die schicke Abendgarderobe zu werfen, aber damit kommen die Mädchen mittlerweile schon ganz gut klar. Deshalb hatte ich mir für den Abend einen anderen Test überlegt. Als Model bewegt man sich in der Öffentlichkeit, und da ist das Terrain häufig „rutschig“. Boulevardreporter warten nur darauf, dass man einen Fehler macht. Karin, unser Lockvogel, zeigt, wie schnell so etwas geht. Ein paar lockere Fragen und plötzlich geht es ans Eingemachte. Die Mädchen können sich das bei Barbara Meyer abschauen. Fragen zur Privatsphäre wie nach der Unterwäsche gehen niemanden etwas an. Da charmant Nein zu sagen – das müssen die Mädchen noch lernen.
Holländischer Support bei der Auswahl
Für unsere Entscheidung wollten wir einen Live-Walk von den Mädchen im Abendstil sehen. Kleider, Accessoires, Frisur und Make-up mussten sie selber zusammenstellen. Als Gast war dieses Mal Yfke Sturm dabei. Sie ist selber Model und moderiert die holländische Ausgabe von „Next Topmodel“. Die Diskussionen mit ihr sind natürlich klasse, sie kennt die Situation ja selber aus dem Effeff. Yfke springt auch aus ihrem Stuhl, um den Mädchen etwas vorzumachen, wie sie z. B. den Gesichtsausdruck mehr variieren können oder die Schultern beim Catwalk ruhig halten sollen. Und lernwillig sind die Mädchen ja alle. Es muss allerdings auch umgesetzt werden. Das haben wir die letzten Tage bei Bianca vermisst, weshalb sie uns verlassen musste.
Mich hat gefreut, dass Sarah endlich deutlich sagt: „Ich will aber!“ Der Ehrgeiz ist wichtig, genauso wie ein selbstsicherer Auftritt.
Yfke sieht bei drei, vier Mädchen das Potenzial zum Topmodel. Zehn sind noch dabei, und nur eine kann es werden. Es bleibt spannend.
Alles Liebe
Am Ende der letzten Sendung war Euch nicht klar, ob Sarah oder Gina-Lisa weiter im Rennen sind. Wir hatten nur für Sarah ein Foto, sie konnte weiterkommen. Gina-Lisa musste lange auf sie einreden, bis sie sich endlich entschied, ihre Chance wahrzunehmen. Aus lauter Solidarität wollte Sarah zunächst aufhören. Oder Angst? Ich habe mich dabei absichtlich zurückgehalten, denn sie muss es selber wollen. Ihr Selbstbewusstsein und der unbedingte Willen – das sind noch die größten Hürden für sie.
Generell hatte Sarah sich in den letzten Tagen mehr entwickelt, während Gina-Lisa bei den Shootings häufig die selben alten Fehler machte. Es tut mir leid, dass Gina-Lisa sich auf den Heimweg machen musste. Es war immer sehr spaßig mit ihr. Man muss sie einfach gerne haben.
Aber es ist halt so, dass der Model-Beruf oft ein Einzelgänger-Dasein bedeutet. Das sollten die Mädchen wissen. Der beste Freund ist der Trolley … na ja, zumindest der Freund, der immer dabei ist.
Danach sagten wir „Good bye“ zu New York. Für uns alle waren es aufregende Tage. Die Castings, Shows, Shootings, die Fashion Week, dazu diese wahnsinnige Stadt – das war pures Adrenalin.
Casting am Flughafen
Mit dem Flieger ging es über den „großen Teich“ zurück nach Köln. Die Mädchen freuten sich schon auf ihr Modelhaus und vor allem auf ihre Betten. So ein Flug schlaucht. Stress gehört aber zu unserem Beruf wie Fotografen und Visagisten. Es kam, wie es kommen musste. Peyman hatte noch am Gepäckband eine „frohe“ Nachricht für die Mädchen: das nächste Casting. So bekommen die Mädels einen echten Eindruck, was als Model auf sie wartet. In der Zeit geht’s richtig rund.
Paris lockt und ruft
Das Design-Label Talbot Runhof sucht für seine Show in Paris noch ein Model. Vielleicht auch zwei oder drei. Bei der Show sollen Abendkleider präsentiert werden. Dafür war schlicht, elegant und klassisch gefragt. Entscheidend sind bei so einer Aufgabe die Gesichter und der Ausdruck. Obwohl die Mädchen echt gerädert waren, haben sich alle ins Zeug gelegt. Johnny Talbot und Adrian Runhof, die beiden Köpfe des Labels, waren von der Professionalität unserer Mädchen sehr angetan. Das hören wir in der Jury natürlich gerne! Sechs kamen in die engere Auswahl. Eine definitive Zusage gab es nach dem zweiten Walk in den Kleidern des Labels für Janina und Christina. Jennifer bekam – erstmal nur – das Flugticket und eine Einladung. Wenn sie ihr Laufen noch verbessert, sollte sie auch auf den Catwalk. Vor allem für Christina hat es mich gefreut – ihr erster Job!
Nach dem Casting ging es dann zurück ins Modelhaus. Das war ein ruhiger Abend – so früh sind die meisten wohl zuletzt in der Grundschule ins Bett gegangen.
It’s a man’s world….
Am nächsten Morgen holten wir die Mädchen zum Shooting ab. Wir wollten eine ganz grundsätzliche Veränderung erreichen. Alles, was sie an Wandlungsfähigkeit und Ausdruck haben, aus ihnen rauskitzeln. Deshalb sollten sie als Männer posen. Koteletten, Bärte, (komische) Perücken – die Visagisten haben sich wirklich viel Mühe gegeben. Als Christina mit Schnäuzer in die Maske marschierte, sind die anderen auf ihren Stühlen zusammengezuckt. Und ich glaube nicht, vor Freude…
Die Shootingpartner sollten den Mädchen noch mal einen Push geben, so richtig in eine andere Rolle zu schlüpfen. Deshalb hatten wir noch drei Drag Queens eingeladen. Die drei machten direkt richtig Party, als sie in das Fotostudio kamen. Als Fotograf war Oliver Schulze aus Köln mit am Set. Mir hat das Shooting super gefallen. Das war schon sehr lustig.
Für jedes Pärchen hatten wir ein anderes Kostüm ausgewählt: Braut & Bräutigam, Flamencotänzer, Geschäftsmann mit Sekretärin, Rocker mit Groupie und so weiter. Dazu gab es dann noch die passende Musik. Die Drag Queens waren richtig cool, die haben alles voll mitgespielt. Und – leider – manchmal auch intensiver als die Mädchen. Es dauert bei einigen immer noch zu lange, bis sie sich in eine Rolle fallen lassen. Oliver und ich mussten sogar vortanzen, um Gisele aus der Reserve zu locken. Ich kann es den Mädchen nur immer wieder sagen: Als erfolgreiches Fotomodel ist man oft Entertainer.
Ihr konntet bestimmt gut sehen, welche Mädchen sich gut in eine andere Person reindenken konnten. Die haben mit Action losgelegt und standen nicht steif und stumm rum. Man muss dann einfach andere Posen einnehmen oder mit dem Gesichtsausdruck rumprobieren.
Richtig gut gefallen haben mir Christina, die sich als Bauarbeiter richtig „rotzig“ aufführte, und Sophie mit ihrem Brusthaartoupet als Sonny-Crockett-Kopie. Auch „Chefarzt Dr. Sarah“ war fast nicht mehr zu bremsen – der Knaller. Wir haben sie natürlich sehr übertreiben lassen und die Cliches durchspielen lassen.
Drei Musketiere in Paris
Für Christina, Janina und Jennifer ging’s dann los nach Paris, zu Talbot Runhof. Das Designerduo ist für seine Abendroben berühmt, viele Promis auch in den USA lieben die Kleider für den großen Auftritt. Jennifer hatte für den Catwalk noch eifrig geübt, aber sie konnte die beiden Designer nicht direkt überzeugen. Eine kleine Chance bekam sie noch, kurzfristig über die „Reserveliste“ in den Kreis der Models zu schlüpfen. Johnny Talbot hat es genau auf den Punkt gebracht: Jedes Detail, die Location, alles ist hundertprozentig perfekt – und so müssen auch die Mädchen passen. Mit genau dieser Sorgfalt suchen die erfolgreichen Labels die passenden Typen.
Zum Trost gingen die drei mit Rolf und Peyman essen. Peyman war etwas angefressen, dass Jennifer nicht richtig von sich überzeugt war. Er hat ihr kräftig ins Gewissen geredet: Mehr Selbstbewusstsein, weniger Zweifel und den Ehrgeiz auch zeigen – dann klappt’s. Und wie bestellt klingelt das Telefon, Johnny mit einer schönen Nachricht für unsere Jüngste. Vor allem ihr Gesicht war der Grund, dass Talbot Runhof sie auf dem Catwalk sehen wollten. Wie es sich für Paris gehört, wurde auf die schöne Nachricht mit einem Glas Champagner angestoßen.
Glamour, die Erste, in Paris
Die Show von Talbot Runhof fand in der Deutschen Botschaft in Paris statt. Sehr edle Räume, kein klassischer Catwalk, sondern die Models mussten zwischen den Stuhlreihen die Abendkleider präsentieren. Unter den Gästen waren Nina Ruge, Petra Gessulat und Gudrun Landgrebe. Die drei haben sich aber glänzend geschlagen. Petra hatte die Mädchen zwei Wochen nicht gesehen und war natürlich gespannt wie ein Flitzebogen. Aber: Ihr sind die drei nicht aufgefallen, denn sie hat keinen Unterschied zu den professionellen Models gesehen. Da seht ihr, wie sehr die Mädchen sich in der Zeit entwickelt haben.
Casting für Castro
Mittlerweile steigt der Druck bei den Mädchen, die noch keinen Job bekommen haben. Sie merken, dass die Erfolge den anderen als Motivationsschub richtig gut tun und so helfen. Die nächste Gelegenheit bekamen sie prompt: Wir hatten ein Casting für das israelische Label Castro organisiert. Castro, die Nr. 1 in Israel für Casual und Young Fashion, suchte für seine Show in Tel Aviv noch Models. Da durften sie dann vorlaufen, nur Bianca und Janina fehlten mit einer heftigen Erkältung.
Ihr merkt bestimmt bei der Sendung, wie schnell sich unsere Gäste, die Designer und Castingdirektoren ein Urteil über die Models bilden können.
Vanessa und Wanda machten mit einem selbstsicheren Auftritt ihren ersten Job klar. Auch Jennifer durfte sich auf Tel Aviv freuen – die „Kleine“ nimmt Fahrt auf…
Glamour, die Zweite, in Wiesbaden
Statt gemütlichem Chillen im Modelhaus hatte ich die Mädchen mit Petras Hilfe auf die Gästeliste für einen Riesen-Event gesetzt: der Prix de Beauté der Cosmopolitan. Die Zeit war zwar knapp, um sich in die schicke Abendgarderobe zu werfen, aber damit kommen die Mädchen mittlerweile schon ganz gut klar. Deshalb hatte ich mir für den Abend einen anderen Test überlegt. Als Model bewegt man sich in der Öffentlichkeit, und da ist das Terrain häufig „rutschig“. Boulevardreporter warten nur darauf, dass man einen Fehler macht. Karin, unser Lockvogel, zeigt, wie schnell so etwas geht. Ein paar lockere Fragen und plötzlich geht es ans Eingemachte. Die Mädchen können sich das bei Barbara Meyer abschauen. Fragen zur Privatsphäre wie nach der Unterwäsche gehen niemanden etwas an. Da charmant Nein zu sagen – das müssen die Mädchen noch lernen.
Holländischer Support bei der Auswahl
Für unsere Entscheidung wollten wir einen Live-Walk von den Mädchen im Abendstil sehen. Kleider, Accessoires, Frisur und Make-up mussten sie selber zusammenstellen. Als Gast war dieses Mal Yfke Sturm dabei. Sie ist selber Model und moderiert die holländische Ausgabe von „Next Topmodel“. Die Diskussionen mit ihr sind natürlich klasse, sie kennt die Situation ja selber aus dem Effeff. Yfke springt auch aus ihrem Stuhl, um den Mädchen etwas vorzumachen, wie sie z. B. den Gesichtsausdruck mehr variieren können oder die Schultern beim Catwalk ruhig halten sollen. Und lernwillig sind die Mädchen ja alle. Es muss allerdings auch umgesetzt werden. Das haben wir die letzten Tage bei Bianca vermisst, weshalb sie uns verlassen musste.
Mich hat gefreut, dass Sarah endlich deutlich sagt: „Ich will aber!“ Der Ehrgeiz ist wichtig, genauso wie ein selbstsicherer Auftritt.
Yfke sieht bei drei, vier Mädchen das Potenzial zum Topmodel. Zehn sind noch dabei, und nur eine kann es werden. Es bleibt spannend.
Alles Liebe

Sendung 8
Sexy Fotos und Freudentränen
Für Vanessa, Jennifer und Wanda gab es in der letzten Woche gleich ein echtes Highlight. Rein in den Flieger und ab nach Israel! Sie hatten sich im Casting durchgesetzt und durften auf der Show des angesagten Labels Castro Mode in Tel Aviv laufen. Okay, die israelische Metropole ist nicht Paris. Aber dafür ist Tel Aviv in der Modewelt schwer im Kommen. Vor der Show wurden die drei Mädchen noch richtig gestylt – Haare und Make up in Topform gebracht. Natürlich stieg bei den Dreien das Lampenfieber sekündlich. Besonders Wanda hatte Probleme mit den Schuhen. Ein Zeh blutete sogar, doch bekanntlich kennen Indianer keinen Schmerz und sie machte schließlich ihre Sache sehr gut. Überhaupt bekamen Wanda, Jennifer und Vanessa ein großes Lob von den Veranstaltern ausgesprochen. Da sieht man doch, dass unsere harte Arbeit langsam Früchte trägt. Nach der Show ging es dann gleich wieder in den Flieger. Zeit, um Land und Leute kennen zulernen bleibt da nicht. Auch daran muss sich ein Model gewöhnen.
Am nächsten Tag ging es in Köln weiter – und zwar mit einem Laufstegtraining. Da war ich dann wieder voll in meinem Element. Die Mädchen hatten dabei die Gelegenheit, mir ihr ganzes Repertoire zu zeigen – mal frech, mal kühl, mal sexy. Besonders unsere „Mathematikerin“ Vanessa hatte wieder Probleme aus sich herauszugehen. Sie ist einfach in solchen Situationen noch nicht locker genug und zu sehr Kopfmensch. Ich denke, dass sie meine Tipps beherzigen und in Zukunft dann noch souveräner auftreten. Nach diesem Warm up ging es dann bei der nächsten Challenge richtig los.
Der „Vertical Catwalk“: Eine echte Herausforderung
Als ich den Mädchen sagte, dass sie jetzt eine neue Perspektive erleben würden, blickte ich in fragende Gesichter. In einem Gebäudeareal hatten wir eine Anlage aufbauen lassen, mit der man, durch ein Seil gesichert, eine Wand herunter laufen kann. Unsere Wand war allerdings einige Stockwerke hoch – quasi ein „Vertical Catwalk“. Da wurden einige doch recht blass, als sie begriffen, was jetzt von ihnen gefordert wird. Jochen Schweizer, der Organisator, und ich machten es uns am Fuße der Hochhausfassade in Liegstühlen bequem. Sogar ein bisschen Sonnenschein hatten wir da. Ich war mit einem Megaphon ausgestattet, um die Girls zu motivieren. Eins war auf jeden Fall schon vor der Challenge klar: Wer auf dem Skywalk des Rockefeller Centers Angst hatte, dem lag diese Aufgabe auch nicht. Als Erste war unsere Schweizer Raquel dran. Die sollte doch die Höhe gewöhnt sein! Am Anfang konnte sie sich allerdings nicht überwinden, den Schritt ins Nichts zu wagen. Schließlich ging sie doch über die Klippe. Auf halber Strecke wurde sie sogar richtig locker und begann zu posen und zeigte einen coolen Hüftschwung acht Meter über dem Boden. Auch die anderen Mädchen überwanden ihre Angst vor der Höhe und lieferten auf dem Weg nach unten mehr oder weniger gelungene Performances ab. Darauf kam es in erster Linie aber auch nicht an. Die Mädels sollten beweisen, dass sie sich in solchen Situationen selbst überwinden können. Sie dürfen zu Recht auf sich stolz sein. Und der Adrenalinkick war sicher eine ganz besondere Erfahrung. Gisele konnte nicht über ihren Schatten springen.
Ein ganz besonderes Bonbon hatten wir für die Mädchen noch zum Schluss der Challenge. Juror Rolf wagte ebenfalls den Abstieg an der Hauswand entlang, eskortiert von Wanda. Allerdings war ihm dabei ganz schön mulmig und er gab später freimütig zu, dass er mit seinem Leben schon abgeschlossen hatte. Frei nach dem Motto „No pain, no gain“ gab es für die zwei Siegerinnen eine tolle Belohnung. Vanessa und Wanda durften sich für jeweils 2.000 Euro mit neuen Sportklamotten einkleiden. Die Beiden brachten die Kasse so richtig zum Glühen. Vanessa ließ sich sogar hinreißen zu sagen, dass sie jetzt vielleicht sogar mit Sport anfangen würde. Keine Sorge! Wir werden Dich zu gegebener Zeit daran erinnern!
Casting bei VW
Das raue Modelleben hatte die Mädchen aber schon am nächsten Tag zurück. Bei einem Casting von VW konnten sie einen Job für das Shooting eines Kalenders ergattern. Gar keine so leichte Aufgabe, denn sie mussten sich selbst und das Auto ganz ohne Anweisungen in Szene setzen. Besonders Carolin, Sarah und Raquel standen bei dieser Challenge unter Druck, da sie bislang für noch keinen Job gebucht wurden. Die Mädchen haben es der dreiköpfigen Casting-Crew von VW dann allerdings sehr schwer gemacht. Die Entscheidung fiel nicht leicht. Am Ende setzten sich dann Sophia, Jennifer, Janina, Carolin, Gisele und Wanda durch. Sarah und Raquel blieben erneut ohne Job. Jetzt wird es aber langsam Zeit…
Beim Shooting ließen es die Mädchen dann so richtig krachen. Zuvor ging es aber natürlich erstmal wieder in die Maske. Die Mädchen wurden in sexy Outfits gesteckt und bekamen natürlich, passend zum Job, das richtige Make-up. Unser Star-Fotograf Ranking, der schon Kira Knightley, George Clooney, Kylie Minogue, Michael Jackson und mich vor der Linse hatte, gab den Girls noch kurze Anweisungen, wie sie mit den verschiedenen Miniatur-Modellen der VWs richtig posen und schon ging es los. Die Mädchen gaben alles und das Ergebnis kann sich sehen lassen. Im Herbst können sie sich dann in dem VW-Kalender bewundern. Keine schlechte Referenz für weitere Jobs!
