Germany's next TOPMODEL

Meine Notizen zu Germany’s Next Topmodel
Klickt auf eins der Fotos - und schon könnt ihr nach jeder Sendung meine Notizen lesen.

Bis eine Sendung abgedreht ist, passiert eine ganze Menge.

Die Mädchen lösen verschiedene Aufgaben, die für den Alltag eines Models typisch sind. Sie müssen sich auf immer neue Situationen einstellen. Sie lernen, mit Lob und Misserfolg umzugehen. Und die Jury macht sich zu all dem ihre Gedanken, bis am Ende eine Siegerin feststeht.
Ich habe beschlossen, einiges von dem, was mir durch den Kopf geht, hier zu notieren.

Ihr könnt mir auch gerne schreiben, was ihr darüber denkt. Ich freue mich über Eure Einträge!

Eine Sache muss ich jetzt direkt schon loswerden: Alle Erlebnisse, alle Erfolge und vor allem alle Sendungen von Germany's Next Topmodel by Heidi Klum entstehen nur durch die tolle Zusammenarbeit vieler Menschen. Dazu gehören die Leute vom Sender Pro7 und der Filmproduktionsfirma Tresor, die Sponsoren, Juroren, Fotografen und natürlich die Stylisten, die sich um Haare, Make up und Styling kümmern. Dann gibt's da noch diejenigen, die das Catering machen, und viele andere, die hinter den Kulissen unverzichtbar sind. Vor allem auch ohne euch Fans läuft nichts!
Ganz lieben Dank Euch allen!

1. Sendung am 04.03.2010

Na, wie hat es euch gefallen? Ich finde, der Laufsteg war viel zu lange leer – jetzt sorgen wir wieder für erstklassigen Model-Nachwuchs. Endlich könnt Ihr Donnerstagsabends wieder tolle Mädchen, ausgefallene Fashion und spannende Castings sehen. Einfach machen wir es den Mädchen auch dieses Mal ganz sicher nicht. 

Neuigkeiten
Einiges hat sich dieses Mal verändert. Das Wichtigste zuerst - ich habe zwei neue, fantastische Kollegen: Kristian Schuller und Qualid „Q“ Ladraa. Kristian ist einer der bekanntesten internationalen Modefotografen und ein absoluter Trendsetter. Er hat einen unbestechlichen Blick fürs Ganze. Q ist ein „bunter Hund“ – alle kennen ihn, und er kennt alle. Er ist immer da und kennt die Fashion-Branche in- und auswendig. Aussehen tut er dazu auch noch blendend…

Massen-Casting in Köln
Für diese Staffel haben wir nur ein einziges öffentliches Casting veranstaltet, und dieser Mega-Event war dann auch tatsächlich rekordverdächtig. Knapp 2000 Mädchen strömten nach Köln zum größten Topmodel-Casting aller Zeiten, um ihre Chance auf dem längsten Catwalk der Welt zu nutzen.  Die Halle wurde buchstäblich gestürmt, der Andrang war unglaublich. Als ich die Show schließlich eröffnete und auf den Catwalk ging – glaubt mir, das war selbst für mich ein seltenes und tolles Erlebnis! Und dann ging es los, schließlich hatten wir versprochen, uns jedes Mädchen anzusehen.  Es gab aber noch mehr neues, schließlich mussten wir diesen riesigen Andrang ja auch irgendwie bewältigen. Da die Mädchen sozusagen in einer Endlosreihe an uns im Akkord vorbeiliefen, hatten wir für dieses Mal einen Buzzer installiert, um die Reihe anzuhalten oder einzelne Mädchen zurückzuholen. Und da auch diesmal wieder viele schöne Mädchen dabei waren, konnten wir davon auch vielfachen Gebrauch machen. 

Schönheiten & Feinheiten
Welches Mädchen suchen wir? Das ist eine schwierige Frage, denn das kann man vorher nicht genau sagen. Es gibt einfach keine feste Definition, was ein perfektes Model ausmacht. Der Unterschied zwischen einem hübschen Mädchen und einem Model gibt es auf jeden Fall einen Unterschied. Der ist für Laien oft nicht zu erkennen. Man kann auf jeden Fall nicht immer sagen, dass das schönste Mädchen automatisch das beste Model ist. Kompliziert? Für uns war das Massen-Casting deshalb nicht einfach. Wir als Jury müssen uns über viele Stunden extrem stark konzentrieren, um ja nicht DAS eine Mädchen zu verpassen. Und das geht so schnell, da darf man keinen Moment weggucken! Das sind ein paar Sekunden, in denen wir die Mädchen regelrecht abscannen müssen – Gesicht – Beine – Haare. Oft ist es auch schwierig, weil manche Mädchen ihre Schönheit nicht auf den ersten Blick erkennen lassen. Da mussten wir öfters nachhaken und um einen zweiten Lauf bitten.