Haarextensions für 30.000 Euro und viel nackte Haut
Ein echtes Luxusprogramm habe ich den Mädels dann beim nächsten Shooting spendiert. Es gab richtig etwas auf den Kopf – nämlich Extensions im Wert von 30.000 Euro. Da waren die Mädchen doch schon ordentlich beeindruckt. „Endlich wieder Haare“, freute sich Wanda. Natürlich wollte ich es den Mädchen dann doch nicht ganz so einfach machen. Mit ihren langen Mähnen sollten sie nämlich nackt posieren und die Haare dazu nutzen, ihre Rundungen zu verdecken. Da bekamen einige doch schon kalte Füße. Selbst die Tatsache, dass sie zumindest ein kleines Höschen tragen durften, beruhigte sie nicht unbedingt. Ich hatte beim Shooting eine Aufgabe, um die mich sicher viele Männer beneidet haben – ich arrangierte die Extensions so, dass nichts Pikantes zu sehen war. Solche Bilder sind sowieso viel spannender – da bleibt mehr Spielraum für die Fantasie.
Vor dem Shooting machte sich besonders unser Kücken Jennifer Sorgen, was ihre Familie von den Aufnahmen halten würde. Sie lieferte dann aber einen ganzen tollen Job vor der Kamera des Fotografen Philippe Kerlo, der schon in der letzten Staffel mit von der Partie war, ab. In ihren Augen war Feuer zu erkennen. Sie konnte auf Knopfdruck richtig sexy gucken. Das ist es, was man in der Modelbranche braucht! Auch Janina, Christina und Gisele gaben eine hervorragende Figur vor Philippes Kamera ab. Das Shooting war für die Jury sehr wichtig. So konnten wir die Mädchen einmal in einem ganz anderen Licht kennen lernen. Und ich muss sagen, Hut ab vor der Leistung meiner Mädels. Das Shooting hat mir sehr gut gefallen und ich bin stolz auf die Ergebnisse. Ich bin sicher, dass Ihr auch schon die Fortschritte der Mädchen bemerkt habt.
Apropos stolz! Ich fand es ganz toll, wie die Girls Janinas Geburtstag gefeiert haben. Trotz aller Konkurrenz haben ihr alle ganz süß gratuliert und sich mit ihr gefreut. An Geburts- und Feiertagen fällt es allerdings immer ganz besonders auf, dass man seine Lieben schon lange nicht mehr gesehen hat. Und natürlich kullerten auch bei den Mädchen einige Tränen. Heimweh kommt in unserem Job immer mal wieder vor. Da muss man durch. Dagegen gibt es aber Abhilfe. Und deshalb habe ich mich für die Mädchen richtig ins Zeug gelegt…
Familie und Freunde unterstützten die Mädchen
Zum Tag der Entscheidung habe ich die Familien und Freude meiner Girls eingeladen. Es ist nämlich ganz wichtig, dass die Verwandtschaft hinter einem steht. Ich hatte immer die volle Unterstützung meiner Eltern und das hat vieles leichter gemacht. Vor der Überraschung mussten die Mädchen aber noch auf dem Laufsteg überzeugen und einmal Pret à Porter und Haute Couture vorführen. Die Jury wollte natürlich noch so viele Eindrücke wie möglich sammeln, bevor sie eine Entscheidung traf. Die Familie und Freunde platzierten wir dann direkt neben dem Laufsteg. Was dann passierte, überraschte mich allerdings ein wenig. Die Mädchen waren so konzentriert, dass sie ihre Lieben erst gar nicht wahrnahmen. Beim zweiten Durchgang wurde ihnen so richtig klar, wer im Publikum saß. Bei der „Reunion“ nach dem zweiten Lauf gab es natürlich kein Halten mehr. Bei den Mädchen kullerten Freudentränen, als sie ihre Lieben nach der langen Zeit wieder in die Arme nehmen konnten.
Vier Wackelkandidatinnen
Trotz aller Freude musste die Jury aber noch eine Entscheidung treffen. Schließlich kann nur ein Mädchen Germany’s next Topmodel werden. Zur Halbzeit der Show sollten die Mädchen doch schon deutliche Fortschritte gemacht haben. Peyman, Rolf, Gastjuror Philippe Kerlo und ich haben es uns dann auch nicht leicht gemacht. Wir haben alle Eindrücke der vergangenen Woche gesammelt und sind zu dem Schluss gekommen, dass vier Mädchen auf der Kippe standen: Sophia, Christina, Carolin und Sarah. Alle vier hatten sich Schwächen erlaubt. Entweder auf dem Catwalk, beim Shooting oder es war einfach keine Entwicklung nach vorne zu erkennen. Besonders Sarah hatte Probleme beim Shooting. Nachdem es in den letzten Wochen besser wurde, machte sie nun wieder einen Schritt zurück. Auch Carolin konnte unseren Fotografen Philippe Kerlo nicht überzeugen. Christina offenbart immer noch Schwächen auf dem Laufsteg. Auch am Tag der Entscheidung war es so. Dennoch reichte es für das Trio, um im Rennen zu bleiben. Wir glauben, dass sie ihr Potenzial noch nicht ausgereizt haben. Leider mussten wir uns daher von Sophia verabschieden. Wir haben ihr immer gesagt, dass gutes Aussehen alleine nicht reicht. Ehrgeiz, Biss und das besondere Etwas gehören ebenfalls dazu. Das hat uns zuletzt gefehlt und wir haben auch nicht mehr daran geglaubt, es noch aus ihr herauszukitzeln.
Für unsere neun verbliebenen Mädchen hatte ich nach Abschluss der Entscheidungsrunde noch eine ganz besondere Überraschung parat, denn schließlich wusste keine, wohin der weitere Weg führen würde. Als ein Känguru auf den Catwalk hoppelte, war es dann aber schnell klar: Wir fliegen nach Australien! Da gab es bei den Mädchen kein Halten mehr. Ich freue mich schon auf die nächsten Challenges und Shootings Down Under und bin gespannt, wie es mit unseren neun Schönheiten weiter geht.
Alles Liebe
Für Vanessa, Jennifer und Wanda gab es in der letzten Woche gleich ein echtes Highlight. Rein in den Flieger und ab nach Israel! Sie hatten sich im Casting durchgesetzt und durften auf der Show des angesagten Labels Castro Mode in Tel Aviv laufen. Okay, die israelische Metropole ist nicht Paris. Aber dafür ist Tel Aviv in der Modewelt schwer im Kommen. Vor der Show wurden die drei Mädchen noch richtig gestylt – Haare und Make up in Topform gebracht. Natürlich stieg bei den Dreien das Lampenfieber sekündlich. Besonders Wanda hatte Probleme mit den Schuhen. Ein Zeh blutete sogar, doch bekanntlich kennen Indianer keinen Schmerz und sie machte schließlich ihre Sache sehr gut. Überhaupt bekamen Wanda, Jennifer und Vanessa ein großes Lob von den Veranstaltern ausgesprochen. Da sieht man doch, dass unsere harte Arbeit langsam Früchte trägt. Nach der Show ging es dann gleich wieder in den Flieger. Zeit, um Land und Leute kennen zulernen bleibt da nicht. Auch daran muss sich ein Model gewöhnen.
Am nächsten Tag ging es in Köln weiter – und zwar mit einem Laufstegtraining. Da war ich dann wieder voll in meinem Element. Die Mädchen hatten dabei die Gelegenheit, mir ihr ganzes Repertoire zu zeigen – mal frech, mal kühl, mal sexy. Besonders unsere „Mathematikerin“ Vanessa hatte wieder Probleme aus sich herauszugehen. Sie ist einfach in solchen Situationen noch nicht locker genug und zu sehr Kopfmensch. Ich denke, dass sie meine Tipps beherzigen und in Zukunft dann noch souveräner auftreten. Nach diesem Warm up ging es dann bei der nächsten Challenge richtig los.
Der „Vertical Catwalk“: Eine echte Herausforderung
Als ich den Mädchen sagte, dass sie jetzt eine neue Perspektive erleben würden, blickte ich in fragende Gesichter. In einem Gebäudeareal hatten wir eine Anlage aufbauen lassen, mit der man, durch ein Seil gesichert, eine Wand herunter laufen kann. Unsere Wand war allerdings einige Stockwerke hoch – quasi ein „Vertical Catwalk“. Da wurden einige doch recht blass, als sie begriffen, was jetzt von ihnen gefordert wird. Jochen Schweizer, der Organisator, und ich machten es uns am Fuße der Hochhausfassade in Liegstühlen bequem. Sogar ein bisschen Sonnenschein hatten wir da. Ich war mit einem Megaphon ausgestattet, um die Girls zu motivieren. Eins war auf jeden Fall schon vor der Challenge klar: Wer auf dem Skywalk des Rockefeller Centers Angst hatte, dem lag diese Aufgabe auch nicht. Als Erste war unsere Schweizer Raquel dran. Die sollte doch die Höhe gewöhnt sein! Am Anfang konnte sie sich allerdings nicht überwinden, den Schritt ins Nichts zu wagen. Schließlich ging sie doch über die Klippe. Auf halber Strecke wurde sie sogar richtig locker und begann zu posen und zeigte einen coolen Hüftschwung acht Meter über dem Boden. Auch die anderen Mädchen überwanden ihre Angst vor der Höhe und lieferten auf dem Weg nach unten mehr oder weniger gelungene Performances ab. Darauf kam es in erster Linie aber auch nicht an. Die Mädels sollten beweisen, dass sie sich in solchen Situationen selbst überwinden können. Sie dürfen zu Recht auf sich stolz sein. Und der Adrenalinkick war sicher eine ganz besondere Erfahrung. Gisele konnte nicht über ihren Schatten springen.
Ein ganz besonderes Bonbon hatten wir für die Mädchen noch zum Schluss der Challenge. Juror Rolf wagte ebenfalls den Abstieg an der Hauswand entlang, eskortiert von Wanda. Allerdings war ihm dabei ganz schön mulmig und er gab später freimütig zu, dass er mit seinem Leben schon abgeschlossen hatte. Frei nach dem Motto „No pain, no gain“ gab es für die zwei Siegerinnen eine tolle Belohnung. Vanessa und Wanda durften sich für jeweils 2.000 Euro mit neuen Sportklamotten einkleiden. Die Beiden brachten die Kasse so richtig zum Glühen. Vanessa ließ sich sogar hinreißen zu sagen, dass sie jetzt vielleicht sogar mit Sport anfangen würde. Keine Sorge! Wir werden Dich zu gegebener Zeit daran erinnern!
Casting bei VW
Das raue Modelleben hatte die Mädchen aber schon am nächsten Tag zurück. Bei einem Casting von VW konnten sie einen Job für das Shooting eines Kalenders ergattern. Gar keine so leichte Aufgabe, denn sie mussten sich selbst und das Auto ganz ohne Anweisungen in Szene setzen. Besonders Carolin, Sarah und Raquel standen bei dieser Challenge unter Druck, da sie bislang für noch keinen Job gebucht wurden. Die Mädchen haben es der dreiköpfigen Casting-Crew von VW dann allerdings sehr schwer gemacht. Die Entscheidung fiel nicht leicht. Am Ende setzten sich dann Sophia, Jennifer, Janina, Carolin, Gisele und Wanda durch. Sarah und Raquel blieben erneut ohne Job. Jetzt wird es aber langsam Zeit…
Beim Shooting ließen es die Mädchen dann so richtig krachen. Zuvor ging es aber natürlich erstmal wieder in die Maske. Die Mädchen wurden in sexy Outfits gesteckt und bekamen natürlich, passend zum Job, das richtige Make-up. Unser Star-Fotograf Ranking, der schon Kira Knightley, George Clooney, Kylie Minogue, Michael Jackson und mich vor der Linse hatte, gab den Girls noch kurze Anweisungen, wie sie mit den verschiedenen Miniatur-Modellen der VWs richtig posen und schon ging es los. Die Mädchen gaben alles und das Ergebnis kann sich sehen lassen. Im Herbst können sie sich dann in dem VW-Kalender bewundern. Keine schlechte Referenz für weitere Jobs!
Haarextensions für 30.000 Euro und viel nackte Haut
Ein echtes Luxusprogramm habe ich den Mädels dann beim nächsten Shooting spendiert. Es gab richtig etwas auf den Kopf – nämlich Extensions im Wert von 30.000 Euro. Da waren die Mädchen doch schon ordentlich beeindruckt. „Endlich wieder Haare“, freute sich Wanda. Natürlich wollte ich es den Mädchen dann doch nicht ganz so einfach machen. Mit ihren langen Mähnen sollten sie nämlich nackt posieren und die Haare dazu nutzen, ihre Rundungen zu verdecken. Da bekamen einige doch schon kalte Füße. Selbst die Tatsache, dass sie zumindest ein kleines Höschen tragen durften, beruhigte sie nicht unbedingt. Ich hatte beim Shooting eine Aufgabe, um die mich sicher viele Männer beneidet haben – ich arrangierte die Extensions so, dass nichts Pikantes zu sehen war. Solche Bilder sind sowieso viel spannender – da bleibt mehr Spielraum für die Fantasie.
Vor dem Shooting machte sich besonders unser Kücken Jennifer Sorgen, was ihre Familie von den Aufnahmen halten würde. Sie lieferte dann aber einen ganzen tollen Job vor der Kamera des Fotografen Philippe Kerlo, der schon in der letzten Staffel mit von der Partie war, ab. In ihren Augen war Feuer zu erkennen. Sie konnte auf Knopfdruck richtig sexy gucken. Das ist es, was man in der Modelbranche braucht! Auch Janina, Christina und Gisele gaben eine hervorragende Figur vor Philippes Kamera ab. Das Shooting war für die Jury sehr wichtig. So konnten wir die Mädchen einmal in einem ganz anderen Licht kennen lernen. Und ich muss sagen, Hut ab vor der Leistung meiner Mädels. Das Shooting hat mir sehr gut gefallen und ich bin stolz auf die Ergebnisse. Ich bin sicher, dass Ihr auch schon die Fortschritte der Mädchen bemerkt habt.
Apropos stolz! Ich fand es ganz toll, wie die Girls Janinas Geburtstag gefeiert haben. Trotz aller Konkurrenz haben ihr alle ganz süß gratuliert und sich mit ihr gefreut. An Geburts- und Feiertagen fällt es allerdings immer ganz besonders auf, dass man seine Lieben schon lange nicht mehr gesehen hat. Und natürlich kullerten auch bei den Mädchen einige Tränen. Heimweh kommt in unserem Job immer mal wieder vor. Da muss man durch. Dagegen gibt es aber Abhilfe. Und deshalb habe ich mich für die Mädchen richtig ins Zeug gelegt…
Familie und Freunde unterstützten die Mädchen
Zum Tag der Entscheidung habe ich die Familien und Freude meiner Girls eingeladen. Es ist nämlich ganz wichtig, dass die Verwandtschaft hinter einem steht. Ich hatte immer die volle Unterstützung meiner Eltern und das hat vieles leichter gemacht. Vor der Überraschung mussten die Mädchen aber noch auf dem Laufsteg überzeugen und einmal Pret à Porter und Haute Couture vorführen. Die Jury wollte natürlich noch so viele Eindrücke wie möglich sammeln, bevor sie eine Entscheidung traf. Die Familie und Freunde platzierten wir dann direkt neben dem Laufsteg. Was dann passierte, überraschte mich allerdings ein wenig. Die Mädchen waren so konzentriert, dass sie ihre Lieben erst gar nicht wahrnahmen. Beim zweiten Durchgang wurde ihnen so richtig klar, wer im Publikum saß. Bei der „Reunion“ nach dem zweiten Lauf gab es natürlich kein Halten mehr. Bei den Mädchen kullerten Freudentränen, als sie ihre Lieben nach der langen Zeit wieder in die Arme nehmen konnten.
Vier Wackelkandidatinnen
Trotz aller Freude musste die Jury aber noch eine Entscheidung treffen. Schließlich kann nur ein Mädchen Germany’s next Topmodel werden. Zur Halbzeit der Show sollten die Mädchen doch schon deutliche Fortschritte gemacht haben. Peyman, Rolf, Gastjuror Philippe Kerlo und ich haben es uns dann auch nicht leicht gemacht. Wir haben alle Eindrücke der vergangenen Woche gesammelt und sind zu dem Schluss gekommen, dass vier Mädchen auf der Kippe standen: Sophia, Christina, Carolin und Sarah. Alle vier hatten sich Schwächen erlaubt. Entweder auf dem Catwalk, beim Shooting oder es war einfach keine Entwicklung nach vorne zu erkennen. Besonders Sarah hatte Probleme beim Shooting. Nachdem es in den letzten Wochen besser wurde, machte sie nun wieder einen Schritt zurück. Auch Carolin konnte unseren Fotografen Philippe Kerlo nicht überzeugen. Christina offenbart immer noch Schwächen auf dem Laufsteg. Auch am Tag der Entscheidung war es so. Dennoch reichte es für das Trio, um im Rennen zu bleiben. Wir glauben, dass sie ihr Potenzial noch nicht ausgereizt haben. Leider mussten wir uns daher von Sophia verabschieden. Wir haben ihr immer gesagt, dass gutes Aussehen alleine nicht reicht. Ehrgeiz, Biss und das besondere Etwas gehören ebenfalls dazu. Das hat uns zuletzt gefehlt und wir haben auch nicht mehr daran geglaubt, es noch aus ihr herauszukitzeln.
Für unsere neun verbliebenen Mädchen hatte ich nach Abschluss der Entscheidungsrunde noch eine ganz besondere Überraschung parat, denn schließlich wusste keine, wohin der weitere Weg führen würde. Als ein Känguru auf den Catwalk hoppelte, war es dann aber schnell klar: Wir fliegen nach Australien! Da gab es bei den Mädchen kein Halten mehr. Ich freue mich schon auf die nächsten Challenges und Shootings Down Under und bin gespannt, wie es mit unseren neun Schönheiten weiter geht.
Alles Liebe

Sendung 9
Schreck am Flughafen
Down Under – wir kommen! Nach meiner Ankündigung letzte Woche, dass es nach Australien geht, waren die Mädchen aus dem Häuschen. Dann ging es auch wirklich los vom Flughafen Köln/Bonn.
Am Flughafen gab es eine nicht so schöne Nachricht: Vanessa lag im Krankenhaus. Sie war zu Hause hingefallen und hatte sich eine Gehirnerschütterung zugezogen. Gott sei Dank war ihr Freund da und hat sie direkt ins Krankenhaus gebracht. Tja, und da durfte sie erstmal ein paar Tage bleiben. Den mehr als 20-stündigen Flug nach Sydney musste sie natürlich streichen. Da geht die Gesundheit vor. Wir lassen uns eine Lösung einfallen, dass sie dadurch keine Nachteile im Wettbewerb hat. Für Vanessa tut es mir auf jeden Fall sehr leid.
Ich konnte die Reise auf den 5. Kontinent auch nicht mitmachen. Ich hatte andere Termine. Über E-Mail und Telefon hielten mich Rolf und Peyman auf dem Laufenden, so dass ich wusste, was in Australien passierte.
Massage und Business-Class als Belohnung
Im Flieger gab es schon die erste, kleine Challenge. Vor dem Zwischenstopp in Bangkok mussten sich die Mädchen schminken. Rolf und Peyman bewerteten, wer den besten Eindruck hinterließ. Sarah und Carolin ließen sich die Strapazen des Flugs am wenigsten anmerken. Zur Belohnung konnten die beiden sich im Wellness-Bereich des Flughafens eine entspannende Massage gönnen. Und als Extrabonus gab es für den Weiterflug dann Tickets in der Business Class. Wie stellte Sarah treffend fest: an den Luxus könnte man sich schnell gewöhnen…
Bei der Ankunft in Sydney herrschte traumhaftes Wetter: Knapp 30 Grad, blauer Himmel, dazu die Stadt mit ihrer genialen Skyline, der Sydney Harbour Bridge und der Riesenmuschel, dem Opernhaus. Das ist eine faszinierende Stadt. Der Hafen, Port Jackson, ist der größte Naturhafen der Welt. Eigentlich hat man fast überall das Gefühl, direkt am Meer zu sein. Die beeindruckende Landschaft, nette Leute, Kängurus und Koala-Bären.
Es ist zwar am anderen Ende der Welt, aber Sydney und Melbourne sind für die Fashion-Branche wichtige Städte. Die Melbourne Fashion Week gehört mit zu den wichtigsten Mode-Events, da ist sehr viel Presse vertreten.
Wie im richtigen (Model-)Leben
Wir wollten von den Mädchen jetzt sehen, wie sie ganz auf sich allein gestellt klar kommen. Wir hatten drei kleine, einfache Appartements für sie organisiert. Kein Modelhaus, kein schickes Hotel, kein Fahrdienst – genau wie ein echtes Model sollten sie alles allein regeln. Wie sie zu den Castings kommen ebenso wie Einkaufen oder Kochen. Jede bekam ein Handy und 200 australische Dollar für die nächsten zehn Tage. Damit mussten sie über die Runden kommen.
Joseph Tenni von der Agentur Chadwick, einer der wichtigsten Agenten in Australien, kümmerte sich die gesamte Zeit um neue Castings und Jobs für die Mädchen. Und wie bei dem richtigen Start ins Modelleben ging es im Galopp quer durch die City von einem Termin zum nächsten. So sollten die Mädchen sehen, dass es nicht so einfach ist, Model zu sein. Gerade in der Startphase muss man alles alleine machen. Ich kann mich gut an meine Anfänge in New York und Mailand erinnern. Da habe ich zum Teil zehn Castings am Tag besucht, meine Foto-Mappe unter dem Arm. Teure Hotels gibt es nicht, da fängt man ganz unten an. Laufend passiert etwas Neues, die U-Bahn kommt nicht, der Termin rückt näher. Bei so etwas muss man schnell reagieren und gleichzeitig cool bleiben.
„Thinking for themselves“ gab Joseph treffend als Motto für die nächsten Tage aus.
Der Stadtplan wurde schnell zur „Lieblingslektüre“. Mit ihren Koffern, in den etwas warmen Winterklamotten aus Deutschland, machten die Mädchen sich auf in ihre neue Unterkunft. Die Kühlschränke waren natürlich leer, und sie mussten erst einmal Einkaufen gehen. Beim Bezahlen stellten die Mädchen fest, dass sie mit dem Geld sehr vernünftig haushalten mussten, um über die Runden zu kommen. Wie es in südlichen Gefilden halt vorkommt, gab es auch ein paar Kakerlaken in den Appartements. Das sind wohl die einzigen Tiere, die Gisele überhaupt nicht mag. Sie griff direkt zur chemischen Keule, um ihnen an den Kragen zu gehen.
Erstes Casting für Betty Barclay
Joseph hatte schnell den ersten Termin für die Mädchen klar gemacht. Gisele, Christina, Raquel, Wanda, Carolin und Sarah konnten zu einem Casting für Betty Barclay gehen. Gesucht wurde das neue Gesicht für eine große Kampagne in Australien.
Jennifer und Janina wurden nicht angefragt und nutzten, etwas frustriert, die Zeit für einen Stadtbummel. Unsere Jüngste hatte dabei die pfiffige Idee, die U-Bahn-Fahrpläne mit dem Handy zu fotografieren.
Die anderen machten sich währenddessen zu Fuß und später mit dem Taxi auf den Weg. Schon das pünktliche Erscheinen war eine Herausforderung, ganz fremd in einer unbekannten Stadt. Zwei Minuten zu spät traf auch die letzte Gruppe an der Location ein. Mir hat gut gefallen, wie die Mädchen ihren Ausdruck variieren. Das wird immer besser. Vor allem sind sie viel offener gegenüber den Kunden geworden und agieren nicht mehr so ängstlich. Die Entscheidung fiel den Leuten von Betty Barclay nicht leicht, am Ende machten Carolin und Wanda das Rennen. Sarah hat sich echt reingehängt und war etwas angefressen und unzufrieden mit sich selbst, dass sie den Job nicht bekommen hatte.
8-seitige Modestrecke für Cosmopolitan
Aber da klingelte schon das Telefon und Joseph hatte den nächsten Termin: ein Casting für die australische Cosmopolitan. Andere Models warteten mit unseren Mädchen im Vorraum. Da mustert man sich schon gegenseitig und versucht, die eigenen Chancen einzuschätzen. Das Casting selber ging sehr schnell. Ein, zwei Fotos, ein kurzer Händedruck, das war es. Mir ist das selber auch häufiger passiert. Du benötigst eine halbe Stunde, um zum Termin zu kommen, und bist dann nur eine Minute drin. Deshalb ist es so wichtig, auf den Punkt einen positiven Eindruck zu hinterlassen.
Für die achtseitige Modestrecke in der Cosmopolitan wählte die Redaktion Wanda aus. Was ein Tag für sie: zwei Castings, zwei Jobs. Echt klasse!
Neues Punktesystem
Wir haben uns in der Jury für die Zeit in Australien ein Punktesystem überlegt, um den Mädchen ihre Leistungen und Erfolge besser vor Augen zu führen. Jedes „Go & See“ wurde mit einem Punkt belohnt, ein Casting mit zwei, eine gewonnene Challenge mit drei, ein Fotoshooting mit vier und ein richtiger Job mit fünf Punkten. Das sorgt für Transparenz, wo die Mädchen im Vergleich untereinander stehen. Es macht auch die Konkurrenz deutlich, die zum Modeljob gehört, und zur Sendung. Germany’s Next Topmodel by Heidi Klum ist ein Wettbewerb und keine Klassenfahrt – so gut die Mädchen sich auch verstehen. Das System soll uns in der Jury bei der Beurteilung helfen, aber nicht alleine Maßstab sein. Dennoch waren die Punkte an dem Tag direkt das Gesprächsthema Nummer Eins. Den Mädchen wird damit deutlich vor Augen geführt, wer bei den Kunden ankommt und wer nicht.
Der längste Catwalk
Joseph zeigte, warum er ein Top-Agent ist. Für Gisele, Janina und Jennifer hatte er auf der Melbourne Fashion Week ein Casting organisiert. Früh am Morgen flogen die drei nach Melbourne, Gisele wegen einer Kakerlaken-geplagten Nacht etwas überreizt. Die Mädchen werden immer praktischer – mit Chucks zum Termin, kurz vorher in die High Heels. Sehr vernünftig! Janina und Jennifer sagten den Organisatoren am besten zu, die beiden wurden gebucht. Jennifer freute sich schon in der Maske richtig auf ihren Auftritt. Unsere Jüngste findet Gefallen am Model-Job, das finde ich klasse.
Die Fashion Week bietet immer spektakuläre Inszenierungen. Dieses Jahr gab es einen extrem langen Catwalk und riesige Leinwände, auf die Livebilder von der Show übertragen wurden.
Wanda biss bei Betty Barclay auf die Zähne
Wanda machte am nächsten Tag beim Shooting für Betty Barclay zunächst keinen guten Eindruck. Sie hatte Kopfschmerzen und fühlte sich nicht gut. Das sagte sie auch direkt dem Kunden. So etwas geht natürlich nicht. Entweder man ist krank und muss absagen oder man beißt auf die Zähne und lässt sich nichts anmerken. Für den Kunden ist eine solche Eröffnung ein Dilemma. Bekommt er jetzt nur 80 Prozent der eigentlich gewünschten Leistung? Dafür ist so ein Shooting ein zu großer Aufwand. Location, Visagisten, Fotograf, Assistenten und so weiter – da sind 20 Leute eingeplant. Jeder Tag kostet richtig viel Geld. Und dann schwächelt die Hauptdarstellerin… Sie hat sich dann super zusammengerissen und eine professionelle Performance geboten. Das war klasse.
Beim Cosmopolitan-Shooting am nächsten Tag ging es ihr schon besser. Bei den Bedingungen kein Wunder. Mit einem Boot ging es in die Bucht von Sydney, dort wurde den ganzen Tag fotografiert. Auf dem schwankenden Schiff die Anweisungen des Fotografen umzusetzen ist harte Arbeit. Aber die Ergebnisse waren es auf jeden Fall wert. Und je mehr Editorial-Bilder ein Model im Buch hat, umso professioneller sieht sie aus.
Surfen am Bondi Beach
Für den nächsten Termin machten sich die Mädchen auf zum Bondi Beach. An einem der bekanntesten Surfspots der Welt sollten sie genau das tun – auf einem Surfbrett posen. Zwei Surflehrer halfen den Mädels auf die ganz schön wackeligen Bretter. Die meisten konnten nur ganz kurz das Gleichgewicht halten, für ein richtiges Posieren reichte es nicht. Das war eher ein fotogenes ins Wasser Fallen. Raquel und Carolin sind dennoch richtig auf den Geschmack gekommen. Sie hatten viel Spaß und gewannen die Challenge sozusagen nebenbei. Zur Belohnung gab es eine coole Tour mit dem Speedboot durch die Bucht von Sydney.
Looking for energy
Das nächste Casting war bei Cody Bayliss. Der hat einen sehr eigenen Stil – sehr bunt, flippig, gerne etwas punkig. Die Mädchen waren von Cody und seinen Kollegen ziemlich beeindruckt. Für seine Show suchte er Models, die die Energie seiner Entwürfe richtig rüberbringen. Christina, Gisele, Janina und Carolin machten das Rennen. Für Carolin war es eine Premiere, bisher war sie noch keine Show gelaufen.
Die Show selber war einfach super. Als Location hatte Cody einen Club ausgewählt, die Models liefen über die Tanzfläche. Laute Musik lief, die gesamte Atmosphäre war wirklich energiegeladen. Das hatte was. Seine Vorgabe für die Mädchen: Have fun! Und genau das taten die vier.
Entscheidung in Sydney
Die Zeit in Australien sollte den Mädchen einmal deutlich vor Augen führen, um was sich ein Model alles kümmern muss. Da gehören auch weniger angenehme Aufgaben dazu, wie das Appartement in Schuss zu halten und Lebensmittel einzukaufen. Aber auch die Orientierung in einer fremden Stadt, die man zuvor noch nie besucht hat, und den Weg zu den Castings zu finden gehört zu den alltäglichen Herausforderungen in der Modelwelt. Zudem konnten wir die Mädchen an den Castings messen und sie mussten feststellen, dass die Kunden oft schon bestimmte Vorstellung haben.
Die acht Mädchen hatten sich in den ersten fünf Tagen in Sydney richtig reingehängt. Das Ergebnis fiel allerdings sehr unterschiedlich aus, wie wir mit den Punkten zeigen konnten. Wanda, Janina und Carolin lagen an der Spitze mit 16 Punkten, Sarah hatte mit sechs Punkten die „rote Laterne“.
Daher haben wir uns dafür entschieden, in dieser Woche niemanden nach Hause zu schicken. So großzügig können wir nächste Woche aber nicht mehr sein. Als zusätzliche Motivation habe ich mir überlegt, dass das Mädchen mit den meisten Punkten bei der nächsten Entscheidung eine Wild Card bekommt – sie kommt auf jeden Fall eine Runde weiter.
Also, es bleibt spannend in Australien!
Alles Liebe
Down Under – wir kommen! Nach meiner Ankündigung letzte Woche, dass es nach Australien geht, waren die Mädchen aus dem Häuschen. Dann ging es auch wirklich los vom Flughafen Köln/Bonn.
Am Flughafen gab es eine nicht so schöne Nachricht: Vanessa lag im Krankenhaus. Sie war zu Hause hingefallen und hatte sich eine Gehirnerschütterung zugezogen. Gott sei Dank war ihr Freund da und hat sie direkt ins Krankenhaus gebracht. Tja, und da durfte sie erstmal ein paar Tage bleiben. Den mehr als 20-stündigen Flug nach Sydney musste sie natürlich streichen. Da geht die Gesundheit vor. Wir lassen uns eine Lösung einfallen, dass sie dadurch keine Nachteile im Wettbewerb hat. Für Vanessa tut es mir auf jeden Fall sehr leid.
Ich konnte die Reise auf den 5. Kontinent auch nicht mitmachen. Ich hatte andere Termine. Über E-Mail und Telefon hielten mich Rolf und Peyman auf dem Laufenden, so dass ich wusste, was in Australien passierte.
Massage und Business-Class als Belohnung
Im Flieger gab es schon die erste, kleine Challenge. Vor dem Zwischenstopp in Bangkok mussten sich die Mädchen schminken. Rolf und Peyman bewerteten, wer den besten Eindruck hinterließ. Sarah und Carolin ließen sich die Strapazen des Flugs am wenigsten anmerken. Zur Belohnung konnten die beiden sich im Wellness-Bereich des Flughafens eine entspannende Massage gönnen. Und als Extrabonus gab es für den Weiterflug dann Tickets in der Business Class. Wie stellte Sarah treffend fest: an den Luxus könnte man sich schnell gewöhnen…
Bei der Ankunft in Sydney herrschte traumhaftes Wetter: Knapp 30 Grad, blauer Himmel, dazu die Stadt mit ihrer genialen Skyline, der Sydney Harbour Bridge und der Riesenmuschel, dem Opernhaus. Das ist eine faszinierende Stadt. Der Hafen, Port Jackson, ist der größte Naturhafen der Welt. Eigentlich hat man fast überall das Gefühl, direkt am Meer zu sein. Die beeindruckende Landschaft, nette Leute, Kängurus und Koala-Bären.
Es ist zwar am anderen Ende der Welt, aber Sydney und Melbourne sind für die Fashion-Branche wichtige Städte. Die Melbourne Fashion Week gehört mit zu den wichtigsten Mode-Events, da ist sehr viel Presse vertreten.
Wie im richtigen (Model-)Leben
Wir wollten von den Mädchen jetzt sehen, wie sie ganz auf sich allein gestellt klar kommen. Wir hatten drei kleine, einfache Appartements für sie organisiert. Kein Modelhaus, kein schickes Hotel, kein Fahrdienst – genau wie ein echtes Model sollten sie alles allein regeln. Wie sie zu den Castings kommen ebenso wie Einkaufen oder Kochen. Jede bekam ein Handy und 200 australische Dollar für die nächsten zehn Tage. Damit mussten sie über die Runden kommen.
Joseph Tenni von der Agentur Chadwick, einer der wichtigsten Agenten in Australien, kümmerte sich die gesamte Zeit um neue Castings und Jobs für die Mädchen. Und wie bei dem richtigen Start ins Modelleben ging es im Galopp quer durch die City von einem Termin zum nächsten. So sollten die Mädchen sehen, dass es nicht so einfach ist, Model zu sein. Gerade in der Startphase muss man alles alleine machen. Ich kann mich gut an meine Anfänge in New York und Mailand erinnern. Da habe ich zum Teil zehn Castings am Tag besucht, meine Foto-Mappe unter dem Arm. Teure Hotels gibt es nicht, da fängt man ganz unten an. Laufend passiert etwas Neues, die U-Bahn kommt nicht, der Termin rückt näher. Bei so etwas muss man schnell reagieren und gleichzeitig cool bleiben.
„Thinking for themselves“ gab Joseph treffend als Motto für die nächsten Tage aus.
Der Stadtplan wurde schnell zur „Lieblingslektüre“. Mit ihren Koffern, in den etwas warmen Winterklamotten aus Deutschland, machten die Mädchen sich auf in ihre neue Unterkunft. Die Kühlschränke waren natürlich leer, und sie mussten erst einmal Einkaufen gehen. Beim Bezahlen stellten die Mädchen fest, dass sie mit dem Geld sehr vernünftig haushalten mussten, um über die Runden zu kommen. Wie es in südlichen Gefilden halt vorkommt, gab es auch ein paar Kakerlaken in den Appartements. Das sind wohl die einzigen Tiere, die Gisele überhaupt nicht mag. Sie griff direkt zur chemischen Keule, um ihnen an den Kragen zu gehen.
Erstes Casting für Betty Barclay
Joseph hatte schnell den ersten Termin für die Mädchen klar gemacht. Gisele, Christina, Raquel, Wanda, Carolin und Sarah konnten zu einem Casting für Betty Barclay gehen. Gesucht wurde das neue Gesicht für eine große Kampagne in Australien.
Jennifer und Janina wurden nicht angefragt und nutzten, etwas frustriert, die Zeit für einen Stadtbummel. Unsere Jüngste hatte dabei die pfiffige Idee, die U-Bahn-Fahrpläne mit dem Handy zu fotografieren.
Die anderen machten sich währenddessen zu Fuß und später mit dem Taxi auf den Weg. Schon das pünktliche Erscheinen war eine Herausforderung, ganz fremd in einer unbekannten Stadt. Zwei Minuten zu spät traf auch die letzte Gruppe an der Location ein. Mir hat gut gefallen, wie die Mädchen ihren Ausdruck variieren. Das wird immer besser. Vor allem sind sie viel offener gegenüber den Kunden geworden und agieren nicht mehr so ängstlich. Die Entscheidung fiel den Leuten von Betty Barclay nicht leicht, am Ende machten Carolin und Wanda das Rennen. Sarah hat sich echt reingehängt und war etwas angefressen und unzufrieden mit sich selbst, dass sie den Job nicht bekommen hatte.
8-seitige Modestrecke für Cosmopolitan
Aber da klingelte schon das Telefon und Joseph hatte den nächsten Termin: ein Casting für die australische Cosmopolitan. Andere Models warteten mit unseren Mädchen im Vorraum. Da mustert man sich schon gegenseitig und versucht, die eigenen Chancen einzuschätzen. Das Casting selber ging sehr schnell. Ein, zwei Fotos, ein kurzer Händedruck, das war es. Mir ist das selber auch häufiger passiert. Du benötigst eine halbe Stunde, um zum Termin zu kommen, und bist dann nur eine Minute drin. Deshalb ist es so wichtig, auf den Punkt einen positiven Eindruck zu hinterlassen.
Für die achtseitige Modestrecke in der Cosmopolitan wählte die Redaktion Wanda aus. Was ein Tag für sie: zwei Castings, zwei Jobs. Echt klasse!