Nun ging es aber los mit dem Spaß, denn der darf bei aller Professionalität nie fehlen. Damit auch ja niemandem langweilig wird, haben wir uns für diese Staffel ein paar Ideen für den Catwalk einfallen lassen. Denn gerade, wenn man Menschen richtig fordert, zeigen sie ihre wahren Fähigkeiten. So war es auch für die Zuschauerinnen am Rand des Catwalks super spaßig, als die Mädchen während des Laufs kleine Spiele wie Eierlaufen, Hula-Hup oder Ball-Dribbeln bewerkstelligen mussten.  Und dabei sah man sooo viele Mädchen mit Power und Energie, die mutig gekämpft haben – genau die richtige Einstellung. No risk – no fun! Eine Kandidatin hat uns, im wahrsten Sinne des Wortes, fast umgehauen. Die blonde Schönheit stellte sich als Stuntfrau vor und brachte Q gleich zu Fall. Wow – das fanden wir toll!

Natürlich waren auch wieder viele bunte und schrille Vögel dabei. Die gehören schließlich auch dazu, und außerdem soll jeder eine faire Chance bekommen. Was wir wieder alles zu sehen bekamen: Meterhoch toupierte Haare, 80er-Jahre Dauerwellen, Miniröcke die eher breite Gürtel waren, eine falsche Frau (der Adamsapfel war zu verräterisch) und eine waschechte Miss Russia 2009 – Wahnsinn!  Alles in allem war es ein wirklich spannender und anstrengender Tag, aber es hat sich gelohnt!  Fazit: Unter den fast 2000 Mädchen waren einige Rohdiamanten. Jeder war nach diesem Tag fix und fertig. So durften sich unsere „Auserwählten“ endlich zur verdienten Ruhe betten. 

Von der Pritsche auf den Catwalk
Für manche war es ein Schock: Alle Mädchen mussten in der Nachbarhalle auf engen und harten Feldbetten schlafen. Zu schlimm? Tja, Models können sich viele Dinge oft nicht aussuchen. Gerade am Anfang einer Karriere muss man sich in Bescheidenheit üben. Außerdem muss ein richtiger Profi so einiges aushalten können! Am nächsten Morgen ging es gleich weiter, denn es waren ja immer noch viel zu viele Mädchen – am Ende steht eben nur EINE Gewinnerin. Also gab ich den Startschuss, und in nur 15 Minuten mussten sich die Teilnehmerinnen umziehen. Es waren ganz spezielle Kleider und Strumpfhosen, denn wir wollten schließlich mehr von ihren Körpern sehen. Wir haben sie direkt überrumpelt, aber im Model-Business muss man eben ziemlich flink und spontan sein.
Nach dem Einzellauf folgte direkt ein Foto-Shooting, bei dem die Mädchen all ihre Facetten zeigen mussten – allerdings nur mit ganzen vier Aufnahmen. Hier zeigten sich schon deutliche Unterschiede. Einige Mädchen, die eher unscheinbar wirkten, drehten bei unserem Fotograf richtig auf und zeigten ihr ganzes Können. Wohingegen manch andere mit dem Posing schlichtweg überfordert war.  Die vier Fotos wurden von uns und den Kandidatinnen sofort zusammen begutachtet, da war so manche direkt überrascht von sich selbst. Das ist ein Schub fürs Selbstbewusstsein. Und wer es zum ersten Mal fast fehlerfrei geschafft hat, auf 15-cm-Absätzen zu laufen, kann zu Recht stolz auf sich sein! Klar, am Anfang muss man noch vieles lernen. Das Wichtigste ist zum Beispiel, dass man sich so natürlich zeigt wie möglich. Der Körper und die Ausstrahlung sind schließlich das Kapital, und nicht das teure Make-up. Also: Runter damit! Man kann natürlich mit nur vier Schüssen nicht gleich zu einem endgültigen Urteil kommen, aber man kann sehen wer Potenzial hat. Ganz einfach ist es natürlich nicht mit Anfängerinnen zu arbeiten, aber dafür ist es auch sehr spannend und abwechslungsreich. 
Der zweite Tag unseres Mega-Castings war nicht weniger anstrengend. Zumal wir ja auch noch alle Bilder der Mädchen begutachten und uns entscheiden mussten, wer bleiben durfte und wer ausschied.  Innerhalb der zweiten Runde zu reduzieren war viel, viel schwieriger als von 2000 auf ungefähr 50 zu kommen, glaubt mir. Aber so ist das Leben, wir machen einen Wettbewerb!                 Es werden uns noch viele tolle Mädchen verlassen müssen. Also bleibt dran, es wird noch viel spannender!

Bis nächste Woche – alles Liebe!

Eure Heidi
Heidi
GERMANY'S NEXT TOPMODEL by Heidi Klum