Neues Punktesystem
Wir haben uns in der Jury für die Zeit in Australien ein Punktesystem überlegt, um den Mädchen ihre Leistungen und Erfolge besser vor Augen zu führen. Jedes „Go & See“ wurde mit einem Punkt belohnt, ein Casting mit zwei, eine gewonnene Challenge mit drei, ein Fotoshooting mit vier und ein richtiger Job mit fünf Punkten. Das sorgt für Transparenz, wo die Mädchen im Vergleich untereinander stehen. Es macht auch die Konkurrenz deutlich, die zum Modeljob gehört, und zur Sendung. Germany’s Next Topmodel by Heidi Klum ist ein Wettbewerb und keine Klassenfahrt – so gut die Mädchen sich auch verstehen. Das System soll uns in der Jury bei der Beurteilung helfen, aber nicht alleine Maßstab sein. Dennoch waren die Punkte an dem Tag direkt das Gesprächsthema Nummer Eins. Den Mädchen wird damit deutlich vor Augen geführt, wer bei den Kunden ankommt und wer nicht.
Der längste Catwalk
Joseph zeigte, warum er ein Top-Agent ist. Für Gisele, Janina und Jennifer hatte er auf der Melbourne Fashion Week ein Casting organisiert. Früh am Morgen flogen die drei nach Melbourne, Gisele wegen einer Kakerlaken-geplagten Nacht etwas überreizt. Die Mädchen werden immer praktischer – mit Chucks zum Termin, kurz vorher in die High Heels. Sehr vernünftig! Janina und Jennifer sagten den Organisatoren am besten zu, die beiden wurden gebucht. Jennifer freute sich schon in der Maske richtig auf ihren Auftritt. Unsere Jüngste findet Gefallen am Model-Job, das finde ich klasse.
Die Fashion Week bietet immer spektakuläre Inszenierungen. Dieses Jahr gab es einen extrem langen Catwalk und riesige Leinwände, auf die Livebilder von der Show übertragen wurden.
Wanda biss bei Betty Barclay auf die Zähne
Wanda machte am nächsten Tag beim Shooting für Betty Barclay zunächst keinen guten Eindruck. Sie hatte Kopfschmerzen und fühlte sich nicht gut. Das sagte sie auch direkt dem Kunden. So etwas geht natürlich nicht. Entweder man ist krank und muss absagen oder man beißt auf die Zähne und lässt sich nichts anmerken. Für den Kunden ist eine solche Eröffnung ein Dilemma. Bekommt er jetzt nur 80 Prozent der eigentlich gewünschten Leistung? Dafür ist so ein Shooting ein zu großer Aufwand. Location, Visagisten, Fotograf, Assistenten und so weiter – da sind 20 Leute eingeplant. Jeder Tag kostet richtig viel Geld. Und dann schwächelt die Hauptdarstellerin… Sie hat sich dann super zusammengerissen und eine professionelle Performance geboten. Das war klasse.
Beim Cosmopolitan-Shooting am nächsten Tag ging es ihr schon besser. Bei den Bedingungen kein Wunder. Mit einem Boot ging es in die Bucht von Sydney, dort wurde den ganzen Tag fotografiert. Auf dem schwankenden Schiff die Anweisungen des Fotografen umzusetzen ist harte Arbeit. Aber die Ergebnisse waren es auf jeden Fall wert. Und je mehr Editorial-Bilder ein Model im Buch hat, umso professioneller sieht sie aus.
Surfen am Bondi Beach
Für den nächsten Termin machten sich die Mädchen auf zum Bondi Beach. An einem der bekanntesten Surfspots der Welt sollten sie genau das tun – auf einem Surfbrett posen. Zwei Surflehrer halfen den Mädels auf die ganz schön wackeligen Bretter. Die meisten konnten nur ganz kurz das Gleichgewicht halten, für ein richtiges Posieren reichte es nicht. Das war eher ein fotogenes ins Wasser Fallen. Raquel und Carolin sind dennoch richtig auf den Geschmack gekommen. Sie hatten viel Spaß und gewannen die Challenge sozusagen nebenbei. Zur Belohnung gab es eine coole Tour mit dem Speedboot durch die Bucht von Sydney.
Looking for energy
Das nächste Casting war bei Cody Bayliss. Der hat einen sehr eigenen Stil – sehr bunt, flippig, gerne etwas punkig. Die Mädchen waren von Cody und seinen Kollegen ziemlich beeindruckt. Für seine Show suchte er Models, die die Energie seiner Entwürfe richtig rüberbringen. Christina, Gisele, Janina und Carolin machten das Rennen. Für Carolin war es eine Premiere, bisher war sie noch keine Show gelaufen.
Die Show selber war einfach super. Als Location hatte Cody einen Club ausgewählt, die Models liefen über die Tanzfläche. Laute Musik lief, die gesamte Atmosphäre war wirklich energiegeladen. Das hatte was. Seine Vorgabe für die Mädchen: Have fun! Und genau das taten die vier.
Entscheidung in Sydney
Die Zeit in Australien sollte den Mädchen einmal deutlich vor Augen führen, um was sich ein Model alles kümmern muss. Da gehören auch weniger angenehme Aufgaben dazu, wie das Appartement in Schuss zu halten und Lebensmittel einzukaufen. Aber auch die Orientierung in einer fremden Stadt, die man zuvor noch nie besucht hat, und den Weg zu den Castings zu finden gehört zu den alltäglichen Herausforderungen in der Modelwelt. Zudem konnten wir die Mädchen an den Castings messen und sie mussten feststellen, dass die Kunden oft schon bestimmte Vorstellung haben.
Die acht Mädchen hatten sich in den ersten fünf Tagen in Sydney richtig reingehängt. Das Ergebnis fiel allerdings sehr unterschiedlich aus, wie wir mit den Punkten zeigen konnten. Wanda, Janina und Carolin lagen an der Spitze mit 16 Punkten, Sarah hatte mit sechs Punkten die „rote Laterne“.
Daher haben wir uns dafür entschieden, in dieser Woche niemanden nach Hause zu schicken. So großzügig können wir nächste Woche aber nicht mehr sein. Als zusätzliche Motivation habe ich mir überlegt, dass das Mädchen mit den meisten Punkten bei der nächsten Entscheidung eine Wild Card bekommt – sie kommt auf jeden Fall eine Runde weiter.
Also, es bleibt spannend in Australien!
Alles Liebe

Sendung 10
Shooting auf der Harbour Bridge
Model sein heißt auch, verflixt früh aufzustehen. Es war noch zappenduster, als sich Gisele, Wanda und Carolin morgens um 4 Uhr zu ihrem nächsten Shooting aufmachten. Treffpunkt war die Harbour Bridge, genauer gesagt der Shop „Bridge Climbing“. Der Fotograf Gianluca wollte ein Testshooting machen. Das ist in erster Linie für ihn selber, um verschiedene Sachen auszuprobieren. Für die Mädchen können dabei sehr ungewöhnliche und auffällige Bilder herauskommen. Eine gute Chance also, vor allem für junge Models am Anfang ihrer Karriere! Dafür mussten sie allerdings die Harbour Bridge hochklettern. Über der Skyline von Sydney, mit der aufgehenden Sonne, den riesigen Naturhafen zu Füßen – das war eine spektakuläre Kulisse. Für Wanda genau das richtige: die Höhe, Wind und Sonne. Für Gisele … na ja, sie hat sich auf jeden Fall angestrengt und am Riemen gerissen. Mit Peymans Hilfe schaffte sie dann sogar noch ein paar Posen und ein kleines Lächeln in 134 Meter Höhe. Carolin tritt immer professioneller auf. Fragt den Fotografen, was sie machen und wie sie posen soll. Das finde ich klasse.
Flirt an der Bar
Sarah, Jennifer, Christina, Raquel und Janina waren währenddessen beim nächsten Casting. Das Label Vera Mont suchte Models für seine neue Winterkampagne. Vera Mont macht elegante Abendgarderobe, super für Events, Hochzeiten und den großen Auftritt. Die Mädchen sollten für die Fotos an einer stylishen Bar mit einem männlichen Model etwas flirten. Und sie schaffen es immer besser, die eigene Schüchternheit über Bord zu werfen. Raquel hat mir sehr gut gefallen, die strahlte richtig. Auch Sarah fühlte sich in den Kleidern sehr wohl. Das merken auf dem Set Fotograf und Auftraggeber, und das sieht man nachher auch den Fotos an. Logischerweise machten die beiden das Rennen. Endlich der erste Job für sie. Da war sogar unsere toughe Sarah gerührt vor Freude.
Punktestand bei Chadwick
Raquel und Sarah machten mit dem Job bei Vera Mont einige Punkte gut, da rückten alle Mädchen enger zusammen. Sarah, Christina, Jenny waren mit 13 Punkten die Schlusslichter, Wanda und Carolin führten mit 20 Punkten. Ich merke, dass die Mädchen durch das Punktesystem selber sehen, dass der Wettkampf härter wird. Da gibt es schon mehr Zittern.
Location Shooting für Vera Mont
Für Sarah und Raquel wurde es dann stressig. Vera Mont hatte ein Location Shooting geplant. Das heißt: hopp, hopp zum nächsten Set. Man hat nur sehr wenig Zeit, die Sets sind alle vorbereitet und die Shootings müssen in kürzester Zeit durchgeführt sein. Die ersten Bilder wurden in einem Club geschossen, der ganz in Schwarz und Rot eingerichtet war – mit den schicken Abendkleidern ergab das eine interessante Spannung. Das nächste Set war im Park aufgebaut. Da machten die beiden ihre ersten Erfahrungen mit einer sehr unangenehmen Begleiterscheinung unseres Jobs: Paparazzi. Das ist nicht nur eine Ablenkung, manchmal artet das in fast physische Bedrohung aus. In der Szene könnt Ihr ja genau erkennen, wie aufdringlich und rabiat manche Paparazzi sind. Die Beiden haben sich aber tapfer gehalten und fast nicht aus der Ruhe bringen lassen. Raquel setzte sich sehr sinnlich in Szene, spielte verschiedene Posen durch – das war echt gut.
Emu-Tanz bei Aborigines
Für die anderen Mädchen hatten wir einen Ausflug organisiert. Natürlich nicht nur zur Entspannung, am Ende wurde es zur nächsten Challenge. Sie besuchten Aboriginies, die ihnen ihre traditionellen Tänze vorführten, Didgeridoo spielten und ein kleines Boomerang-Training mit ihnen machten. Nach diesen tollen Eindrücken sollten die Mädchen in nur fünf Minuten eine Aboriginie-Fashion-Show machen. Peyman und Rolf stellten ihnen ein paar Materialien und Stoffe zur Verfügung und los ging’s. Die wenige Zeit nutzten die Mädels sehr kreativ. Christina rührte Farben an fürs Make-up. Ich glaube, das war der erste Catwalk barfuß im Sand, den sie machen durften. Der Einsatz lohnte sich, auf die Gewinnerin wartete eine Übernachtung in einem 5-Sterne- Hotel mit allem Drum und Dran. Janina machte das Rennen und wählte Wanda als ihre Begleiterin aus. Die beiden durften sich dann für eine Nacht von den anderen verabschieden. Riesige Betten, schön Relaxen, leckeres Essen, ein Gläschen Champagner – ich glaube, der Luxus gefiel den beiden nach der Jugendherbergsatmosphäre im Model-Appartement sehr gut.
Vanessa steigt aus
Eine traurige Nachricht gab es für uns aus Bielefeld. Vanessa litt wegen ihrer Gehirnerschütterung immer noch an Kopfschmerzen. Deshalb entschloss sie sich auszusteigen. Ich finde es sehr schade, denn sie hat wirklich großes Potenzial. Ich werde sie vermissen. Und die Mädchen, glaube ich, auch wegen ihrer positiven Ausstrahlung und der guten Laune, die sie immer verbreitet hat.
Tschüss Australien, hello L.A.!
An der Harbour Bridge gaben Rolf und Peyman den Mädchen den Punktestand bekannt. Janina hatte die meisten Jobs und Shootings gewonnen und bekam so die Wild Card. Sie ist bei der nächsten Entscheidung auf jeden Fall weiter. Damit hieß es auch, Abschied von Australien zu nehmen. Das nächste Ziel gaben Rolf und Peyman mit ihre T-Shirts bekannt: „L.“ und „A.“ – die Vorfreude der Mädchen konntet ihr ja selber hören. Ich freue mich darauf, die Mädchen sozusagen bei mir zu Hause zu haben und ihnen die Stadt zu zeigen. Schon der Rodeo Drive in Beverly Hills mit den ganzen Designer-Läden ist der Knaller.
Überraschung in Hollywood
Die Zeitverschiebung beim Flug nach L.A. ist schon beachtlich. Die Mädchen waren etwas gerädert, als sie aus dem Flieger stiegen. Rolf und Peyman gaben ihnen aber keine Gelegenheit zum Ausspannen. Ab in die Wagen und los zu einer Anprobe beim Designer Ron. Sie fuhren quer durch die Stadt, waren aber so müde, dass einige die Chance zu einem kleinen Schläfchen nutzten. Ron hat eine Villa in Hollywood, die traumhaft am Hang liegt. Ich hatte mir überlegt, den Mädchen nach der anstrengenden Zeit in Sydney etwas Gutes zu tun. Ron erklärte sich bereit, die acht bei sich wohnen zu lassen. Janina war zwar erst skeptisch, ob wir sie auf den Arm nehmen, aber als ihnen allen klar wurde, dass sie wirklich in diesem tollen Anwesen logieren dürfen, machten sie sich erstmal auf zu einer Entdeckungstour. Und Ron hat ein Händchen für überraschende und beeindruckende Einrichtung. Allein bei den Badezimmern gab es eine Menge Jauchzer zu hören. Nach einer spontanen Pool-Party entspannten sie sich bei einem netten Barbecue. So konnte ich ihnen zeigen, was sie vielleicht auch erreichen können, wenn sie in ihrem Job erfolgreich sind. Hoffentlich steigt es ihnen nicht zu sehr zu Kopf. Wir werden sehen.
Baywatch-Shooting in Malibu Beach
Am nächsten Morgen trafen wir uns am Malibu Beach. Wahrscheinlich kennt Ihr ihn alle: Dort wurde Baywatch gedreht. Genau das war auch das Motto unseres Shootings. Dafür hatten wir prominente Unterstützung: Erica Eleniak, eine der ersten Nixen aus der Serie. In dem roten Badeanzug half sie den Mädchen bei den Shootings. Das war richtig cool. Die Mädchen sollten genau wie die Lebensretter sehr souverän und stark auftreten, aber dennoch schön und ein bisschen sexy rüberkommen. Das ist knifflig, da muss man auf jedes Detail achten. Selbst wie man die Füße im Sprung hält, kann für ein Foto entscheidend sein. Wanda ging mit viel Elan zur Sache und war nachher richtig außer Atem, so ist sie gerannt und gesprungen. Obwohl es ganz schön windig und noch kühl war, zeigte Raquel auch vollen Einsatz und ging richtig in die Wellen. Dadurch konnte sie mehr unterschiedliche Posen zeigen, das gab auf jeden Fall Pluspunkte. Bei Janina finde ich es beeindruckend, dass sie immer weiß, wo die Kamera ist und wie sie sich am besten in Szene setzen kann. Da ist sie ein Stückchen weiter als die anderen. Jennifers erster Durchgang war gar nichts. Sie fiel so deutlich von der Performance der übrigen Mädchen ab, dass wir ihr eine zweite Chance gaben.
Erica war von der Energie und Konzentration der Mädchen sehr beeindruckt. Das höre ich natürlich gerne. Mit deren Entwicklung bin ich zufrieden. Sie zeigen den Kampfgeist, den sie benötigen.
Casting bei Odd Molly
Für das nächste Casting waren nur fünf Personen angefragt. Ich habe die Mädchen abends selber diskutieren lassen, wer dorthin darf und wer verzichtet. Das ist eine Gratwanderung. Germany’s Next Topmodel by Heidi Klum ist schließlich ein Wettrennen und kein Klassenausflug. Aber ich will nicht, dass die Mädels rücksichtslos ihre Ellenbogen einsetzen und über Leichen gehen. Da müssen sie die Balance halten zwischen Durchsetzungsvermögen und verantwortlichem Handeln.
Jennifer, Janina und Wanda ließen schließlich den anderen den Vortritt. Die Chancen bei Odd Molly waren sehr gut. Drei von den fünf konnten für das Lookbook der Herbst-/Winterkollektion ausgewählt werden. Odd Molly hat einen sehr natürlichen und weiblichen Stil, ein bisschen Hippie-Touch ab und an. Genau so sollten die Mädchen sich zeigen. Sarah überspannte den Bogen und setzte sich mit den neuen Klamotten auf den Boden. Das Rennen machten Carolin, Raquel und Christina. Direkt anschließend ging’s zum Shooting in einem Blumenladen. Da zeigten die drei, dass sie mit verschiedenen Facetten spielen können. Mal etwas verträumt und soft, andere Posen selbstbewusster und natürlich – mir hat es gut gefallen, wie sie sich verkauften. Auch Liane und Benny von Odd Molly waren sehr angetan. Und das „good job“ vom Fotografen ging den dreien natürlich runter wie Öl.
Der Wettbewerb wird schärfer
Für unsere Entscheidung sollten sich die Mädchen noch einmal im Baywatch-Badeanzug präsentieren. Ein Walk ganz cool, einer sexy und süß. Erica war als Gastjurorin mit dabei. Ihre Erfahrung als Model und Schauspielerin ist ihr ja deutlich anzumerken. Sie hat ein super Auge für die Stärken und Schwächen der Mädchen.
Bei Carolin und Raquel fehlt mir noch der letzte Biss. Beide sind auf einem guten Weg, aber da ist immer noch zu häufig zu viel Mittelmaß dabei. Auch Christina versucht sich durchzuschlängeln. Das funktioniert nicht, weder bei Germany’s Next Topmodel by Heidi Klum noch später im Beruf. Jennifers Baywatch-Shooting hat Euch deutlich gezeigt: Als Topmodel muss man perfekt sein, perfekt, perfekt, perfekt. Man muss auf jedes noch so klitzekleines Detail achten. Janina läuft zwar mit Abstand am besten. Bei ihr sehe ich aber die Gefahr, dass sie sich auf den Lorbeeren zu sehr ausruht. Erica brachte es auf den Punkt: „Don’t stop!“. Gisele hat meines Erachtens endlich die Kurve gekriegt. Sie lächelt und ihre Attitude ist viel positiver.
Die Diskussion in der Jury war nicht so kontrovers und schwierig wie sonst. Drei Mädchen haben beim entscheidenden Walk einfach viel zu wenig Emotions gezeigt. Sarahs Totalverweigerung hat das bestätigt, was ich befürchtet hatte. Sie glaubte selber nicht an sich. Als Topmodel muss man nach vorne schauen, ein Ziel im Auge haben. Dem Kunden ist es letztlich egal, ob ich mich mit meinem Vermieter oder dem Taxifahrer gestritten habe. Wenn ich vor der Kamera oder auf dem Catwalk stehe, muss ich alles zeigen. Und das geht ohne dieses Selbstbewusstsein nicht. Deshalb musste Sarah uns verlassen.
Es bleiben sieben im Rennen.
Alles Liebe
Model sein heißt auch, verflixt früh aufzustehen. Es war noch zappenduster, als sich Gisele, Wanda und Carolin morgens um 4 Uhr zu ihrem nächsten Shooting aufmachten. Treffpunkt war die Harbour Bridge, genauer gesagt der Shop „Bridge Climbing“. Der Fotograf Gianluca wollte ein Testshooting machen. Das ist in erster Linie für ihn selber, um verschiedene Sachen auszuprobieren. Für die Mädchen können dabei sehr ungewöhnliche und auffällige Bilder herauskommen. Eine gute Chance also, vor allem für junge Models am Anfang ihrer Karriere! Dafür mussten sie allerdings die Harbour Bridge hochklettern. Über der Skyline von Sydney, mit der aufgehenden Sonne, den riesigen Naturhafen zu Füßen – das war eine spektakuläre Kulisse. Für Wanda genau das richtige: die Höhe, Wind und Sonne. Für Gisele … na ja, sie hat sich auf jeden Fall angestrengt und am Riemen gerissen. Mit Peymans Hilfe schaffte sie dann sogar noch ein paar Posen und ein kleines Lächeln in 134 Meter Höhe. Carolin tritt immer professioneller auf. Fragt den Fotografen, was sie machen und wie sie posen soll. Das finde ich klasse.
Flirt an der Bar
Sarah, Jennifer, Christina, Raquel und Janina waren währenddessen beim nächsten Casting. Das Label Vera Mont suchte Models für seine neue Winterkampagne. Vera Mont macht elegante Abendgarderobe, super für Events, Hochzeiten und den großen Auftritt. Die Mädchen sollten für die Fotos an einer stylishen Bar mit einem männlichen Model etwas flirten. Und sie schaffen es immer besser, die eigene Schüchternheit über Bord zu werfen. Raquel hat mir sehr gut gefallen, die strahlte richtig. Auch Sarah fühlte sich in den Kleidern sehr wohl. Das merken auf dem Set Fotograf und Auftraggeber, und das sieht man nachher auch den Fotos an. Logischerweise machten die beiden das Rennen. Endlich der erste Job für sie. Da war sogar unsere toughe Sarah gerührt vor Freude.
Punktestand bei Chadwick
Raquel und Sarah machten mit dem Job bei Vera Mont einige Punkte gut, da rückten alle Mädchen enger zusammen. Sarah, Christina, Jenny waren mit 13 Punkten die Schlusslichter, Wanda und Carolin führten mit 20 Punkten. Ich merke, dass die Mädchen durch das Punktesystem selber sehen, dass der Wettkampf härter wird. Da gibt es schon mehr Zittern.
Location Shooting für Vera Mont
Für Sarah und Raquel wurde es dann stressig. Vera Mont hatte ein Location Shooting geplant. Das heißt: hopp, hopp zum nächsten Set. Man hat nur sehr wenig Zeit, die Sets sind alle vorbereitet und die Shootings müssen in kürzester Zeit durchgeführt sein. Die ersten Bilder wurden in einem Club geschossen, der ganz in Schwarz und Rot eingerichtet war – mit den schicken Abendkleidern ergab das eine interessante Spannung. Das nächste Set war im Park aufgebaut. Da machten die beiden ihre ersten Erfahrungen mit einer sehr unangenehmen Begleiterscheinung unseres Jobs: Paparazzi. Das ist nicht nur eine Ablenkung, manchmal artet das in fast physische Bedrohung aus. In der Szene könnt Ihr ja genau erkennen, wie aufdringlich und rabiat manche Paparazzi sind. Die Beiden haben sich aber tapfer gehalten und fast nicht aus der Ruhe bringen lassen. Raquel setzte sich sehr sinnlich in Szene, spielte verschiedene Posen durch – das war echt gut.
Emu-Tanz bei Aborigines
Für die anderen Mädchen hatten wir einen Ausflug organisiert. Natürlich nicht nur zur Entspannung, am Ende wurde es zur nächsten Challenge. Sie besuchten Aboriginies, die ihnen ihre traditionellen Tänze vorführten, Didgeridoo spielten und ein kleines Boomerang-Training mit ihnen machten. Nach diesen tollen Eindrücken sollten die Mädchen in nur fünf Minuten eine Aboriginie-Fashion-Show machen. Peyman und Rolf stellten ihnen ein paar Materialien und Stoffe zur Verfügung und los ging’s. Die wenige Zeit nutzten die Mädels sehr kreativ. Christina rührte Farben an fürs Make-up. Ich glaube, das war der erste Catwalk barfuß im Sand, den sie machen durften. Der Einsatz lohnte sich, auf die Gewinnerin wartete eine Übernachtung in einem 5-Sterne- Hotel mit allem Drum und Dran. Janina machte das Rennen und wählte Wanda als ihre Begleiterin aus. Die beiden durften sich dann für eine Nacht von den anderen verabschieden. Riesige Betten, schön Relaxen, leckeres Essen, ein Gläschen Champagner – ich glaube, der Luxus gefiel den beiden nach der Jugendherbergsatmosphäre im Model-Appartement sehr gut.
Vanessa steigt aus
Eine traurige Nachricht gab es für uns aus Bielefeld. Vanessa litt wegen ihrer Gehirnerschütterung immer noch an Kopfschmerzen. Deshalb entschloss sie sich auszusteigen. Ich finde es sehr schade, denn sie hat wirklich großes Potenzial. Ich werde sie vermissen. Und die Mädchen, glaube ich, auch wegen ihrer positiven Ausstrahlung und der guten Laune, die sie immer verbreitet hat.
Tschüss Australien, hello L.A.!
An der Harbour Bridge gaben Rolf und Peyman den Mädchen den Punktestand bekannt. Janina hatte die meisten Jobs und Shootings gewonnen und bekam so die Wild Card. Sie ist bei der nächsten Entscheidung auf jeden Fall weiter. Damit hieß es auch, Abschied von Australien zu nehmen. Das nächste Ziel gaben Rolf und Peyman mit ihre T-Shirts bekannt: „L.“ und „A.“ – die Vorfreude der Mädchen konntet ihr ja selber hören. Ich freue mich darauf, die Mädchen sozusagen bei mir zu Hause zu haben und ihnen die Stadt zu zeigen. Schon der Rodeo Drive in Beverly Hills mit den ganzen Designer-Läden ist der Knaller.
Überraschung in Hollywood
Die Zeitverschiebung beim Flug nach L.A. ist schon beachtlich. Die Mädchen waren etwas gerädert, als sie aus dem Flieger stiegen. Rolf und Peyman gaben ihnen aber keine Gelegenheit zum Ausspannen. Ab in die Wagen und los zu einer Anprobe beim Designer Ron. Sie fuhren quer durch die Stadt, waren aber so müde, dass einige die Chance zu einem kleinen Schläfchen nutzten. Ron hat eine Villa in Hollywood, die traumhaft am Hang liegt. Ich hatte mir überlegt, den Mädchen nach der anstrengenden Zeit in Sydney etwas Gutes zu tun. Ron erklärte sich bereit, die acht bei sich wohnen zu lassen. Janina war zwar erst skeptisch, ob wir sie auf den Arm nehmen, aber als ihnen allen klar wurde, dass sie wirklich in diesem tollen Anwesen logieren dürfen, machten sie sich erstmal auf zu einer Entdeckungstour. Und Ron hat ein Händchen für überraschende und beeindruckende Einrichtung. Allein bei den Badezimmern gab es eine Menge Jauchzer zu hören. Nach einer spontanen Pool-Party entspannten sie sich bei einem netten Barbecue. So konnte ich ihnen zeigen, was sie vielleicht auch erreichen können, wenn sie in ihrem Job erfolgreich sind. Hoffentlich steigt es ihnen nicht zu sehr zu Kopf. Wir werden sehen.
Baywatch-Shooting in Malibu Beach
Am nächsten Morgen trafen wir uns am Malibu Beach. Wahrscheinlich kennt Ihr ihn alle: Dort wurde Baywatch gedreht. Genau das war auch das Motto unseres Shootings. Dafür hatten wir prominente Unterstützung: Erica Eleniak, eine der ersten Nixen aus der Serie. In dem roten Badeanzug half sie den Mädchen bei den Shootings. Das war richtig cool. Die Mädchen sollten genau wie die Lebensretter sehr souverän und stark auftreten, aber dennoch schön und ein bisschen sexy rüberkommen. Das ist knifflig, da muss man auf jedes Detail achten. Selbst wie man die Füße im Sprung hält, kann für ein Foto entscheidend sein. Wanda ging mit viel Elan zur Sache und war nachher richtig außer Atem, so ist sie gerannt und gesprungen. Obwohl es ganz schön windig und noch kühl war, zeigte Raquel auch vollen Einsatz und ging richtig in die Wellen. Dadurch konnte sie mehr unterschiedliche Posen zeigen, das gab auf jeden Fall Pluspunkte. Bei Janina finde ich es beeindruckend, dass sie immer weiß, wo die Kamera ist und wie sie sich am besten in Szene setzen kann. Da ist sie ein Stückchen weiter als die anderen. Jennifers erster Durchgang war gar nichts. Sie fiel so deutlich von der Performance der übrigen Mädchen ab, dass wir ihr eine zweite Chance gaben.
Erica war von der Energie und Konzentration der Mädchen sehr beeindruckt. Das höre ich natürlich gerne. Mit deren Entwicklung bin ich zufrieden. Sie zeigen den Kampfgeist, den sie benötigen.
Casting bei Odd Molly
Für das nächste Casting waren nur fünf Personen angefragt. Ich habe die Mädchen abends selber diskutieren lassen, wer dorthin darf und wer verzichtet. Das ist eine Gratwanderung. Germany’s Next Topmodel by Heidi Klum ist schließlich ein Wettrennen und kein Klassenausflug. Aber ich will nicht, dass die Mädels rücksichtslos ihre Ellenbogen einsetzen und über Leichen gehen. Da müssen sie die Balance halten zwischen Durchsetzungsvermögen und verantwortlichem Handeln.
Jennifer, Janina und Wanda ließen schließlich den anderen den Vortritt. Die Chancen bei Odd Molly waren sehr gut. Drei von den fünf konnten für das Lookbook der Herbst-/Winterkollektion ausgewählt werden. Odd Molly hat einen sehr natürlichen und weiblichen Stil, ein bisschen Hippie-Touch ab und an. Genau so sollten die Mädchen sich zeigen. Sarah überspannte den Bogen und setzte sich mit den neuen Klamotten auf den Boden. Das Rennen machten Carolin, Raquel und Christina. Direkt anschließend ging’s zum Shooting in einem Blumenladen. Da zeigten die drei, dass sie mit verschiedenen Facetten spielen können. Mal etwas verträumt und soft, andere Posen selbstbewusster und natürlich – mir hat es gut gefallen, wie sie sich verkauften. Auch Liane und Benny von Odd Molly waren sehr angetan. Und das „good job“ vom Fotografen ging den dreien natürlich runter wie Öl.
Der Wettbewerb wird schärfer
Für unsere Entscheidung sollten sich die Mädchen noch einmal im Baywatch-Badeanzug präsentieren. Ein Walk ganz cool, einer sexy und süß. Erica war als Gastjurorin mit dabei. Ihre Erfahrung als Model und Schauspielerin ist ihr ja deutlich anzumerken. Sie hat ein super Auge für die Stärken und Schwächen der Mädchen.
Bei Carolin und Raquel fehlt mir noch der letzte Biss. Beide sind auf einem guten Weg, aber da ist immer noch zu häufig zu viel Mittelmaß dabei. Auch Christina versucht sich durchzuschlängeln. Das funktioniert nicht, weder bei Germany’s Next Topmodel by Heidi Klum noch später im Beruf. Jennifers Baywatch-Shooting hat Euch deutlich gezeigt: Als Topmodel muss man perfekt sein, perfekt, perfekt, perfekt. Man muss auf jedes noch so klitzekleines Detail achten. Janina läuft zwar mit Abstand am besten. Bei ihr sehe ich aber die Gefahr, dass sie sich auf den Lorbeeren zu sehr ausruht. Erica brachte es auf den Punkt: „Don’t stop!“. Gisele hat meines Erachtens endlich die Kurve gekriegt. Sie lächelt und ihre Attitude ist viel positiver.
Die Diskussion in der Jury war nicht so kontrovers und schwierig wie sonst. Drei Mädchen haben beim entscheidenden Walk einfach viel zu wenig Emotions gezeigt. Sarahs Totalverweigerung hat das bestätigt, was ich befürchtet hatte. Sie glaubte selber nicht an sich. Als Topmodel muss man nach vorne schauen, ein Ziel im Auge haben. Dem Kunden ist es letztlich egal, ob ich mich mit meinem Vermieter oder dem Taxifahrer gestritten habe. Wenn ich vor der Kamera oder auf dem Catwalk stehe, muss ich alles zeigen. Und das geht ohne dieses Selbstbewusstsein nicht. Deshalb musste Sarah uns verlassen.
Es bleiben sieben im Rennen.
Alles Liebe

Sendung 11
Action in L.A.
Die Mädchen haben die ersten Tage in der „City of Angels“ genossen und sich ganz gut geschlagen. Wo Hollywood und die ganze Filmindustrie so nah waren, hatte ich mir gleich ein paar actiongeladene Aufgaben für die sieben überlegt.
Los ging es mit einem Emotiontraining. Das Ziel war es, seinen unangenehmen Gefühlen richtig freie Bahn zu lassen. Die Wut auszutoben, die so in einem stecken kann. Am einfachsten geht das, wenn man sich ein Feindbild vorstellt. Das kann eine Person sein oder eine Situation, die man schlecht in Erinnerung hat.
Emotiontraining mit Boxhandschuhen
Dazu sind die Mädchen mit Rolf in ein Trainingsstudio gefahren. Mit Boxhandschuhen konnten die Mädchen dort dann richtig ihre Wut in körperliche Energie umsetzen. Ein Sparringspartner hielt eine Makiware, so eine Art kleine Matratze mit Griffen dran. Wanda durfte als erste ran – da klappten bei den anderen aber die Kinnladen runter. Sie gab Vollgas. Und zwar so richtig. Es gab da wohl eine Lehrerin, mit der Wanda nicht so gut konnte... Christina, ihre Sparringspartnerin, war von der Wucht so überrascht, dass sie fast in die Seile gegangen ist. Jenny war das absolute Gegenbeispiel. Ihre Wut wandelte sich nur in Trauer und sie ging weinend aus der Halle. Da merkt man, wie stark manche Verletzungen sind, wie sehr man sie verdrängen kann. Ich glaube, wenn man so etwas aus diesem Versteck holt, hilft es einem auch, das Erlebnis zu verarbeiten. Das war auch mein Eindruck nach dem Emotiontraining. Alle Mädchen fühlten sich erleichtert, diese Wut und den Frust raus gelassen zu haben. Und ich fand es bewundernswert, mit wie viel Emotionen die Mädchen da auftraten. Das ist keine leichte Sache, weil man viel Privates und Intimes offenbart. Es war auch für Rolf keine leichte Situation und die Intensität hat ihn überrascht. Am Ende war er selbst den Tränen nahe.
Kampfchoreographie für Werbespot
Dann gab es Randale vor der Studiotür. Zwei sich prügelnde Männer stürzten in den Trainingsraum, die Mädchen wussten gar nicht, was da passiert. Alles nur Show! Wir hatten den Schauspieler Daniel Bernhardt und einen Stuntman eingeladen, um den Mädchen eine Kampfchoreographie beizubringen. Und der beste Start – ist natürlich eine eindrucksvolle Demonstration. Die ist den beiden auf jeden Fall gelungen. Daniel ist ein Martial-Arts-Experte. Er war in mehreren Bloodsport-Filmen (als Hauptdarsteller) und auch in Matrix-Reloaded zu sehen. Trotz des kämpferischen Auftritts ist er ein supernetter Typ und half den Mädchen, die Kampfszenen für einen Werbespot einzustudieren.
Taekwondo mit einem Lächeln
Daniel zeigte den Mädchen, wie sie die schnellen Abläufe einüben können, ohne sich oder jemand anderen zu verletzen. Genau wie auf dem Catwalk ist auch dabei der Gesichtsausdruck extrem wichtig. Nur wenn man die Anspannung und Energie im Gesicht sieht, ist die Illusion perfekt. Das Training war für einige Mädchen nicht so einfach, denn dabei muss man ein sehr gutes Körpergefühl haben und sich entsprechend bewegen können. Bei Jenny sah man ihre eigenen Bedenken. Das hemmte sie selber. Es gibt nur eine Lösung: üben, üben, üben. Ob 10 oder 200 Mal, die Bewegungsabläufe müssen sitzen. Daniel nahm sich viel Zeit und ging auf einzelne Mädchen intensiv ein. Ich glaube, ihm hat es sehr viel Spaß gemacht. Es war für ihn sicherlich eine neue Erfahrung, sieben Modelanwärterinnen zu trainieren.
Rififi in Los Angeles
Fast wie in dem berühmten französischen Gangsterfilm mit einem spektakulären Einbruch hatten wir die nächste Challenge gestaltet. Die Mädchen mussten innerhalb von eineinhalb Minuten ein Collier aus einer Schatulle stibitzen. Außerdem bekam die Siegerin einen Einkaufsgutschein über 10.000 US-Dollar für den Schmuckladen „Rebecca“ in Beverly Hills. Damit es nicht zu einfach war, haben wir ein Laser-Sicherheitssystem installieren lassen. Das sah super aus, der abgedunkelte Raum, so zerschnitten von den Laserstrahlen. Die zweite Hürde war der Muskelkater vom Training am Vortag…
Die Challenge mussten die Mädchen stilecht in einem Catsuit absolvieren. Caroline ging das mit ihrem typischen Biss und Ehrgeiz an. Für Wanda war die Aufgabe natürlich wie geschaffen, sie war ebenfalls ganz schön flott am Ziel. Gisele und Janina brauchten etwas länger, aber meisterten den Parcours. Raquel, Jenny und Christina blieben im Laserlabyrinth stecken. Der Preis wurde unter den vier Mädchen ausgelost und die Schnellste – Carolin – hatte auch noch das Glück auf ihrer Seite. Im Schmuckladen Rebecca ging dieses Strahlen gar nicht aus ihrem Gesicht. Diamonds sind halt girl’s best friends.
Casting für den größten Werbekunden der Welt
Das nächste Casting hatte ich bei McDonalds organisiert – für die Mädchen ist das natürlich eine Riesenchance, sich bei einem Weltkonzern präsentieren zu können. Es waren allerdings auch andere Models dabei. Aber das wird für einige ja wohl demnächst eine alltägliche Situation sein. „Competition is on“, sagte eine von den US-Kolleginnen sehr richtig. Ich habe den Mädchen die Daumen gedrückt, dass eine das Rennen macht. Mit dem tollen Ergebnis hatte ich dann aber ehrlich nicht gerechnet. Caroline, Wanda und Christina setzten sich auch gegen die professionellen Models durch. Das ist der Hammer, da bin ich richtig stolz drauf.
Zu viel Sonne ist schädlich
Besuch aus good old Germany. Ich glaube ja, unser Visagist wollte sich die imposante Model-Villa in Beverly Hills anschauen. Seine Tipps sind besonders bei der heftigen Sonneneinstrahlung in Kalifornien wichtig. Er ließ die Mädchen seine Ratschläge gleich selber ausprobieren und hatte eine klasse Idee. Er schminkte die eine Gesichtshälfte, an die andere Hälfte mussten die Mädchen dann selber ran. So lernt man am schnellsten – selber ausprobieren!
Toller Erfolg bei McDonalds
Caroline, Christina und Wanda hatten an dem Tag ihr großes Shooting bei McDonalds. Mich hat es riesig gefreut, dass die gesamte Crew von unseren drei Mädchen so angetan war. Der Fotograf hatte einen richtigen Narren an Christina gefressen. Ihre Attitude und Persönlichkeit gefielen ihm am besten. Das tat ihr richtig gut. Und mich hat es bestätigt, dass sie das Potenzial hat. Sie muss nur aus ihrem eigenen Schatten treten. Halt Ausstrahlung statt Schüchternheit!
Tanz auf dem Catwalk
Ich schaute bei den Mädchen im Haus vorbei. Eigentlich hatte ich mich gefreut, einen Tag mit ihnen zu relaxen. Aber Jenny wünschte sich ein Laufstegtraining. Dann haben wir spontan losgelegt. Die ersten Durchgänge sollten die Mädchen sich ausschließlich auf ihren Gesichtsausdruck konzentrieren. Dabei spielten wir verschiedene Varianten durch. Mal cool und unnahbar, mal sweet und verführerisch. Den letzten Durchgang tanzten sie dann auf dem Catwalk. Ihr habt die Unterschiede bestimmt gesehen. Bei solchen Aufgaben muss man sich einfach trauen, einfach aus sich rauskommen. Und auch mal die Reize, die wir als Frauen haben, einsetzen. Bei Musik sollte ein bisschen Hüftschwung schon drin sein. Vor allem Jenny ist da noch viel zu zurückhaltend. Als Model bei einem Casting oder einem Shooting, muss man alles geben. Nur, wer sich bei Germany’s Next Topmodel by Heidi Klum traut, kommt weiter.
Diskussionen um das nächste Casting
Für das nächste Casting sollten die Mädchen ein zweites Mal selber entscheiden, welche fünf teilnehmen. Caroline verzichtete wegen ihrer Jobs in der letzten Woche und Gisele wollte den übrigen mit ihrem Rückzieher einen Gefallen tun. Mir stieß es unangenehm auf, dass die beiden sich so wenig ehrgeizig zeigten. Vor allem Gisele, die noch keinen Job die Woche erhielt, konnte sich das nicht erlauben. Damit die Mädchen den Ernst des Wettbewerbs verstehen, beschloss ich, dass niemand zu diesem Casting gehen sollte. Sie ziehen sich zu schnell zurück. Die Mädchen müssen begreifen, dass nur eine Germany’s Next Topmodel by Heidi Klum werden kann.
Schon während unserer Sendung geht ihnen mit dieser Zurückhaltung einiges flöten. Die Jobs werden ja wirklich bezahlt, da gibt es Honorare bis zu mehreren Tausend Euro. Auf die Gewinnerin warten jetzt schon Aufträge in Höhe von einer Viertel-Million Euro. Das muss ihnen bewusst sein.
Viel Energie beim Ninja-Shooting
Das Shooting für einen Action-Werbespot hat mir super gefallen. Am liebsten wäre ich mit am Set gewesen. Ein Ninja-Kämpfer schleicht sich an unsere Mädchen ran, Kampfschrei, in Position gehen und mit drei, vier Schlägen hatten die Mädels den vermummten Kerl aus dem Weg geräumt. Gefragt war dabei die pure Energie.
Bis die Spots im Kasten waren, musste allerdings einiges an Arbeit geleistet werden. Der Regisseur Thomas Job war zum Teil überhaupt nicht zufrieden. Einige Mädchen waren zu lahm und schlichen uninspiriert durch die Szene. Es heißt zwar nicht Deutschlands Nächste Schauspielerin, aber etwas mehr muss man sich als Model in eine Szene schon reindenken. Als Thomas den Gang unseres „Rehleins“ Christina mit dem eines Dinosauriers verglich, hatte ich wirklich Sorge, dass er den Dreh abbricht. Aber Christina hat sich dann noch richtig angestrengt und das Ruder herumgerissen. Jenny setzte sich selber so unter Druck, dass bei ihr gar nichts Vernünftiges mehr rauskam. Das war enttäuschend für mich.
Am meisten Spaß hatte – natürlich – Wanda. Die war so in ihrem Element, dass sie sogar die Hose ihres Lederanzugs bei einem Kick sprengte. Das nenn ich mal vollen Einsatz!
Entscheidung in L.A.
Da Peyman immer noch in Paris arbeiten musste, sprang Daniel als Gastjuror ein. Wir wollten von den Mädchen noch zwei Live-Walks sehen: einmal tanzend und einmal mit Taekwondo-Posen. Daniel mit seinem Schweizer Charme hat mir in der Jury gut gefallen. Er war sehr nett und positiv, sprach aber ehrlich die Schwachpunkte an. Bei Caroline gab es diese Woche nichts zu meckern. Viele Jobs an Land gezogen, ein echter „fire cracker“, wie Daniel meint. Auch Wanda hatte eine super Woche mit gutem Feedback vom Kunden. Raquels Leistung war mal wieder okay, aber halt nicht super. Da fehlte das letzte Quentchen Energie. Gisele hat mich diese Woche positiv überrascht, in ihrer Rolle als Kämpferin ist sie gut aufgegangen. Jenny hingegen hatte eine Woche zum Vergessen. Bei vielen Gelegenheiten fehlte das Selbstbewusstsein, das Feuer. Am besten haben mir ihre Widerworte vor der Jury gefallen. Das zeigt eher in die richtige Richtung. Ein bisschen mehr Licht sehe ich bei Christina. Das McDonalds-Shooting lief echt spitze, davon will ich mehr sehen. Nach den vielen Erfolgen in den letzten Wochen zeigte Janina dieses Mal ziemlich wenig Entwicklung. Die übrigen haben den Rückstand auf jeden Fall aufgeholt.
Der Entscheidungstag ist kein schöner Moment. Für das Mädchen, das wir nach Hause schicken, platzt ein Traum. Dafür haben sie alle sehr gekämpft – und alle, die jetzt noch im Rennen sind, haben ein gewisses Potenzial. Schönheit und Ausstrahlung sind bei allen vorhanden. Es kommt uns auf die Entwicklung an, wie die Mädchen sich verbessern. Da haben wir bei Raquel diese Woche am wenigsten gesehen. Ich finde es sehr schade, dass sie uns verlässt. Aber das McDonalds-Casting war typisch. Sie verpasste als Vierte knapp den Job – und wir suchen ein Topmodel.
Alles Liebe
Die Mädchen haben die ersten Tage in der „City of Angels“ genossen und sich ganz gut geschlagen. Wo Hollywood und die ganze Filmindustrie so nah waren, hatte ich mir gleich ein paar actiongeladene Aufgaben für die sieben überlegt.
Los ging es mit einem Emotiontraining. Das Ziel war es, seinen unangenehmen Gefühlen richtig freie Bahn zu lassen. Die Wut auszutoben, die so in einem stecken kann. Am einfachsten geht das, wenn man sich ein Feindbild vorstellt. Das kann eine Person sein oder eine Situation, die man schlecht in Erinnerung hat.
Emotiontraining mit Boxhandschuhen
Dazu sind die Mädchen mit Rolf in ein Trainingsstudio gefahren. Mit Boxhandschuhen konnten die Mädchen dort dann richtig ihre Wut in körperliche Energie umsetzen. Ein Sparringspartner hielt eine Makiware, so eine Art kleine Matratze mit Griffen dran. Wanda durfte als erste ran – da klappten bei den anderen aber die Kinnladen runter. Sie gab Vollgas. Und zwar so richtig. Es gab da wohl eine Lehrerin, mit der Wanda nicht so gut konnte... Christina, ihre Sparringspartnerin, war von der Wucht so überrascht, dass sie fast in die Seile gegangen ist. Jenny war das absolute Gegenbeispiel. Ihre Wut wandelte sich nur in Trauer und sie ging weinend aus der Halle. Da merkt man, wie stark manche Verletzungen sind, wie sehr man sie verdrängen kann. Ich glaube, wenn man so etwas aus diesem Versteck holt, hilft es einem auch, das Erlebnis zu verarbeiten. Das war auch mein Eindruck nach dem Emotiontraining. Alle Mädchen fühlten sich erleichtert, diese Wut und den Frust raus gelassen zu haben. Und ich fand es bewundernswert, mit wie viel Emotionen die Mädchen da auftraten. Das ist keine leichte Sache, weil man viel Privates und Intimes offenbart. Es war auch für Rolf keine leichte Situation und die Intensität hat ihn überrascht. Am Ende war er selbst den Tränen nahe.
Kampfchoreographie für Werbespot
Dann gab es Randale vor der Studiotür. Zwei sich prügelnde Männer stürzten in den Trainingsraum, die Mädchen wussten gar nicht, was da passiert. Alles nur Show! Wir hatten den Schauspieler Daniel Bernhardt und einen Stuntman eingeladen, um den Mädchen eine Kampfchoreographie beizubringen. Und der beste Start – ist natürlich eine eindrucksvolle Demonstration. Die ist den beiden auf jeden Fall gelungen. Daniel ist ein Martial-Arts-Experte. Er war in mehreren Bloodsport-Filmen (als Hauptdarsteller) und auch in Matrix-Reloaded zu sehen. Trotz des kämpferischen Auftritts ist er ein supernetter Typ und half den Mädchen, die Kampfszenen für einen Werbespot einzustudieren.
Taekwondo mit einem Lächeln
Daniel zeigte den Mädchen, wie sie die schnellen Abläufe einüben können, ohne sich oder jemand anderen zu verletzen. Genau wie auf dem Catwalk ist auch dabei der Gesichtsausdruck extrem wichtig. Nur wenn man die Anspannung und Energie im Gesicht sieht, ist die Illusion perfekt. Das Training war für einige Mädchen nicht so einfach, denn dabei muss man ein sehr gutes Körpergefühl haben und sich entsprechend bewegen können. Bei Jenny sah man ihre eigenen Bedenken. Das hemmte sie selber. Es gibt nur eine Lösung: üben, üben, üben. Ob 10 oder 200 Mal, die Bewegungsabläufe müssen sitzen. Daniel nahm sich viel Zeit und ging auf einzelne Mädchen intensiv ein. Ich glaube, ihm hat es sehr viel Spaß gemacht. Es war für ihn sicherlich eine neue Erfahrung, sieben Modelanwärterinnen zu trainieren.
Rififi in Los Angeles
Fast wie in dem berühmten französischen Gangsterfilm mit einem spektakulären Einbruch hatten wir die nächste Challenge gestaltet. Die Mädchen mussten innerhalb von eineinhalb Minuten ein Collier aus einer Schatulle stibitzen. Außerdem bekam die Siegerin einen Einkaufsgutschein über 10.000 US-Dollar für den Schmuckladen „Rebecca“ in Beverly Hills. Damit es nicht zu einfach war, haben wir ein Laser-Sicherheitssystem installieren lassen. Das sah super aus, der abgedunkelte Raum, so zerschnitten von den Laserstrahlen. Die zweite Hürde war der Muskelkater vom Training am Vortag…
Die Challenge mussten die Mädchen stilecht in einem Catsuit absolvieren. Caroline ging das mit ihrem typischen Biss und Ehrgeiz an. Für Wanda war die Aufgabe natürlich wie geschaffen, sie war ebenfalls ganz schön flott am Ziel. Gisele und Janina brauchten etwas länger, aber meisterten den Parcours. Raquel, Jenny und Christina blieben im Laserlabyrinth stecken. Der Preis wurde unter den vier Mädchen ausgelost und die Schnellste – Carolin – hatte auch noch das Glück auf ihrer Seite. Im Schmuckladen Rebecca ging dieses Strahlen gar nicht aus ihrem Gesicht. Diamonds sind halt girl’s best friends.
Casting für den größten Werbekunden der Welt
Das nächste Casting hatte ich bei McDonalds organisiert – für die Mädchen ist das natürlich eine Riesenchance, sich bei einem Weltkonzern präsentieren zu können. Es waren allerdings auch andere Models dabei. Aber das wird für einige ja wohl demnächst eine alltägliche Situation sein. „Competition is on“, sagte eine von den US-Kolleginnen sehr richtig. Ich habe den Mädchen die Daumen gedrückt, dass eine das Rennen macht. Mit dem tollen Ergebnis hatte ich dann aber ehrlich nicht gerechnet. Caroline, Wanda und Christina setzten sich auch gegen die professionellen Models durch. Das ist der Hammer, da bin ich richtig stolz drauf.
Zu viel Sonne ist schädlich
Besuch aus good old Germany. Ich glaube ja, unser Visagist wollte sich die imposante Model-Villa in Beverly Hills anschauen. Seine Tipps sind besonders bei der heftigen Sonneneinstrahlung in Kalifornien wichtig. Er ließ die Mädchen seine Ratschläge gleich selber ausprobieren und hatte eine klasse Idee. Er schminkte die eine Gesichtshälfte, an die andere Hälfte mussten die Mädchen dann selber ran. So lernt man am schnellsten – selber ausprobieren!
Toller Erfolg bei McDonalds
Caroline, Christina und Wanda hatten an dem Tag ihr großes Shooting bei McDonalds. Mich hat es riesig gefreut, dass die gesamte Crew von unseren drei Mädchen so angetan war. Der Fotograf hatte einen richtigen Narren an Christina gefressen. Ihre Attitude und Persönlichkeit gefielen ihm am besten. Das tat ihr richtig gut. Und mich hat es bestätigt, dass sie das Potenzial hat. Sie muss nur aus ihrem eigenen Schatten treten. Halt Ausstrahlung statt Schüchternheit!
Tanz auf dem Catwalk
Ich schaute bei den Mädchen im Haus vorbei. Eigentlich hatte ich mich gefreut, einen Tag mit ihnen zu relaxen. Aber Jenny wünschte sich ein Laufstegtraining. Dann haben wir spontan losgelegt. Die ersten Durchgänge sollten die Mädchen sich ausschließlich auf ihren Gesichtsausdruck konzentrieren. Dabei spielten wir verschiedene Varianten durch. Mal cool und unnahbar, mal sweet und verführerisch. Den letzten Durchgang tanzten sie dann auf dem Catwalk. Ihr habt die Unterschiede bestimmt gesehen. Bei solchen Aufgaben muss man sich einfach trauen, einfach aus sich rauskommen. Und auch mal die Reize, die wir als Frauen haben, einsetzen. Bei Musik sollte ein bisschen Hüftschwung schon drin sein. Vor allem Jenny ist da noch viel zu zurückhaltend. Als Model bei einem Casting oder einem Shooting, muss man alles geben. Nur, wer sich bei Germany’s Next Topmodel by Heidi Klum traut, kommt weiter.
Diskussionen um das nächste Casting
Für das nächste Casting sollten die Mädchen ein zweites Mal selber entscheiden, welche fünf teilnehmen. Caroline verzichtete wegen ihrer Jobs in der letzten Woche und Gisele wollte den übrigen mit ihrem Rückzieher einen Gefallen tun. Mir stieß es unangenehm auf, dass die beiden sich so wenig ehrgeizig zeigten. Vor allem Gisele, die noch keinen Job die Woche erhielt, konnte sich das nicht erlauben. Damit die Mädchen den Ernst des Wettbewerbs verstehen, beschloss ich, dass niemand zu diesem Casting gehen sollte. Sie ziehen sich zu schnell zurück. Die Mädchen müssen begreifen, dass nur eine Germany’s Next Topmodel by Heidi Klum werden kann.
Schon während unserer Sendung geht ihnen mit dieser Zurückhaltung einiges flöten. Die Jobs werden ja wirklich bezahlt, da gibt es Honorare bis zu mehreren Tausend Euro. Auf die Gewinnerin warten jetzt schon Aufträge in Höhe von einer Viertel-Million Euro. Das muss ihnen bewusst sein.
Viel Energie beim Ninja-Shooting
Das Shooting für einen Action-Werbespot hat mir super gefallen. Am liebsten wäre ich mit am Set gewesen. Ein Ninja-Kämpfer schleicht sich an unsere Mädchen ran, Kampfschrei, in Position gehen und mit drei, vier Schlägen hatten die Mädels den vermummten Kerl aus dem Weg geräumt. Gefragt war dabei die pure Energie.
Bis die Spots im Kasten waren, musste allerdings einiges an Arbeit geleistet werden. Der Regisseur Thomas Job war zum Teil überhaupt nicht zufrieden. Einige Mädchen waren zu lahm und schlichen uninspiriert durch die Szene. Es heißt zwar nicht Deutschlands Nächste Schauspielerin, aber etwas mehr muss man sich als Model in eine Szene schon reindenken. Als Thomas den Gang unseres „Rehleins“ Christina mit dem eines Dinosauriers verglich, hatte ich wirklich Sorge, dass er den Dreh abbricht. Aber Christina hat sich dann noch richtig angestrengt und das Ruder herumgerissen. Jenny setzte sich selber so unter Druck, dass bei ihr gar nichts Vernünftiges mehr rauskam. Das war enttäuschend für mich.
Am meisten Spaß hatte – natürlich – Wanda. Die war so in ihrem Element, dass sie sogar die Hose ihres Lederanzugs bei einem Kick sprengte. Das nenn ich mal vollen Einsatz!
Entscheidung in L.A.
Da Peyman immer noch in Paris arbeiten musste, sprang Daniel als Gastjuror ein. Wir wollten von den Mädchen noch zwei Live-Walks sehen: einmal tanzend und einmal mit Taekwondo-Posen. Daniel mit seinem Schweizer Charme hat mir in der Jury gut gefallen. Er war sehr nett und positiv, sprach aber ehrlich die Schwachpunkte an. Bei Caroline gab es diese Woche nichts zu meckern. Viele Jobs an Land gezogen, ein echter „fire cracker“, wie Daniel meint. Auch Wanda hatte eine super Woche mit gutem Feedback vom Kunden. Raquels Leistung war mal wieder okay, aber halt nicht super. Da fehlte das letzte Quentchen Energie. Gisele hat mich diese Woche positiv überrascht, in ihrer Rolle als Kämpferin ist sie gut aufgegangen. Jenny hingegen hatte eine Woche zum Vergessen. Bei vielen Gelegenheiten fehlte das Selbstbewusstsein, das Feuer. Am besten haben mir ihre Widerworte vor der Jury gefallen. Das zeigt eher in die richtige Richtung. Ein bisschen mehr Licht sehe ich bei Christina. Das McDonalds-Shooting lief echt spitze, davon will ich mehr sehen. Nach den vielen Erfolgen in den letzten Wochen zeigte Janina dieses Mal ziemlich wenig Entwicklung. Die übrigen haben den Rückstand auf jeden Fall aufgeholt.
Der Entscheidungstag ist kein schöner Moment. Für das Mädchen, das wir nach Hause schicken, platzt ein Traum. Dafür haben sie alle sehr gekämpft – und alle, die jetzt noch im Rennen sind, haben ein gewisses Potenzial. Schönheit und Ausstrahlung sind bei allen vorhanden. Es kommt uns auf die Entwicklung an, wie die Mädchen sich verbessern. Da haben wir bei Raquel diese Woche am wenigsten gesehen. Ich finde es sehr schade, dass sie uns verlässt. Aber das McDonalds-Casting war typisch. Sie verpasste als Vierte knapp den Job – und wir suchen ein Topmodel.
Alles Liebe

Sendung 12
Motto der Woche: Sexy, sexy, sexy
Der Wettbewerb geht in den Endspurt. Sechs Mädchen waren diese Woche noch im Rennen. Für die Aufgaben hatte ich das Motto „sexy“ gewählt. Da sollten die Mädchen ihre weiblichen Reize so richtig zur Geltung bringen.
Casting für internationale Kampagne
Bei der ersten Aufgabe ging es direkt um die große Wurst. Gilette plante für Venus Breeze eine internationale Kampagne. Für ihren Werbefilm suchten sie ein Gesicht. Christina und Gisele waren schon vom Kunden vorausgewählt, zwei weitere Mädchen durften noch mit zum Casting. Mit einer Film-Challenge haben wir die Wahl getroffen. Dazu mussten die Mädchen eine Eheszene mit einem männlichen Model spielen. Da war wieder Schauspielerei gefragt. Mit allen Emotionen vom Streit bis zum Kuss. Die Szene wurde in Englisch gedreht, da waren gute Sprachkenntnisse natürlich von Vorteil. Da ist eine professionelle Einstellung gefragt.
Janina und Jenny kamen am besten rüber. Das hat mich gefreut, denn nach Sydney sind die beiden etwas aus dem Tritt gekommen.
Training mit Dita von Teese: Körpergefühl und Selbstsicherheit
Für sexy Posen gibt es in Los Angeles die Expertin: Dita von Teese, die Ikone des Burlesque. Ich hatte sie für ein Training der Mädchen eingeladen. Und es war wirklich beeindruckend. Sie lebt diesen Stil mit Haut und Haaren. Dita hat eine sehr ruhige und entspannte Art. Sie demonstrierte den Mädchen ein paar laszive und erotische Posen und vermittelte die richtige Einstellung. Burlesque ist ja eher eine Art versteckter Erotik. Das romantische Flirten mit der Kamera und auch eine gewisse Unschuld sind bei den Pin-up-Posen sehr wichtig. Es war für Euch sicherlich auch beeindruckend, auf wie viele Einzelheiten Dita bei so einem Posing achtet. Dass die Füße gestreckt sind, der Po noch ein bisschen angehoben wird und so weiter. Das ist richtig anstrengend und Körperbeherrschung ist dabei sehr wichtig. Aber so bekommt man dieses Spiel zwischen unschuldig und sexy hin.
Die Ergebnisse waren klasse. Und ein Lob wie „great pin-ups“ aus dem Mund von Dita fanden alle Mädchen toll.
Casting in Strandkulisse
Janina, Gisele, Christina und Jenny waren danach bei Gilette für das Venus Breeze-Casting. In einer Produktionshalle hatte der Kunde eine komplette Strandkulisse aufgebaut. Da sollten die Mädchen vor der Kamera posen. Gewünscht war die Ausstrahlung, die man bei einem schönen Tag am Meer mit Wärme, Sonne und einer Brise hat. In so einer Halle diese Sinnlichkeit auszustrahlen, ist nicht einfach. Aber die vier haben das super hinbekommen. Christina setzte sich durch, weil sie die Marke am natürlichsten rüberbrachte. Das freut mich für sie! Ein Jahr lang, weltweit könnt Ihr sie jetzt in der Venus Breeze-Werbung sehen.
Show und Showgirls
Ich hatte für die Mädchen eine schöne Überraschung geplant. Sie wussten nur, dass ihr nächstes Foto-Shooting in einem Theater ist. In Jeans und Baseball-Caps trudelten sie da ein und setzten sich in die leeren Zuschauerränge. Dann hob sich der Vorhang … und ich schaute in sechs sehr erstaunte Gesichter. Unser Shooting für heute war „Showgirls“. Und was sie bei diesem Shoot tragen sollte, hatte ich ihnen schon einmal vorgeführt mit Glitzer-BH und einem riesigen Hut. Damit hatten sie wohl nicht gerechnet. Dann durften sie selber ran. Die Kostüme waren wirklich heiß und ich gespannt wie ein Flitzebogen, wie die Vorstellung „meiner“ Showgirls aussehen würde. Bei so etwas müssen die Mädchen schnell aus sich rauskommen. Und obwohl für die Posen viel Körpereinsatz gefragt ist, das Entscheidende dabei sind Gesicht und Attitude. Ich habe mittlerweile einen hohen Anspruch an die Mädchen. Es sind schließlich die letzten sechs von über 18.000 – da kann man auch etwas erwarten. Die Mädchen setzten Tipps sehr schnell um, vor allem Christina war echt in Topform. Da war nichts mehr von unserem ehemaligen, schüchternen Rehlein zu sehen. Selbst Wanda ist beim Posieren außer Atem gekommen, das ist halt ein richtiges Workout. Caroline war superfix. Sie hatte, zack, zack, die richtigen Posen gefunden. Gisele hat mich etwas enttäuscht, von brasilianischem Feuer war da nicht viel zu sehen. Auch Jenny war anfangs sehr vorsichtig. Ich glaube, sie hatte die ganze Zeit Angst, in den High Heels die Treppe runterzupurzeln. Aber zum Schluss hat sie noch den Dreh gefunden.
Casting bei Rockstars & Angels
Auch beim nächsten Casting ging es um Sinnlichkeit. Das Modelabel Rockstars & Angels suchte zwei Mädchen für eine Kampagne. Da waren die beiden Extreme gefragt: einmal rotziger Rocker, einmal verführerisch-unschuldiger Engel. Christina war beim Dreh für Venus Breeze, so dass sich die fünf übrigen auf den Weg in den Fashion District L.A. machten. Eigentlich nur viereinhalb, denn Jenny war am Vorabend eine Metallflasche auf den Fuß geknallt. Sie hatte eine offene Wunde am Zeh und konnte vor Schmerzen fast nicht laufen. Das war dem Kunden dann auch zu riskant, dass sie wegen einer Verletzung ausfällt. Für Jenny war es eine Riesenenttäuschung, aber bei dem Aufwand für Shootings muss man das verstehen. Wenn dann das Model ausfällt, gehen schnell einige Dollar drauf.
Der Kunde war sehr bestimmt und direkt. Die drei wussten genau, was sie suchten. Bei Caro fehlte ihnen der Rockerstyle. Und Gisele war ihnen zu füllig um die Hüften. Sie hatte sich in den letzten Wochen auch wirklich sehr gehen lassen. Wenn ein Label dann körperbetonte Mode wie enge T-Shirts bewerben will, ist das Hüftgold für ein Model natürlich nicht so gut.
Wanda und Janina durften sich auf jeden Fall auf ein super Shooting und eine spannende Location freuen. Janina wird den brünetten Engel geben, und Wanda bekommt als Rocker eine blonde Perücke verpasst. Ich bin echt gespannt auf die Ergebnisse. Das seht Ihr nächste Woche!
Ein Burlesque-Livewalk
Dann war Entscheidungstag. Die Mädchen waren echt angespannt, es wird halt immer enger. Peyman kam aus Paris zurück, und Dita half uns in der Jury. Ich hatte einen Burlesque-Pin-up-Walk als Thema vorgeschlagen. Nach dieser sexy Woche mit Showgirls und Dita freute ich mich, was die Mädchen für eine Modenshow inszenieren würden.
Caro zeigte als Erste eine ganz gute Show. Dita und Peyman kritisierten zwar das bisschen „Zuviel“ bei ihr, aber mir ist es lieber, jemand versucht zu viel als zu wenig. Christina kam als nächste und war sehr unsicher beim Walk. Ich verstehe das nicht: Ihr Shooting war phänomenal, und dann wieder ein so lahmer Auftritt. Da fehlte der Pep. Giseles Auftritt war für uns alle eine Enttäuschung. Dita sprang in die Bresche und machte es Gisele vor, wie so ein burlesquer Walk wirklich geht. Das eigene Gefühl ist das Entscheidende, dann wirkt ein Lächeln auch überzeugend. Bei Wanda kam Peyman ganz schön ins Schwitzen – das war eine heiße Performance. Rolf hingegen fehlte das Authentische und die Emotionen. Da seht Ihr, wie verschieden man einen Auftritt wahrnehmen kann. Dann kam Jenny. Sie hat ihren blutenden Zeh so lange ignoriert, wie es ging und alles gegeben. Sobald sie fertig war, schlüpfte sie aus ihren High Heels. Die Erleichterung in ihrem Gesicht habt Ihr bestimmt gesehen. Dita war überrascht von Jennys Sensibilität und Ausstrahlung. Beim Shooting war sie irgendwie zu nervös gewesen. Wenn man als Model an sich zweifelt, dann zweifelt natürlich auch der Kunde an dem Model selber. Janina zeigte als Letzte eine solide Leistung. Das ist aber zu wenig in diesem Stadium. Wir in der Jury schauen jetzt echt auf Kleinigkeiten, weil die Leistungen der Mädchen alle eng beieinander liegen.
Entscheidung in L. A.
Wir haben in der Jury länger diskutiert. Diese Woche musste uns Gisele verlassen. Sie ist ein faszinierendes Mädchen, zwar kompliziert, aber sie hat uns immer wieder überzeugt. Sie hätte auf jeden Fall das Potenzial, um in unserer Branche etwas zu erreichen. Ihr Problem ist es aber, Dinge umzusetzen. Wenn der Kunde oder der Fotograf bestimmte Posen sehen möchten, hat sie sich häufig geweigert wie jetzt wieder beim Training mit Dita. Das ist das Problem, über das sie letztlich gestolpert ist. Wir haben ihr immer wieder eine Chance gegeben, sich zu beweisen.
Die letzten fünf Mädchen, da waren wir uns alle in der Jury einig, haben diesen nötigen Biss. Sie haben alle etwas Einzigartiges. Und alle fünf kämpfen. Da geht es wirklich um klitzekleine Details. Die machen jetzt den Unterschied auf der Zielgerade aus …
Alles Liebe
Der Wettbewerb geht in den Endspurt. Sechs Mädchen waren diese Woche noch im Rennen. Für die Aufgaben hatte ich das Motto „sexy“ gewählt. Da sollten die Mädchen ihre weiblichen Reize so richtig zur Geltung bringen.
Casting für internationale Kampagne
Bei der ersten Aufgabe ging es direkt um die große Wurst. Gilette plante für Venus Breeze eine internationale Kampagne. Für ihren Werbefilm suchten sie ein Gesicht. Christina und Gisele waren schon vom Kunden vorausgewählt, zwei weitere Mädchen durften noch mit zum Casting. Mit einer Film-Challenge haben wir die Wahl getroffen. Dazu mussten die Mädchen eine Eheszene mit einem männlichen Model spielen. Da war wieder Schauspielerei gefragt. Mit allen Emotionen vom Streit bis zum Kuss. Die Szene wurde in Englisch gedreht, da waren gute Sprachkenntnisse natürlich von Vorteil. Da ist eine professionelle Einstellung gefragt.
Janina und Jenny kamen am besten rüber. Das hat mich gefreut, denn nach Sydney sind die beiden etwas aus dem Tritt gekommen.
Training mit Dita von Teese: Körpergefühl und Selbstsicherheit
Für sexy Posen gibt es in Los Angeles die Expertin: Dita von Teese, die Ikone des Burlesque. Ich hatte sie für ein Training der Mädchen eingeladen. Und es war wirklich beeindruckend. Sie lebt diesen Stil mit Haut und Haaren. Dita hat eine sehr ruhige und entspannte Art. Sie demonstrierte den Mädchen ein paar laszive und erotische Posen und vermittelte die richtige Einstellung. Burlesque ist ja eher eine Art versteckter Erotik. Das romantische Flirten mit der Kamera und auch eine gewisse Unschuld sind bei den Pin-up-Posen sehr wichtig. Es war für Euch sicherlich auch beeindruckend, auf wie viele Einzelheiten Dita bei so einem Posing achtet. Dass die Füße gestreckt sind, der Po noch ein bisschen angehoben wird und so weiter. Das ist richtig anstrengend und Körperbeherrschung ist dabei sehr wichtig. Aber so bekommt man dieses Spiel zwischen unschuldig und sexy hin.
Die Ergebnisse waren klasse. Und ein Lob wie „great pin-ups“ aus dem Mund von Dita fanden alle Mädchen toll.
Casting in Strandkulisse
Janina, Gisele, Christina und Jenny waren danach bei Gilette für das Venus Breeze-Casting. In einer Produktionshalle hatte der Kunde eine komplette Strandkulisse aufgebaut. Da sollten die Mädchen vor der Kamera posen. Gewünscht war die Ausstrahlung, die man bei einem schönen Tag am Meer mit Wärme, Sonne und einer Brise hat. In so einer Halle diese Sinnlichkeit auszustrahlen, ist nicht einfach. Aber die vier haben das super hinbekommen. Christina setzte sich durch, weil sie die Marke am natürlichsten rüberbrachte. Das freut mich für sie! Ein Jahr lang, weltweit könnt Ihr sie jetzt in der Venus Breeze-Werbung sehen.
Show und Showgirls
Ich hatte für die Mädchen eine schöne Überraschung geplant. Sie wussten nur, dass ihr nächstes Foto-Shooting in einem Theater ist. In Jeans und Baseball-Caps trudelten sie da ein und setzten sich in die leeren Zuschauerränge. Dann hob sich der Vorhang … und ich schaute in sechs sehr erstaunte Gesichter. Unser Shooting für heute war „Showgirls“. Und was sie bei diesem Shoot tragen sollte, hatte ich ihnen schon einmal vorgeführt mit Glitzer-BH und einem riesigen Hut. Damit hatten sie wohl nicht gerechnet. Dann durften sie selber ran. Die Kostüme waren wirklich heiß und ich gespannt wie ein Flitzebogen, wie die Vorstellung „meiner“ Showgirls aussehen würde. Bei so etwas müssen die Mädchen schnell aus sich rauskommen. Und obwohl für die Posen viel Körpereinsatz gefragt ist, das Entscheidende dabei sind Gesicht und Attitude. Ich habe mittlerweile einen hohen Anspruch an die Mädchen. Es sind schließlich die letzten sechs von über 18.000 – da kann man auch etwas erwarten. Die Mädchen setzten Tipps sehr schnell um, vor allem Christina war echt in Topform. Da war nichts mehr von unserem ehemaligen, schüchternen Rehlein zu sehen. Selbst Wanda ist beim Posieren außer Atem gekommen, das ist halt ein richtiges Workout. Caroline war superfix. Sie hatte, zack, zack, die richtigen Posen gefunden. Gisele hat mich etwas enttäuscht, von brasilianischem Feuer war da nicht viel zu sehen. Auch Jenny war anfangs sehr vorsichtig. Ich glaube, sie hatte die ganze Zeit Angst, in den High Heels die Treppe runterzupurzeln. Aber zum Schluss hat sie noch den Dreh gefunden.
Casting bei Rockstars & Angels
Auch beim nächsten Casting ging es um Sinnlichkeit. Das Modelabel Rockstars & Angels suchte zwei Mädchen für eine Kampagne. Da waren die beiden Extreme gefragt: einmal rotziger Rocker, einmal verführerisch-unschuldiger Engel. Christina war beim Dreh für Venus Breeze, so dass sich die fünf übrigen auf den Weg in den Fashion District L.A. machten. Eigentlich nur viereinhalb, denn Jenny war am Vorabend eine Metallflasche auf den Fuß geknallt. Sie hatte eine offene Wunde am Zeh und konnte vor Schmerzen fast nicht laufen. Das war dem Kunden dann auch zu riskant, dass sie wegen einer Verletzung ausfällt. Für Jenny war es eine Riesenenttäuschung, aber bei dem Aufwand für Shootings muss man das verstehen. Wenn dann das Model ausfällt, gehen schnell einige Dollar drauf.
Der Kunde war sehr bestimmt und direkt. Die drei wussten genau, was sie suchten. Bei Caro fehlte ihnen der Rockerstyle. Und Gisele war ihnen zu füllig um die Hüften. Sie hatte sich in den letzten Wochen auch wirklich sehr gehen lassen. Wenn ein Label dann körperbetonte Mode wie enge T-Shirts bewerben will, ist das Hüftgold für ein Model natürlich nicht so gut.
Wanda und Janina durften sich auf jeden Fall auf ein super Shooting und eine spannende Location freuen. Janina wird den brünetten Engel geben, und Wanda bekommt als Rocker eine blonde Perücke verpasst. Ich bin echt gespannt auf die Ergebnisse. Das seht Ihr nächste Woche!
Ein Burlesque-Livewalk
Dann war Entscheidungstag. Die Mädchen waren echt angespannt, es wird halt immer enger. Peyman kam aus Paris zurück, und Dita half uns in der Jury. Ich hatte einen Burlesque-Pin-up-Walk als Thema vorgeschlagen. Nach dieser sexy Woche mit Showgirls und Dita freute ich mich, was die Mädchen für eine Modenshow inszenieren würden.
Caro zeigte als Erste eine ganz gute Show. Dita und Peyman kritisierten zwar das bisschen „Zuviel“ bei ihr, aber mir ist es lieber, jemand versucht zu viel als zu wenig. Christina kam als nächste und war sehr unsicher beim Walk. Ich verstehe das nicht: Ihr Shooting war phänomenal, und dann wieder ein so lahmer Auftritt. Da fehlte der Pep. Giseles Auftritt war für uns alle eine Enttäuschung. Dita sprang in die Bresche und machte es Gisele vor, wie so ein burlesquer Walk wirklich geht. Das eigene Gefühl ist das Entscheidende, dann wirkt ein Lächeln auch überzeugend. Bei Wanda kam Peyman ganz schön ins Schwitzen – das war eine heiße Performance. Rolf hingegen fehlte das Authentische und die Emotionen. Da seht Ihr, wie verschieden man einen Auftritt wahrnehmen kann. Dann kam Jenny. Sie hat ihren blutenden Zeh so lange ignoriert, wie es ging und alles gegeben. Sobald sie fertig war, schlüpfte sie aus ihren High Heels. Die Erleichterung in ihrem Gesicht habt Ihr bestimmt gesehen. Dita war überrascht von Jennys Sensibilität und Ausstrahlung. Beim Shooting war sie irgendwie zu nervös gewesen. Wenn man als Model an sich zweifelt, dann zweifelt natürlich auch der Kunde an dem Model selber. Janina zeigte als Letzte eine solide Leistung. Das ist aber zu wenig in diesem Stadium. Wir in der Jury schauen jetzt echt auf Kleinigkeiten, weil die Leistungen der Mädchen alle eng beieinander liegen.
Entscheidung in L. A.
Wir haben in der Jury länger diskutiert. Diese Woche musste uns Gisele verlassen. Sie ist ein faszinierendes Mädchen, zwar kompliziert, aber sie hat uns immer wieder überzeugt. Sie hätte auf jeden Fall das Potenzial, um in unserer Branche etwas zu erreichen. Ihr Problem ist es aber, Dinge umzusetzen. Wenn der Kunde oder der Fotograf bestimmte Posen sehen möchten, hat sie sich häufig geweigert wie jetzt wieder beim Training mit Dita. Das ist das Problem, über das sie letztlich gestolpert ist. Wir haben ihr immer wieder eine Chance gegeben, sich zu beweisen.
Die letzten fünf Mädchen, da waren wir uns alle in der Jury einig, haben diesen nötigen Biss. Sie haben alle etwas Einzigartiges. Und alle fünf kämpfen. Da geht es wirklich um klitzekleine Details. Die machen jetzt den Unterschied auf der Zielgerade aus …
Alles Liebe

Sendung 13
Von süßen Versuchungen und Mikro-Pannen
Nur noch fünf Mädchen waren diese Woche im Rennen. Und man merkte schon, dass jetzt mit härteren Bandagen gekämpft wird. Friede, Freude, Eierkuchen ist nicht mehr. So kurz vor dem Ziel will jede unserer Schönheiten ihre große Chance nutzen...
Wir hatten für die Mädchen ein sehr anspruchsvolles Programm auf die Beine gestellt: Sport, ein schwieriges Shooting und last but not least die Organisation einer eigenen Party. Uns als Jury sollten diese Herausforderungen weitere Aufschlüsse darüber geben, wer das Zeug zu Germany’s Next Topelmodel by Heidi Klum hat. Die Ergebnisse haben uns dann aber doch schon ein wenig erstaunt…
Carolins Survival-Training im Runyon Canion Park
Bevor gefeiert wurde, sollte aber erst einmal der Schweiß fließen. Wie heißt es so schön: „Erst die Arbeit, dann das Vergnügen“. Peyman scheuchte unsere Mädchen in aller Herrgottsfrühe aus den Betten und entführte sie zu einem „Dauerlauf“. Dort verwandelte er sich dann in einen wahren Drill-Sergeant, der Army-Lieder anstimmte. Der Lauf entpuppte sich für Carolin als echtes Survivaltraining. Sie musste schnell feststellen, dass ihre Puste für die anspruchsvolle Strecke im Runyon Canion Park nicht reichte. Vielleicht sollte sie sich das mit dem Rauchen noch einmal genau überlegen. Jedenfalls hat sie Peyman hoch und heilig versprochen, ab jetzt regelmäßig Sport zu machen. Für eine Überraschung sorgte Christina. Sie tänzelte die steilen Anstiege hoch und ließ die anderen Mädchen viel Staub schlucken. Weiter so!
Die erste Challenge der Woche hatte es dann gleich richtig in sich. Susanne Walz von C&A stellte den Mädchen die Aufgabe, aus der aktuellen Kollektion ein cooles Outfit zu kreieren. Ein Model muss nicht nur in der Mode des Kunden gut aussehen, sondern auch selbst ein Gefühl für Trends und Kompositionen haben. Die Mädchen strengten sich mächtig an und machten Susanne und unserem Juror Rolf die Entscheidung über die Siegerin schwer. Am Ende setzte sich Jenny durch, die Christina in ein wunderschönes rotes Outfit packte. Als besondere Auszeichnung für Jenny wird ihre Kreation bald in den Schaufenstern aller C&A-Filialen zu sehen sein. Das nenne ich mal ein Gefühl für Mode.
Christina machte auf der Party fette Beute
Als besondere Überraschung spendierte ich den Mädchen eine Party, die sie allerdings selbst organisieren mussten. In unserem Business gibt es fast nichts Wichtigeres, als bestehende Kontakt zu pflegen und neue zu knüpfen. Wenn man sich kennt, kommt man leichter an Jobs ran. Dafür ist eine Party natürlich die perfekte Bühne. Die Organisation der Party übernahmen Christina, Carolin und Jenny. Wanda und Janina konnten nicht mithelfen – sie waren zur gleichen Zeit beim Shooting von Rockstars & Angels. Die Drei gaben richtig Gas, um einen tollen Event daraus zu machen. Unsere „Eventmanagerinnen“ machten sich in den Supermarkt auf und kauften erstmal groß ein. Schließlich lassen sich mit gutem Essen und prickelnden Getränken die Herzen potenzieller Kunden leichter erobern…. Auch bei der Dekoration ließen sich die Mädchen nicht lumpen, um Werbung in eigener Sache zu machen. Sie hängten Poster mit ihren schönsten Bildern auf und legten ihre Modelmappen aus. Zudem brachten sie die Telefonleitungen zum Glühen, um einen illustren Gästekreis an den Start zu bringen, was auch gelang. Als besondere Überraschung brachte ich noch den berühmten Designer Christian Audigier auf die Party mit. Spontan veranstalteten unsere fünf Grazien während der Party dann noch eine kleine Modenschau in ihren traumhaften Abendkleidern. Auch wenn sie schon einmal besser gelaufen sind, muss ich sagen, dass sie aus dem Abend das Optimum herausgeholt haben. Besonders für Christina hat sich der Einsatz gelohnt. Christian engagierte sie vom Fleck weg. Sie wird in Kürze auf riesigen Plakaten – so genannten Billboards – an drei exponierten Stellen in Los Angeles zu sehen sein. Mein Glückwunsch, sie räumt momentan richtig ab und füllt das Sprichwort „Stille Wasser sind tief“ mit viel Leben.
Beim Shooting von Rockstars & Angels machten Janina und Wanda eine super Figur. Janina als verruchter Engel und Wanda als Rocker mit einer blonden Mähne brachten das Set zum Glühen. Auch der Kunde war absolut begeistert von unseren beiden Models. Das freut mich natürlich, denn eine höhere Auszeichnung als zufriedene Kunden gibt es nicht.
Viel Gestank und die längste Praline der Welt
Das nächste Shooting wurde dann richtig hart für unsere Models. Ich warf sie im wahrsten Sinne des Wortes dem Starkoch Roland Trettl und dem Topfotografen Marco Schlager zum Fraß vor. Die Mädchen sollten in Lebensmitteln posieren. Natürlich hatten diese ihre Haltbarkeit schon überschritten. Sonst hätten wir sie nicht für das Shooting eingesetzt. Schon beim Betreten der Location roch es ein wenig unappetitlich unangenehm. Trotzdem rechneten die Mädchen wohl nicht mit dem, was da kommen sollte. Roland Trettl hat seine Kochkunst auf ein neues Level gebracht. Er kreiert nun neben wunderbaren Speisen auch Outfits aus Lebensmitteln. Janina war als Erste an der Reihe. Eingehüllt in Lachshaut roch sie recht unangenehm. Dies schien sich auf ihre Leistung auszuwirken. Sie machte keine gute Figur. Deshalb mussten wir später einen zweiten Versuch starten, der etwas besser gelang. Da kam Jenny doch schon viel besser rüber. Ganz mit Schokolade eingekleistert, war sie wirklich eine ganz süße Versuchung und wahrlich die längst Praline der Welt. Als Verzierung goss ich Jenny flüssige Schokolade über den Kopf. Mir hat das viel Spaß gemacht. Nicht so viel Freude hatte Carolin. Ihr war durch den Geruch des Oktopus, der um ihren Hals drapiert war, furchtbar schlecht. Dennoch biss sie auf die Zähne und nahm die Tentakel sogar in den Mund. Eine ganz tolle Einstellung. Christina hatte es vergleichsweise einfach. Ihr Pasta-Outfit sorgte für keine Geruchsbelästigung. Und als ich ihr noch Ketchup über den Kopf schüttete, kam sogar noch zusätzlich Farbe ins Spiel. Wanda verpackten wir in eine Schweinehaut und arbeiten Salat in ihre Haare ein. Auch sie machte ihre Sache ganz gut. Dennoch – sie hat schon stärkere Leistungen abgeliefert.
Am Entscheidungstag lagen die Nerven bei den Mädchen blank. Schließlich will keine kurz vor dem Finale ausscheiden. Im Endeffekt kann aber nur eine Germany’s Next Topmodel by Heidi Klum werden. Um dieses Ziel zu erreichen, müssen dann auch einmal die Ellenbogen eingesetzt werden. Deshalb fragten wir die Mädchen, wer ihrer Meinung nach ausscheiden sollte. Carolin, Janina und Wanda votierten für Christina. Das hat uns in der Jury schon ein wenig erstaunt. Schließlich hat sie besonders in dieser Woche eine ganz starke Leistung abgeliefert. Vielleicht wollen die Drei auch nur eine Konkurrentin loswerden.
Roter Teppich als Stolperfalle
Als letzte Challenge haben wir uns noch einmal etwas ganz Besonderes einfallen lassen. Die Mädchen mussten über einen roten Teppich laufen und wurden von der Jury, die diesmal von unserem Starfotografen Marco Schläger verstärkt wurde, nach ihrem Live-Walk gebührend empfangen. Wir schlüpften in die Rollen von Paparazzi und Boulevardreportern und löcherten die Mädchen mit vielen fiesen Fragen. Dabei gaben unsere Models eine denkbar schlechte Figur ab. Janina zog sich noch halbwegs achtbar aus der Affäre. Carolin vergaß völlig, dass sie als Model ein Vorbild sein sollte. Sie erzählte, dass sie abends gerne ein paar Zigaretten mit ihren Freundinnen rauchen würde. Christina stolperte gleich auf der Treppe zum roten Teppich und verhaspelte sich dann beim Frage-Antwort-Spiel. Sie muss einfach lernen, sich besser zu verkaufen. Sonst hat sie im Modelbusiness keine Chance. Jenny kam super arrogant rüber, blockte alle Fragen ab und machte dazu ein Gesicht wie sieben Tage Regenwetter. Wanda hatte einen kompletten Blackout. Obwohl sie Musical studiert hat, konnte sie keinen Star der Szene benennen. Auch die Frage nach der Einwohnerzahl von Deutschland überforderte sie in diesem Augenblick. So etwas darf natürlich im wahren Modelleben nicht passieren. Selbst wenn man solche Sachen nicht weiß, muss es man charmant und souverän überspielen.
Alle Mädchen bleiben im Rennen
Nach diesen ernüchternden Auftritten fiel uns die Entscheidung in der J
Nur noch fünf Mädchen waren diese Woche im Rennen. Und man merkte schon, dass jetzt mit härteren Bandagen gekämpft wird. Friede, Freude, Eierkuchen ist nicht mehr. So kurz vor dem Ziel will jede unserer Schönheiten ihre große Chance nutzen...
Wir hatten für die Mädchen ein sehr anspruchsvolles Programm auf die Beine gestellt: Sport, ein schwieriges Shooting und last but not least die Organisation einer eigenen Party. Uns als Jury sollten diese Herausforderungen weitere Aufschlüsse darüber geben, wer das Zeug zu Germany’s Next Topelmodel by Heidi Klum hat. Die Ergebnisse haben uns dann aber doch schon ein wenig erstaunt…
Carolins Survival-Training im Runyon Canion Park
Bevor gefeiert wurde, sollte aber erst einmal der Schweiß fließen. Wie heißt es so schön: „Erst die Arbeit, dann das Vergnügen“. Peyman scheuchte unsere Mädchen in aller Herrgottsfrühe aus den Betten und entführte sie zu einem „Dauerlauf“. Dort verwandelte er sich dann in einen wahren Drill-Sergeant, der Army-Lieder anstimmte. Der Lauf entpuppte sich für Carolin als echtes Survivaltraining. Sie musste schnell feststellen, dass ihre Puste für die anspruchsvolle Strecke im Runyon Canion Park nicht reichte. Vielleicht sollte sie sich das mit dem Rauchen noch einmal genau überlegen. Jedenfalls hat sie Peyman hoch und heilig versprochen, ab jetzt regelmäßig Sport zu machen. Für eine Überraschung sorgte Christina. Sie tänzelte die steilen Anstiege hoch und ließ die anderen Mädchen viel Staub schlucken. Weiter so!
Die erste Challenge der Woche hatte es dann gleich richtig in sich. Susanne Walz von C&A stellte den Mädchen die Aufgabe, aus der aktuellen Kollektion ein cooles Outfit zu kreieren. Ein Model muss nicht nur in der Mode des Kunden gut aussehen, sondern auch selbst ein Gefühl für Trends und Kompositionen haben. Die Mädchen strengten sich mächtig an und machten Susanne und unserem Juror Rolf die Entscheidung über die Siegerin schwer. Am Ende setzte sich Jenny durch, die Christina in ein wunderschönes rotes Outfit packte. Als besondere Auszeichnung für Jenny wird ihre Kreation bald in den Schaufenstern aller C&A-Filialen zu sehen sein. Das nenne ich mal ein Gefühl für Mode.
Christina machte auf der Party fette Beute
Als besondere Überraschung spendierte ich den Mädchen eine Party, die sie allerdings selbst organisieren mussten. In unserem Business gibt es fast nichts Wichtigeres, als bestehende Kontakt zu pflegen und neue zu knüpfen. Wenn man sich kennt, kommt man leichter an Jobs ran. Dafür ist eine Party natürlich die perfekte Bühne. Die Organisation der Party übernahmen Christina, Carolin und Jenny. Wanda und Janina konnten nicht mithelfen – sie waren zur gleichen Zeit beim Shooting von Rockstars & Angels. Die Drei gaben richtig Gas, um einen tollen Event daraus zu machen. Unsere „Eventmanagerinnen“ machten sich in den Supermarkt auf und kauften erstmal groß ein. Schließlich lassen sich mit gutem Essen und prickelnden Getränken die Herzen potenzieller Kunden leichter erobern…. Auch bei der Dekoration ließen sich die Mädchen nicht lumpen, um Werbung in eigener Sache zu machen. Sie hängten Poster mit ihren schönsten Bildern auf und legten ihre Modelmappen aus. Zudem brachten sie die Telefonleitungen zum Glühen, um einen illustren Gästekreis an den Start zu bringen, was auch gelang. Als besondere Überraschung brachte ich noch den berühmten Designer Christian Audigier auf die Party mit. Spontan veranstalteten unsere fünf Grazien während der Party dann noch eine kleine Modenschau in ihren traumhaften Abendkleidern. Auch wenn sie schon einmal besser gelaufen sind, muss ich sagen, dass sie aus dem Abend das Optimum herausgeholt haben. Besonders für Christina hat sich der Einsatz gelohnt. Christian engagierte sie vom Fleck weg. Sie wird in Kürze auf riesigen Plakaten – so genannten Billboards – an drei exponierten Stellen in Los Angeles zu sehen sein. Mein Glückwunsch, sie räumt momentan richtig ab und füllt das Sprichwort „Stille Wasser sind tief“ mit viel Leben.
Beim Shooting von Rockstars & Angels machten Janina und Wanda eine super Figur. Janina als verruchter Engel und Wanda als Rocker mit einer blonden Mähne brachten das Set zum Glühen. Auch der Kunde war absolut begeistert von unseren beiden Models. Das freut mich natürlich, denn eine höhere Auszeichnung als zufriedene Kunden gibt es nicht.
Viel Gestank und die längste Praline der Welt
Das nächste Shooting wurde dann richtig hart für unsere Models. Ich warf sie im wahrsten Sinne des Wortes dem Starkoch Roland Trettl und dem Topfotografen Marco Schlager zum Fraß vor. Die Mädchen sollten in Lebensmitteln posieren. Natürlich hatten diese ihre Haltbarkeit schon überschritten. Sonst hätten wir sie nicht für das Shooting eingesetzt. Schon beim Betreten der Location roch es ein wenig unappetitlich unangenehm. Trotzdem rechneten die Mädchen wohl nicht mit dem, was da kommen sollte. Roland Trettl hat seine Kochkunst auf ein neues Level gebracht. Er kreiert nun neben wunderbaren Speisen auch Outfits aus Lebensmitteln. Janina war als Erste an der Reihe. Eingehüllt in Lachshaut roch sie recht unangenehm. Dies schien sich auf ihre Leistung auszuwirken. Sie machte keine gute Figur. Deshalb mussten wir später einen zweiten Versuch starten, der etwas besser gelang. Da kam Jenny doch schon viel besser rüber. Ganz mit Schokolade eingekleistert, war sie wirklich eine ganz süße Versuchung und wahrlich die längst Praline der Welt. Als Verzierung goss ich Jenny flüssige Schokolade über den Kopf. Mir hat das viel Spaß gemacht. Nicht so viel Freude hatte Carolin. Ihr war durch den Geruch des Oktopus, der um ihren Hals drapiert war, furchtbar schlecht. Dennoch biss sie auf die Zähne und nahm die Tentakel sogar in den Mund. Eine ganz tolle Einstellung. Christina hatte es vergleichsweise einfach. Ihr Pasta-Outfit sorgte für keine Geruchsbelästigung. Und als ich ihr noch Ketchup über den Kopf schüttete, kam sogar noch zusätzlich Farbe ins Spiel. Wanda verpackten wir in eine Schweinehaut und arbeiten Salat in ihre Haare ein. Auch sie machte ihre Sache ganz gut. Dennoch – sie hat schon stärkere Leistungen abgeliefert.
Am Entscheidungstag lagen die Nerven bei den Mädchen blank. Schließlich will keine kurz vor dem Finale ausscheiden. Im Endeffekt kann aber nur eine Germany’s Next Topmodel by Heidi Klum werden. Um dieses Ziel zu erreichen, müssen dann auch einmal die Ellenbogen eingesetzt werden. Deshalb fragten wir die Mädchen, wer ihrer Meinung nach ausscheiden sollte. Carolin, Janina und Wanda votierten für Christina. Das hat uns in der Jury schon ein wenig erstaunt. Schließlich hat sie besonders in dieser Woche eine ganz starke Leistung abgeliefert. Vielleicht wollen die Drei auch nur eine Konkurrentin loswerden.
Roter Teppich als Stolperfalle
Als letzte Challenge haben wir uns noch einmal etwas ganz Besonderes einfallen lassen. Die Mädchen mussten über einen roten Teppich laufen und wurden von der Jury, die diesmal von unserem Starfotografen Marco Schläger verstärkt wurde, nach ihrem Live-Walk gebührend empfangen. Wir schlüpften in die Rollen von Paparazzi und Boulevardreportern und löcherten die Mädchen mit vielen fiesen Fragen. Dabei gaben unsere Models eine denkbar schlechte Figur ab. Janina zog sich noch halbwegs achtbar aus der Affäre. Carolin vergaß völlig, dass sie als Model ein Vorbild sein sollte. Sie erzählte, dass sie abends gerne ein paar Zigaretten mit ihren Freundinnen rauchen würde. Christina stolperte gleich auf der Treppe zum roten Teppich und verhaspelte sich dann beim Frage-Antwort-Spiel. Sie muss einfach lernen, sich besser zu verkaufen. Sonst hat sie im Modelbusiness keine Chance. Jenny kam super arrogant rüber, blockte alle Fragen ab und machte dazu ein Gesicht wie sieben Tage Regenwetter. Wanda hatte einen kompletten Blackout. Obwohl sie Musical studiert hat, konnte sie keinen Star der Szene benennen. Auch die Frage nach der Einwohnerzahl von Deutschland überforderte sie in diesem Augenblick. So etwas darf natürlich im wahren Modelleben nicht passieren. Selbst wenn man solche Sachen nicht weiß, muss es man charmant und souverän überspielen.
Alle Mädchen bleiben im Rennen
Nach diesen ernüchternden Auftritten fiel uns die Entscheidung in der J
